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"Schaffartzik passt im Moment nicht zu ALBA"

Ob ALBA Berlin mit dem 94:73-Sieg über BBC Bayreuth seine Krise beendet hat, ist nicht einfach zu sagen. Es ist nicht selbstverständlich, dass mit einem derartigen Schnitt, den ALBA mitten in der Saison gemacht hat, alles anders wird. Der Trainer wurde gewechselt, neue ...
image_1298363678235.jpeg... Spieler verpflichtet - das ist ein Prozess und viel Arbeit, und die Zeit wird zeigen, was da passiert.

Ich glaube, dass es ALBA gelingen wird, sich bis zu den Playoffs zu stabilisieren, und dann wird ALBA darauf hoffen, dass die Karten neu gemischt werden.

Taylor Rochestie hat sich in kurzer Zeit zu einer wichtigen Säule im Spiel der Berliner entwickelt. Er ist ein hervorragender Spieler, der in den letzten Jahren in der Bundesliga die besten Spiele auf seiner Position gemacht hat und ALBA natürlich nach vorne bringt.

Dass Heiko Schaffartzik auch unter Muli Katzurin noch keine große Rolle spielt, liegt daran, dass der Trainer offenbar einen bestimmten Aufbauspieler im Kopf, der eher auf den zweiten Neuzugang Taylor Rochestie zutrifft als auf Schaffartzik oder Marko Marinovic.

Was Schaffartzik und Rochestie unterscheidet, ist, dass Rochestie in der Lage ist zum Korb zu ziehen und dort auch zu vollstrecken. Heiko selbst ist ein hervorragender Schütze, der für viele Überraschungsmomente sorgen kann. Er hat viel an seinem Pick-and-Roll- und Pass-Spiel gearbeitet, das aber noch nicht auf dem Niveau ist wie bei Rochestie.

Das heißt nicht, dass Heiko ein schlechter Spieler ist, sondern dass die Art und Weise, wie er spielt, momentan nicht so zum Berliner Spiel passt, wie das bei Rochestie der Fall ist. Allerdings wurde Heiko ja nicht für kurzfristig geholt, sondern um langfristige Ziele in Berlin zu verwirklichen.

Für den Moment toppt aber eben nichts den Titelverteidiger: Die Brose Baskets Bamberg spielen nach wie vor auf absolutem Höchstniveau, das lange nicht mit in der Beko BBL gezeigt worden ist.

Die Mannschaft hat eindrucksvoll in der Euroleague gespielt und die Form in die Bundesliga mitgenommen. Sie haben nicht den Schlendrian heraushängen lassen, sondern mit einer unglaublichen Konstanz und Energie die Bundesligaspiele bestritten.

Es wächst allerdings, wie jeder merkt, eine neue Macht im deutschen Basketball heran: Bei Bayern München muss man anerkennen, mit welcher Zielstrebigkeit und Qualität die Mannschaft spielt, und wie sie vom Verein und vom Trainer gepusht wird. Da muss schon eine Menge schiefgehen, wenn sie am Schluss nicht aufsteigen.

Dass 12.200 Fans das Spiel gegen Würzburg gesehen haben, ist grandios. Ich durfte 1993 in der Olympiahalle vor etwas mehr als 10.000 Fans im Finale der Europameisterschaft spielen. Das war eine tolle Atmosphäre. Dass das in einem Zweitliga-Spiel getoppt wurde, zeigt, dass mit dem FC Bayern München und dem Basketball etwas zusammengewachsen ist, das noch große Dinge vollbringen kann.

Es steht außer Frage, dass die Marke FC Bayern in der Kombination mit Dirk Bauermann den gesamten deutschen Basketball nach vorne bringt.

Euer Stephan Baeck

Stephan Baeck, 45, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.

Quelle: SPORT1
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