FB Twitter Instagram YouTube Google+

"Wachstum durch intensive Arbeit"

Das fünfte und entscheidende Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen den Brose Baskets und ALBA BERLIN war der perfekte Kulminationspunkt einer Saison, die reich an Höhepunkten war. Nach 337 Spielen, so vielen wie noch nie in der Geschichte ...
1308755882/img_Jan_Pommer_Geschaeftsfuehrer_Beko_BBL.jpg... der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL), zieht deren Geschäftsführer Jan Pommer eine Bilanz – eine Bilanz, die in vielerlei Hinsicht positiv ausfällt.

image_1288779294890.png.

Zugleich verschließt der 40-Jährige, der seit 2005 die Geschicke der Liga lenkt, nicht die Augen davor, dass man auch in Zukunft weiter beharrlich, intensiv und nachhaltig daran arbeiten müsse, um das „Produkt Beko BBL“ auf das nächst höhere Level zu bringen.

Wie haben Sie die Finalserie zwischen den Brose Baskets und ALBA BERLIN erlebt?
Jan Pommer: „Es waren mitreißende, begeisternde und in jedem Fall atmosphärisch unglaublich dichte fünf Begegnungen. Wer das Glück hatte, das alles entscheidende fünfte Spiel vor Ort zu verfolgen, der dürfte eine Gänsehaut bekommen haben. Solch eine Intensität, solch eine Dramatik, ich denke da an die beiden verwandelten Dreier von John Goldsberry und Brian Roberts binnen kürzester Zeit in der Crunch Time, und solch spektakuläre Aktionen wie beispielsweise der krachende Dunking von Bryce Taylor über Peja Suput: Das ist der Mix, der unsere Sportart so faszinierend macht. Bamberg und Berlin haben sich nichts geschenkt und waren auf Augenhöhe. Am Ende haben winzige Nuancen über Sieg und Niederlage, über Triumph und Trauer entschieden. Beide Mannschaften hätten den Titel verdient gehabt.“

„Ich ziehe den Hut vor den Vereinen“

1308755938/img_Bryce_Taylor.jpgDie Brose Baskets hätten für das fünfte Finalspiel mehr als 20.000 Karten verkaufen können. Ist dies ein Indikator dafür, dass die Liga boomt?
Jan Pommer: „Zunächst einmal freut es uns, dass eine attraktive Finalserie eine derartige Begeisterung entfachen kann – und es ist ein Beleg dafür, dass das Interesse an der Sportart im Allgemeinen und der Liga im Speziellen insgesamt steigt. Dies unterstreichen auch die Zuschauerzahlen. Erstmals in der Geschichte der Beko BBL ist es gelungen, die 4.000er-Marke zu durchbrechen. Ich ziehe den Hut vor den Vereinen, die vor Ort nachhaltige und intensive Arbeit betreiben. Mit diesem Zuschauerschnitt haben wir uns in Europa hinter der spanischen ACB als zweite Kraft fest etabliert. Sicherlich werden wir nicht permanent neue Rekordzahlen vermelden können, doch für die kommende Spielzeit bin ich sehr optimistisch, die bisherige Marke erneut zu übertreffen.“

Was stimmt Sie so zuversichtlich?
Jan Pommer: „Mit dem FC Bayern München kommt eine Weltmarke auf das Beko BBL-Parkett. Die Bayern werden nicht nur ihre umgebaute und modernisierte Heimspielstätte sehr gut auslasten, sondern auch die anderen 17 Arenen füllen. Hinzu kommt, dass ratiopharm Ulm in eine moderne, 6.200 Zuschauer fassende Arena umziehen wird. Der Trend ist positiv – was sich auch daran ablesen lässt, dass die Zuschauerzahlen seit der Saison 2005/2006 um 39 Prozent gestiegen sind. Solch ein Wachstum ist wirklich nicht selbstverständlich.“

„Neue Arenen verbessern die wirtschaftlichen Bedingungen“

1308756979/img_Jan_Pommer_Geschaeftsfuehrer_Beko_BBL.jpgWorauf führen Sie das gestiegene Interesse zurück?
Jan Pommer: „Die Klubs leisten vor Ort hervorragende Arbeit und beschreiten innovative Wege der Zuschauergewinnung. Sei es durch die Installation eines Familien-Blocks oder durch das Angebot der Kinderbetreuung. Zudem ist das Ereignis so spannend, dass eine enge Bindung zum Klub entsteht. Und auch die Liga hat sich ebenfalls zu einem hoch attraktiven Produkt entwickelt. Der Wettbewerb ist spannend und ausgeglichen, was sich unter anderem daran zeigt, dass sich der Kampf um die Playoff-Plätze bisweilen bis zu Platz 13 oder 14 erstreckt und dass die Abstiegsfrage erst auf der Zielgeraden geklärt wird. Hinzu kommt, dass durch unsere Standards neue, moderne Arenen mit einem größeren Fassungsvermögen entstehen und dass die Vereine gewachsene Ansprüche an die Verbesserung der eigenen Qualität haben.“

Neue Spielstätten kosten den Kommunen indes erst einmal Geld, sei es durch den Bau oder den Unterhalt…
Jan Pommer: „…das ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Aber die Klubs profitieren mittel- bis langfristig von der Investition – denn es bieten sich bessere Einnahmemöglichkeiten. Der Verein kann nicht nur mehr Tickets verkaufen, sondern er ist in der Lage, VIP- oder Business-Seats anzubieten. Mit einer neuen Spielstätte kann ein Verein einen höheren Etat auf die Beine stellen – was wiederum in spielendes Personal oder in den weiteren Ausbau der Infrastruktur investiert werden kann.“

„Noch nie so viel Geld im ‚System’ wie in der Spielzeit 2010/2011“

1308756038/img_Julia_Scharf_John_Patrick.jpgWie hoch ist denn der Gesamtumsatz der Klubs in der abgelaufenen Saison gewesen?
Jan Pommer: „Wir haben auch diesbezüglich erstmals eine wichtige Marke überschritten: Mit 60,5 Millionen Euro war noch nie so viel Geld im ‚System’ wie in der Spielzeit 2010/2011 – und wir können optimistisch sein, auch in kommenden Saison ein ähnliches Niveau zu erreichen. Wenn man bedenkt, dass die Klubs in der Saison 2005/2006 ‚nur’ 34,1 Millionen Euro umgesetzt haben, dann zeigt dies, dass Klubs und Liga stetig weiter wachsen. Unabhängig von Wirtschaftskrisen und der Tatsache, wer die Liga im TV überträgt.“

Fernsehen ist ein gutes Stichwort. Wie bewerten Sie die Berichterstattung allgemein und die mediale Begleitung im Speziellen über das Finale?
Jan Pommer: „Zunächst einmal ist es sehr erfreulich, dass wir beim Live-Spiel unseres Partners SPORT1 in der Spitze fast 600.000 Zuschauer hatten. Zudem waren Ausschnitte bei ARD und ZDF zu sehen. Nicht zu vergessen sind die fünf Live-Übertragungen bei YouTube – und zwar im Channel von SPORT1. Stand Mai dieses Jahres haben wir beim klassischen Fernsehen unsere Reichweite und die Zahl der Werbeträgerkontakte im Vergleich zu vergangenen Spielzeit erheblich steigern können. In Kombination mit unseren sehr intensiven Anstrengungen in der digitalen Welt, dazu gehört unter anderem der eigene Beko BBL-YouTube-Kanal, bieten wir dem Basketball-Interessierten diverse Plattformen, auf denen er sich über die Liga informieren kann. Unser Plan ist es, künftig noch mehr Bewegtbildmaterial zu produzieren und dies über unsere unterschiedlichen Kommunikationskanäle zur Verfügung zu stellen.“

Was erwarten Sie von der kommenden Spielzeit?
Jan Pommer: „Erneut spannende und interessante Partien. Zudem freue ich mich auf die jungen deutschen Spieler, die die Liga bereichern. Dass die Klubs verstärkt auf den heimischen Nachwuchs setzen, zeigt sich an deren Einsatzzeiten. Diese liegen bei etwas über 21 Prozent und sind durch unsere Positiv-Quotierung weiter solide gestiegen. Des Weiteren erhoffe ich mir, dass die deutschen Klubs auf europäischem Parkett für Furore sorgen. Hinsichtlich der Infrastruktur sind wir bereits sehr gut aufgestellt. Was uns noch fehlt, ist ein großer internationaler Erfolg. Nicht zuletzt drücke ich der Nationalmannschaft für die Europameisterschaft beide Daumen.“

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport