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"Wir haben heute ein riesen Spiel gemacht"

Die Partie zwischen der TBB Trier und ALBA BERLIN begann mit dem besseren Start für die Gäste von der Spree, die durch mehrere Treffer von Bryce Taylor und Torin Francis eine 4:9-Führung herauswerfen konnten. Doch Nate Linhart hielt vor prächtiger Kulisse für die TBB dagegen, ein Korbleger nach eigenem Rebound, die Vorarbeit per Steal zum Korb von Philip Zwiener – Trier blieb dran (8:10). Im ersten Viertel feierte dann auch James Washington seine Premiere im Trikot der TBB und schloss postwendend einen Fastbreak erfolgreich ab (12:14).
Trier versuchte mit der gewohnt intensiven Verteidigung erfolgreich in das Spiel zu starten, was jedoch auch zum frühen Überschreiten der Mannschaftsfoulgrenze führte und den Gästen viele einfache Punkte an der Freiwurflinie ermöglichte. John Bynum beendete das erste Viertel mit einem sehenswerten und schwierigen Korbleger mit Ablauf der Spielzeit: Beim Einwurf mit noch 5,9 Sekunden auf der Uhr schnappte sich der Trierer Guard den Ball, rannte in Richtung Berliner Korb und schloss mit der Sirene erfolgreich ab (16:22).

Andreas Seiferth markierte im zweiten Viertel zunächst an der Freiwurflinie und dann auch aus dem Feld Punkte für die TBB, doch für ALBA hielt jetzt der NBA-erfahrene Kyle Weaver erfolgreich dagegen (20:29). Der deutsche Nationalspieler Yassin Idbihi packte noch einen Treffer drauf, was TBB-Head Coach dazu zwang, seine erste Auszeit zu beantragen. Die TBB durchlebte jetzt eine schwierige Phase: Immer wieder fanden die stark verteidigenden „Albatrosse“ einen Weg, die Trierer Defense zu durchbrechen. Bryce Taylor brachte das Momentum mit einem spektakulären Putback-Dunking endgültig auf die Seite der Gäste (20:35), Rödl musste erneut zur Auszeit rufen. Oskar Faßler traf für Trier, Dragan Dojcin legte nach (24:35), DaShaun Wood und Dru Joyce tauschten jetzt erfolgreiche Distanzwürfe aus (27:37), während sich Nate Linhart in der Verteidigung Bestnoten verdiente. Mit einem 31:44 ging es nach einem Treffer vom sehr starken Berliner Center Torin Francis in die Halbzeit.

Die TBB startete gut, Nate Linhart und John Bynum trafen, aber Torin Francis hatte für ALBA gleich mehrere Antworten parat und punktete erneut (37:49). Mit einem Distanzwurf brachte Dru Joyce die TBB erstmals nach langer Zeit wieder auf weniger als zehn Punkte heran (42:49). Gordon Herbert, kanadischer Sportpsychologe und Head Coach von ALBA BERLIN , reagierte sofort und nahm die Auszeit. Kurz danach wurde es richtig laut in der Arena: Derrick Allen kassierte ein Technisches Foul und Dru Joyce gelang es, mit den fälligen Freiwürfen weiter zu verkürzen (46:51). Kurz darauf traf er erneut, Trier war bis auf drei Punkte dran. Es war jetzt ein richtig enges Spiel in der Trierer Halle, doch Francis und Simonovic behielten trotz toller Trierer Fans die Nerven (50:57) die Nerven. Die TBB aber blieb in der Partie, die jetzt ebenso spannend wie schön anzuschauen war. Zwiener verkürzte weiter (55:57), aber Simonovic und Idbihi ließen sich nicht beirren: Beim Stand von 57:61 ging es ins entscheidende vierte Viertel.

Nationalspieler Heiko Schaffartzik erzielte per Dreier die ersten Punkte in diesem Abschnitt, die aber von Andreas Seiferth für die TBB unter dem Korb gekontert wurden (59:64). Aber was die TBB auch versuchte, die erfahrenen Gäste hatten bis zu diesem Zeitpunkt auf alles eine Antwort parat, so dass Rödl sein Team beim Stand von 59:68 - 6:05 Minuten vor dem Ende - zum Timeout rief. Die Ansprache zeigte Wirkung, sein Team kam wach auf das Feld zurück und vor allem Maik Zirbes arbeitete jetzt auf Hochtouren unter dem Korb der Berliner. Gordon Herbert beraumte die nächste Auszeit an, eine Laola-Welle machte sich auf den Weg durch die Halle (65:70). Einen Angriff, der lange Zeit kein gutes Ende zu nehmen schien, schloss Nate Linhart mit einem Korbleger ab, obwohl er bei der Aktion gefoult wurde (67:70), die Halle tobte. Den anschließenden Bonusfreiwurf konnte er leider nicht verwandeln, Schaffartzik punktete auf der Gegenseite von der Freiwurflinie (67:72). Dru Joyce drehte noch einmal richtig auf, punktete per Freiwurf und anschließend nach einem schönen Steal mit einem Korbleger, doch Heiko Schaffartzik antwortete erneut eiskalt mit einem schwierigen Wurf zum 70:74 - 44,4 Sekunden vor Spielende. Nach der anschließenden Auszeit wurde es hektisch: Joyce und Linhart vergaben aus der Distanz, der Ballbesitz wechselte zugunsten der Gäste, die 24,2 Sekunden vor dem Ende alles klar machen konnten. Der TBB blieb nichts anderes übrig, als die Uhr durch Fouls zu stoppen und ihrerseits schnelle Punkte zu erzielen, doch die Berliner spielten ihre Erfahrung und Klasse bis zur Schlusssirene aus. Eine vorbildlich kämpfende TBB Trier unterlag ALBA BERLIN knapp mit 74:78.

Henrik Rödl: „Wir haben heute ein riesen Spiel vor einer riesen Kulisse gemacht. Wir sind in der ersten Halbzeit gescheitert, da waren wir zu nervös, sodass ALBA einige leichte Punkte bekommen hat. Über das ganze Spiel haben wir zu viele Offensivrebounds zugelassen. In der zweiten Hälfte waren wir besser, das Publikum war dann unglaublich. Dieses gute Spiel wird uns Auftrieb für die nächsten Spiele geben, wir werden weiter kämpfen und aggressiv spielen, dann werden die Siege kommen.“

Gordon Herbert: „Das waren heute zwei verschiedene Spiele. In der ersten Hälfte haben wir das Spiel kontrolliert und gut verteidigt. Nach der Pause war Trier das bessere Team. Unsere großen Leute haben sehr gut gespielt. Wir wussten es würde ein hartes Spiel werden. Trier hat gezeigt, dass man sie nicht unterschätzen darf.
Linhart (14), Joyce (18), Saibou (0), Zwiener (12), Dojcin (6), Faßler (2), Seiferth (6), Picard (0), Zirbes (6), Washington (2), Bynum (8).
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