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"So ist ALBA schwer zu schlagen"

Für mich war vor dem fünften Spiel klar: Entweder ALBA verliert knapp, weil Oldenburg das Momentum auf seiner Seite hat, oder man kommt raus und spielt mit so viel Feuer und Emotion, dass man das Spiel in eigener Halle mit einem ...
1305708488/img_Stephan_Baeck.jpg... Blowout beendet. So ist es dann auch gekommen. ALBA hat dem Druck eindrucksvoll standgehalten und das gemacht, worauf es ankommt: Sie haben von Anfang an sehr stark verteidigt und Oldenburg damit den Zahn gezogen. Das fünfte Spiel gewinnt man über die Aggressivität in der Defense und über den Willen - den hat ALBA gezeigt.

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Entscheidend ist für mich, dass Spieler wie Yassin Idbihi, Immanuel McElroy und Bryce Taylor die nötige Intensität einbringen und damit andere Spieler wie Allen, Rochestie oder Jenkins anstecken.Für ALBA geht es in erster Linie darum, diesen Einsatz in der Verteidigung zu zeigen. Im Angriff haben sie genug Spieler, die Lösungen finden.

Heiko Schaffartzik ist für mich ein weiterer Schlüssel, weil er nach seiner Einwechslung extrem hart, aggressiv und mit viel Emotion verteidigt hat. Das pusht eine Mannschaft nach vorne. Dass ALBA nach der 2:0-Führung die Serie fast noch aus der Hand gegeben hat, ist allerdings ein Phänomen, dass sich durch die Saison zieht: Wenn es für sie sehr gut läuft, ist die Tendenz da, einen Gang zurück zu schalten und den Gegner nochmal zurückkommen zu lassen.

In den Playoffs ist das gefährlich, denn eine Serie dreht sich schnell, wenn eine Mannschaft Blut leckt und das Momentum die Seite wechselt.Darum muss ALBA jetzt mit dem gleichen bedingungslosem Einsatz und der unglaublich aggressiver und harter Verteidigung wie in Spiel fünf ins Halbfinale gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS (Mi., ab 20:00 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gehen.

Dass ihre Serie über fünf Spiele ging, ist kein Nachteil für ALBA. Berlin ist jetzt in einem guten Rhythmus. Außerdem hat man zusammen mit Bamberg den tiefsten Kader der Beko BBL und ist bis zum Ende der Bank qualitativ hochwertig besetzt. Für Frankfurt ist es gut, dass DaShaun Wood eine kleine Pause bekommen hat. Der MVP kann jetzt mit voller Power ins Halbfinale gehen.

In der Offensive wird Wood auf jeden Fall Wege finden, zu punkten. Die Frage wird sein, in wieweit er in der Lage ist, seine Mitspieler besser zu machen. Die Hessen sind aber noch mehr als nur Wood alleine. Nicht umsonst war Frankfurt neben Bamberg die konstanteste Mannschaft in dieser Saison. Mit Pascal Roller haben die Frankfurter außerdem einen sehr erfahrenen Spieler, der in den Playoffs immer für entscheidende Würfe gut ist und mit sehr viel Herz spielt.

Das Duell auf der Eins mit Wood/Roller gegen Rochestie/Schaffartzik wird sehr spannend sein. Wobei Roller und Wood auch oft zusammen auf dem Feld stehen werden. Wir werden insgesamt eine Menge interessanter Matchups zu sehen bekommen. Vor allem mit Derrick Allen, der gegen seinen alten Verein spielt, und auf der Position vier auf Roger Powell und Kimmo Muurinen trifft.

Ich freue mich auf das Halbfinale, das wird sicher eine sehr enge Serie, die gut über fünf Spiel gehen könnte. Das wird auf jeden Fall emotionaler, spannungsgeladener Halbfinal-Basketball!

Euer
Stephan Baeck

Stephan Baeck, 45, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.
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