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"Leidenschaft und Herz haben den Unterschied gemacht" - Stephan Baeck in seiner Kolumne

Das Spiel zwischen ALBA BERLIN und den Brose Baskets hat gehalten, was es im Vorfeld versprochen hatte. Die ganze Woche über ist die Partie hochgekocht worden - schließlich sollten zwei absolute Topteams und Rivalen der ...
1321977869/img_Stephan_Baeck.jpg... Beko BBL direkt aufeinander treffen. Entsprechend herrschte eine tolle Atmosphäre und die 14.500 Zuschauer bekamen ein richtig gutes Spiel zu sehen.

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Das war kein gewöhnliches Ligaspiel mehr, das war Playoff-Atmosphäre pur! Lange Zeit sah es danach aus, dass Bamberg dieses Spiel kontrollieren könnte und am Ende als Sieger vom Parkett gehen würde. Doch aufgeputscht von den Fans und dem Willen sich vor diesem Publikum keine Blöße zu geben drehte ALBA das Spiel im letzten Viertel und stand am Ende als verdienter Sieger im Mittelkreis.

Man konnte es förmlich spüren - Berlin wollte das Spiel am Ende einfach mehr gewinnen und hat mit mehr Herz und Energie die Partie zu Ende gebracht. Als Beweis kann man die Rebound-Statistik beider Teams heranziehen. Rebounds spiegeln wie keine andere Statistik den Willen und Einsatz des gesamten Teams wieder. Zu oft in diesem Spiel kamen die Berliner nach eigenen Würfen erneut in Ballbesitz und erkämpften sich zweite Wurfchancen.

Den Einbruch der Bamberger von außen zu erklären, ist natürlich schwer. Auffällig war aber, dass im Schlussviertel die letzte Konsequenz und auch Konzentration, selbst bei den einfachsten Würfen fehlte - sonst eine große Stärke des Bamberger Teams.

Vielleicht mag das daran liegen, dass die Brose Baskets mit Panathinaikos Athen unmittelbar zuvor einen der haushohen Favoriten auf den Euro-League-Titel bezwingen konnten und dementsprechend müde waren. Außerdem steht am Donnerstag bereits ein weiteres Do-or-Die-Spiel an. Man sollte unbedingt in Zagreb gewinnen, sonst war der grandiose Sieg gegen Athen nur halb so viel wert.

Vielleicht war man im Unterbewusstsein schon ein Stück weit bei Zagreb, so dass die Berliner, die in Derrick Allen und DaShaun Wood sowie Heiko Schaffartzik ihre besten Akteure hatten, am Ende dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Leidenschaft und Herz haben für mich den Unterschied zu Gunsten von Berlin ausgemacht. In der Liga kommt es mit der Partie des FC Bayern gegen ALBA BERLIN zu einem weiteren sehr interessanten Duell auf Augenhöhe.

Die Bayern haben sich gegen Frankfurt zwar schwer getan, sind zu Hause aber weiterhin ungeschlagen. Nachdem ein Großteil der Mannschaft und auch der Trainer mit dem Nationalteam in Litauen waren, kamen die Bayern nur sehr schwer in die Saison. Dazu mussten sie die kurzfristigen Verluste von Sharrod Ford und Ruben Boumtje Boumtje verkraften. Inzwischen scheinen sich die Bayern aber gefunden zu haben und können gegen jede Mannschaft bestehen.

Auf der anderen Seite reisen auch die Berliner nach diesem Prestigeerfolg über Bamberg mit breiter Brust nach München. Vielleicht können sie nach der ersten Saisonniederlage für Bamberg nun auch den Bayern ihre erste Pleite auf eigenem Parkett zufügen. Die Zutaten für ein weiteres Spitzenduell der Liga liegen bereit und ich freu mich drauf!

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die FRAPORT SKYLINERS. Die Niederlage in München war für Frankfurt richtig bitter. Sportlich im Tabellenkeller, wichtige Spieler verletzt oder angeschlagen, da tut so eine knappe Niederlage extrem weh. Aber es hilft alles nichts, man kann sich nur mit großer Bereitschaft und dem Willen Alles zu geben nach und nach aus dem Loch ziehen in das man gefallen ist. Die nötige Qualität ist in dem Team dafür vorhanden.

In diesem Sinne, NEXXT!

Stephan Baeck

Stephan Baeck, 46, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.

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