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"Jetzt hilft nur noch Einsatz und Kampf"

Die Beko Basketball Bundesliga macht am kommenden Wochenende eine Pause. Grund ist die alljährliche Ausrichtung des Beko BBL ALLSTAR Days 2011 in der Arena Trier. Beim Schaulaufen der Auserwählten aus Nord und Süd wird der Tübinger Spielmacher ...
... Branislav Ratkovica die Farben der Neckarstädter vertreten. Der 25-jährige beste Vorlagengeber der Beko BBL wurde von Meistertrainer Chris Fleming für das Team des Südens nominiert.

Diese Spielpause kommt für die WALTER Tigers Tübingen zum richtigen Zeitpunkt, denn zuletzt verloren die Mannen von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic zwei wichtige Begegnungen gegen Hagen und Trier. Mit sieben Siegen und 14 Niederlagen belegen die Tübinger aktuell nur den 14. Tabellenplatz. Mit dieser Position kann die Perovic-Truppe sicherlich nicht zufrieden sein, zudem besteht die Gefahr, in noch bedrohlichere Tabellenregionen abzurutschen.

Tigers-Pressemanager Tobias Fischer unterhielt sich mit Geschäftsführer Robert Wintermantel über die aktuelle sportliche Situation, die Entwicklungen im Umfeld und gibt einen Ausblick auf den restlichen Saisonverlauf.

Die Hälfte der Saison 2010/2011 ist gespielt. Die WALTER Tigers stehen mit sieben Siegen und zwölf Niederlagen auf dem 14. Tabellenplatz. Wie fällt Ihr persönliches Resumée aus?
Robert Wintermantel: "Wir hatten uns mit dem diesjährigen Team mehr vorgenommen und können mit dem bisherigen Abschneiden nicht zufrieden sein. Die Mannschaft hat wirklich großes Potential, das sie auch schon in einigen Partien gezeigt hat, aber letztendlich hilft Potential nur, wenn man es auch konstant abrufen kann. Das ist bisher leider nicht der Fall."

Vier Mannschaften stehen aktuell noch hinter uns. Muss man sich in den restlichen Saisonspielen Sorgen um den Klassenerhalt machen?
Robert Wintermantel: "Leider ist es so, dass der Abstand noch nicht genügend groß ist, um Entwarnung zu geben. Von daher darf mit dieser Situation seitens Management, Trainern und Spielern nicht leichtfertig umgegangen werden. Um sicher in der Liga zu bleiben, wird man dieses Jahr vermutlich elf bis zwölf Siege benötigen. Die nächsten Begegnungen werden zeigen, ob wir frühzeitig ein Polster aufbauen können, um uns so bald wie möglich vom Abstiegskampf zu verabschieden."

Noch sind 15 Begegnungen zu absolvieren. Was muss in den nächsten Wochen besser laufen, damit man sich stabilisieren und etwas nach oben arbeiten kann?
Robert Wintermantel: "Die Mannschaft muss die Spiele mit noch mehr Intensität angehen und zusätzlich brauchen wir konstantere Leistungen von unseren Stars, aber auch von unseren wichtigen Rollenspielern. Es gibt keinen Grund irgendetwas zurück zu halten, sondern jetzt hilft nur noch Einsatz und Kampf und das in jeder einzelnen Partie."

Zum Jahresstart gab´s sensationelle Erfolge gegen Berlin und Bonn, zuletzt setzte es zwei bittere Niederlage gegen Hagen und Trier, die eigentlich auf Augenhöhe der Tübinger liegen sollten. Wie erklären Sie sich diese zwei Gesichter der Mannschaft?
Robert Wintermantel: "Diese auf den ersten Blick paradoxe Situation zeigt, was uns momentan noch fehlt, nämlich Konstanz. Den Grund hierfür zu erklären, fällt mir nicht leicht. Es kann natürlich etwas mit dem unterschiedlich hohen Druck zu tun haben, der auf den Spielern bei den Begegnungen gegen TOP-Teams und den vermeintlich schwächeren Mannschaften lastet."

Am kommenden Wochenende ist spielfrei (Beko BBL ALLSTAR Day in Trier), bevor es am 30. Januar mit dem Auswärtsspiel in Bonn weiter geht. Kommt die Pause zum richtigen Zeitpunkt?
Robert Wintermantel: "Die Spieler können die Pause nutzen, um kleinere Blessuren auszukurieren und sich neu auf die verbleibenden Spiele in der Saison richtig einzustellen. Wenn wir mit dem nötigen Fokus aus der Pause kommen, dann kam sie zum richtigen Zeitpunkt."

Düsseldorf, Bayreuth, der MBC und Gießen haben sich personell verändert. Die WALTER Tigers nicht. Siehst du aktuell noch keinen Handlungsbedarf?
Robert Wintermantel: "Prinzipiell halten wir uns diese Möglichkeit natürlich offen, müssen dabei jedoch immer an die finanziellen Rahmenbedingungen denken, die uns nicht viel Spielraum für Nachverpflichtungen bieten."

Im heimischen Dschungel ist die Bilanz (5:5) ausgeglichen. In der Fremde hapert es dagegen noch richtig (2:7)? In Quakenbrück und Göttingen gab es heftige Niederlagen hinnehmen? Woran liegt dies?
Robert Wintermantel: "Es ist in dieser Liga generell sehr schwierig, auswärts zu bestehen. Nur die TOP-Teams schaffen das regelmäßig. Momentan gibt es in der Beko BBL neun Teams, die nur drei oder weniger Auswärtssiege feiern konnten, gerade das zeigt, wie wichtig es ist, seine Heimspiele zu gewinnen."

Mit 66% sind die Tigers das schwächste Team an der Freiwurflinie. Aus Sicht eines ehemaligen Spielers: Wie können sich die Schützlinge von Trainer Igor Perovic diesbezüglich verbessern?
Robert Wintermantel: "Da gehen die Meinungen auseinander. Manche sagen, man sollte jetzt Freiwürfe noch intensiver als sonst trainieren. Aber Freiwürfe sind zu 90% Kopfsache, von daher würde ich persönlich raten, weniger darüber zu reden oder nachzudenken, sondern das Freiwurftraining im normalen Rahmen weiter zu absolvieren."

Vor heimischem Publikum geht es zuletzt aufwärts. Aus den letzten sechs Partien konnten vier Siege gefeiert werden. Wie groß ist die Anteil des neuen Fanblocks daran?
Robert Wintermantel: "Die Verlegung des Fanblocks in die Blöcke B3 und B4 hat eine sehr positive Auswirkung auf den Spielverlauf und ist meiner Meinung nach ein voller Erfolg. Die Auslastung ist sehr gut und die Stimmung in der Arena wurde dadurch noch mal verbessert. Die Spieler fühlen die Energie, die von den Fans ausgeht und werden von Ihr getragen. Es zeigt nochmals, wie wichtig die Fans für unsere Mannschaft sind und ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen weiter diese Unterstützung erfahren, damit wir uns von den Abstiegsrängen entfernen können."

Das Interesse an den Tigers ist im Vergleich zur letzten Spielzeit trotz schwankender Leistungen wieder gestiegen. Wie siehst du diese Entwicklung?
Robert Wintermantel: "Wir haben nun seit drei Jahren steigende Zuschauerzahlen, dieses Jahr trotz einer bisher durchwachsenen Saison. Für mich bedeutet das, dass unsere Werbeaktionen greifen und dass die Bestrebungen, die Präsenz der WALTER Tigers zu erhöhen, notwendig und richtig waren. Basketball ist ein sehr attraktiver und spektakulärer Sport, den nun immer mehr Menschen in dieser Region für sich entdecken.

Was müssen die Tübinger sportlich und auch im Management noch besser machen, damit diese erfreuliche Entwicklung gehalten werden kann?
Robert Wintermantel: "Sportlich müssen wir mit Leistung und Einsatzwillen überzeugen und einfach mehr Spiele gewinnen. Das erfolgreiche Marketingkonzept muss weiter verfeinert und die Präsenz noch weiter ausgebaut werden, um die positiven Entwicklungen der letzten beiden Jahre fortzuführen.

Wie sieht es in der Sponsorenlandschaft aus. Gibt es Aussichten auf neue starke Partner für die kommende Saison?
Robert Wintermantel: "Immer mehr Unternehmen nutzen unsere interessante und attraktive Werbeplattform und wir konnten für die laufende Saison bereits über zwanzig neue Partner finden. Natürlich stehen wir auch in Verhandlungen mit einigen großen Unternehmen, können bis jetzt aber noch keinen Vollzug vermelden."

Was können die Fans von den WALTER Tigers in der Rückrunde erwarten?
Robert Wintermantel: "Attraktiven und mitreißenden Basketball. Spiele mit viel Emotionen und ein Team, das bis zum Umfallen kämpft. Ich hoffe, dass wir vor allem vor eigener Kulisse noch genügend Erfolgserlebnisse feiern können. Das sind wir unseren Fans absolut schuldig."

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