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"Wir werden mit viel Selbstvertrauen spielen"

Für die TBB Trier steht am kommenden Wochenende der zweite kräftezehrende Doppelspieltag in Folge an: Am Freitag ab 20 Uhr kommt es in der Sporthalle Gießen-Ost zum Duell mit den abstiegsgefährdeten LTi GIESSEN 46ers, bevor der Trierer Tross am Sonntag ...
... in Braunschweig gastiert, um dort ab 17 Uhr in der Volkswagenhalle um den Sieg zu kämpfen.

Ob der Beko BBL All Star und frisch gekürte „Most Improved Player“, der Liga, Philip Zwiener mit von der Partie sein wird, entscheidet sich erst kurzfristig. „Er hat diese Woche wieder leicht trainiert, aber wenn überhaupt wird es nur zu einem Kurzeinsatz reichen“, so Head Coach Henrik Rödl. Obwohl es sich um zwei schwierige Auswärtsaufgaben handelt, die durch den Ausfall von Center George Evans, der Trier aus familiären Gründen im Lauf der Woche verlassen musste, zusätzlich erschwert wird, könnte die Ausgangslage der beiden gegnerischen Mannschaften unterschiedlicher kaum sein:

LTi GIESSEN 46ers

Die in den vergangenen Jahren regelmäßig vom Abstieg bedrohten LTi GIESSEN 46ers legten unter ihrem damaligen Head Coach Vladimir Bogojevic einen echten Blitzstart hin, gewannen fünf der ersten sieben Partien der laufenden Saison und brachten die Konkurrenz zum Aufhorchen. Doch bereits am achten Spieltag verloren die Hessen völlig ihren Rhythmus und starteten eine beispiellose Serie von 13 Niederlagen in Folge, die schlussendlich auch dazu führte, dass Bogojevic als Head Coach seinen Hut nahm, dem Klub allerdings als Sportdirektor weiter erhalten bleibt.

Der neue starke Mann an der Seitenlinie ist Steven Key. Doch auch dem ehemaligen Bundesligaprofi gelang es bisher nicht, die 46ers sicher in ruhigeres Fahrwasser zu steuern, so dass man drei Spieltage vor Saisonende noch immer in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Auf dem 16. Tabellenplatz befindlich und punktgleich mit den Klubs aus Bayreuth und Weißenfels (je 16:46 Punkte) wird auch das Finale der laufenden Spielzeit zur Zitterpartie für den Traditionsklub.

Trotz einer nominell starken Mannschaft mit Leistungsträgern wie Center Elvir Ovcina (34 Jahre, 2,12 Meter, 11,42 Pkt u. 6,68 Reb pro Partie), dem jungen Power Forward Zachery Peacock (23 Jahre, 2,03 Meter, 13,68 Pkt u. 6,13 Reb pro Spiel) oder „Rückkehrer“ Maurice Jeffers (32 Jahre, 1,94 Meter, 9,9 Pkt pro Spiel, 46,4% Dreierquote) ist es auch Key nicht gelungen, ein Team zu formen, das konstant um den Sieg mitspielen kann. Durch kleinere Verletzungen von Leistungsträgern oder die Nachverpflichtung von Aufbauspieler Michael Jordan (kam vom MBC) kam immer wieder Unruhe in die Mannschaft.

Obwohl es im Hinspiel einen 75:67 Sieg für die TBB gab, bleibt Head Coach Henrik Rödl vorsichtig: „Es ist von außen schwer zu beurteilen, warum Gießen zwischenzeitlich eine solche Negativserie hinnehmen musste, aber ich glaube, dass diese Mannschaft sehr viel Qualität hat. Sie stehen mitten im Abstiegskampf, spielen Zuhause und sind daher sehr gefährlich. Auch in Trier haben wir nur knapp gewonnen und sind deshalb auf ein schweres Auswärtsspiel vorbereitet. Aber wir haben in dieser Saison auch auswärts schon gewonnen und gut ausgesehen. Auf diese Erfahrungen werden wir aufbauen und mit viel Selbstvertrauen in die Partie rein gehen. Die entscheidende Frage ist es, wie viel Energie wir noch haben und ob wir unseren Druck über das gesamte Spiel aufrecht erhalten können.“

New Yorker Phantoms Braunschweig

Auch gegen den aktuellen Tabellenfünften aus Braunschweig wurde das Hinspiel in der Arena Trier im Dezember mit 74:64 gewonnen, doch die New Yorker Phantoms befinden sich seit Wochen in starker Form und gehen in der heimischen Volkswagenhalle als Favorit in die Partie. So wurden die Phantome vor knapp zwei Wochen Vizepokalsieger und mussten sich im Finale nur den übermächtigen Brose Baskets aus Bamberg geschlagen geben.

Wirft man einen Blick auf den Kader, den Braunschweigs Head Coach Sebastian Machowski zur Verfügung hat, sind solche Erfolge wenig verwunderlich: Zwar mussten mit Heiko Schaffartzik und Yassin Idbihi (beide mittlerweile in Diensten von ALBA Berlin) im Sommer zwei deutsche Nationalspieler ziehen gelassen werden. Dennoch ist der Frontcourt der Braunschweiger ebenso imposant besetzt, wie die kleinen Positionen von starken Spielern eingenommen werden.

Unter dem Korb stehen mit Nick Schneiders (2,21 Meter), Jason Cain (2,09 Meter), Marcus Goree (2,01 Meter), Kyle Visser (2,11 Meter) reichlich lange und fähige Spieler zur Verfügung. Während es sich bei Schneiders sogar um den längsten Akteur der Beko BBL handelt, hat der mittlerweile 33-jährige Goree (11,9 Pkt, 5,6 Reb u. 1,1 Blk pro Spiel), der seine Europakarriere einst in Frankfurt begann, in allen internationalen Spitzenligen gespielt und eine imposante Titelsammlung vorzuweisen. Der Routinier im Braunschweiger Team gewann mit CSKA Moskau sogar bereits die Euroleague und das nicht als Ergänzungsspieler. Auch Visser
(8,9 Pkt u. 4,8 Reb pro Spiel) und Cain (10,4 Pkt u. 4,5 Reb pro Spiel) dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden.

Im Backcourt wirbelt mit Brandon Thomas (1,98 Meter, Shooting Guard), dem derzeit verletzten Tony Skinn (1,85 Meter, Point Guard), Kevin Hamilton (1,92 Meter, Point Guard) und LaMarr Greer (1,96 Meter, Point Guard/Shooting Guard) eine ganze Riege von US-Amerikanern, die vom nachverpflichteten Uros Duvnjak (1,90 Meter, Point Guard) verstärkt wird. Während Thomas (13,5 Pkt pro Spiel) bester Werfer der Phantoms ist, kümmern sich Skinn (3,4 Ast pro Spiel) und Hamilton (4,3 Ast pro Spiel) vermehrt um die Spielorganisation, können allerdings auch selbst punkten.

Braunschweig schickt eine kompakte Truppe auf das Parkett, vor der auch Henrik Rödl, trotz des 74:64-Hinspielerfolges in der Arena Trier, eine Menge Respekt hat: „Sebastian Machowski macht in Braunschweig eine sehr gute Arbeit und hat eine starke Mannschaft mit erfahrenen Spielern zusammengestellt. Seine Spieler wissen, wie man Basketball spielt und sind in der Lage, seine Vorgaben sehr gut umzusetzen. Das Ergebnis ist eine sehr solide Saison. Spätestens beim Pokal-Final Four war für alle ersichtlich, wie stark diese Mannschaft eigentlich ist und warum man Braunschweig auch in den Playoffs auf keinen Fall unterschätzen darf.“

Beide Partien, die eine Vorentscheidung im Kampf um den Playoff-Einzug liefern werden, sind im „Hochwald frische MilchIdeen LiveStream“ mit Christian Schmidt live und kostenlos zu verfolgen. Schmidt und sein Team melden sich je spätestens 30 Minuten vor Spielbeginn aus Gießen bzw. Braunschweig. Der Stream kann unter www.cs-media.info empfangen werden. Am Sonntag ab 16 Uhr kommt es in der Trierer Kultkneipe „CubiCulum“ dann auch zum (vorerst) letzten Public Listening der Saison, wenn die Fans der TBB Trier das Spiel gegen Braunschweig live und gemeinsam verfolgen wollen. Während der gesamten Übertragungszeit erwarten alle Zuhörer tolle Specials und verbilligte Getränke.

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