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"Nicht in die Falle tappen"

ratiopharm ulm ist vor dem Auswärtsspiel in Würzburg gewarnt: Schließlich entthronte der Aufsteiger zuletzt den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Bonn.
Wenngleich Zahlen und Statistiken nie alles über einen Gegner verraten, so sind die Kennziffern, die das Spiel der s.Oliver Baskets aus Würzburg umreißen, mehr als ein Hinweis auf deren Stärke. Da wäre also die Zahl 28. So häufig haben die Würzburger nun schon ohne Unterbrechung in eigener Halle gewonnen. Am letzten Spieltag erwischte es die bis dato ungeschlagenen Bonner (71:61). Verständlich, dass Per Günther nach dem Derbyerfolg in Tübingen (92:77) wieder "einen Hexenkessel" erwartet. Einen entscheidenden Anteil an der Würzburger Heimstärke hat ihre Verteidigung - in Zahlen ausgedrückt: Mit im Schnitt 66,3 kassierten Punkten liegen die Franken auf Rang zwei der Defensiv-Tabelle, knapp hinter Bamberg mit seiner meisterlichen Betonwand (64,6 / Ulm:73,3, 6.)

Beschreibt ratiopharm ulms Head-Coach Thorsten Leibenath die Stärken des nächsten Gegners, lässt auch er zunächst Zahlen sprechen: "Würzburg ist das Team, das die meisten Ballverluste (20 pro Spiel) bei seinen Gegner provoziert", erklärt er und leitet daraus eine "enorme Intensität" ab. Als Strategie gegen die von John Patrick aus Götting importierte extrem athletische Spielweise gibt Leibenath folgende Marschroute vor: "Wir wollen nicht in die Falle tappen und zu häufig den Ball verlieren", so Leibenath, der allerdings auch auf die Chancen hinweist, die das Würzburger Spiel eröffnet. "Wir werden versuchen, die sich ergebenden Lücken selbst zu attackieren", formuliert der 36-jährige, der trotz des formidablen Saisonstarts noch keinerlei Erfolgsmüdigkeit bei seinem Team feststellen konnte.

Das bestätigt auch Nationalspieler Per Günther: "Wir sind sicher erleichtert und auch beflügelt dadurch, dass wir mit 5:1 Siegen in die Saison gestartet sind", so der Ulmer Point Guard. "Doch zufrieden ist noch keiner. Schon deshalb nicht, weil wir wissen, dass noch ganz harte Brocken vor uns stehen."

Wie zum Beispiel Würzburg. Der Tabellenvierte beschreibt seine eigenen Qualitäten selbst so: "Unsere Stärken sind sicherlich die Verteidigung, aber auch die individuelle Qualität." Gesagt hat dies Oliver Clay, der 24-jähriger Big Man, der beim Sieg gegen Bonn in 13 Minuten 8 Punkte auflegte. Die Defensivstärke hat John Patrick, der mit einer ähnlichen Strategie von 2006 bis 2011 in Göttingen den "Guard Terror" etablierte, mit nach Würzburg gebracht. Ebenfalls aus Göttingen kamen Ben Jacobson, den Leibenath als "Schlüsselspieler" identifiziert hat, Jason Boone und John Little. Doch nicht nur in der Verteidigung ist in Würzburg Teamwork angesagt. Mit Point Guard Chris Kramer (13 PpS), Shooting Guard Ricky Harris (11,8) Small Forward Ivan Elliot (10,7 /6 RpS) und Combo Guard Ben Jacobson (10,2) verfügen die Franken über ein Quartett, das regelmäßig zweistellig punktet.

"Auf uns wird eine ganze Menge Arbeit zukommen", ist sich Per Günther sicher. "Aber ich denke, wir können dem defensiven Druck als Team Stand halten." Und auch die Würzburger Baskets wissen um die Qualität ihre Gäste. "Gegen Ulm wird es vielleicht noch schwerer als gegen Bonn", so Oliver Clay, der insbesondere John Bryant und Per Günther in seiner Gegneranalyse erwähnt.
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