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"Zu Recht in der Spitzengruppe Europas"

Prof. Dr. Martin Henssler gehört zu den renommiertesten Rechtsexperten in Deutschland. Er ist unter anderem Vorsitzender der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages sowie Herausgeber und Autor wegweisender Publikationen im Bereich des ...
1305186720/img_Martin_Hensler.jpg... Arbeits-, Gesellschafts- und Anwaltsrechts. Nicht zuletzt gehört er dem Beirat der Beko Basketball Bundesliga an.

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Wie er die Liga aktuell sieht, was er von den Plänen des FC Bayern München hält und welcher Basketball-Moment im besonders im Gedächtnis haften geblieben ist, verrät er in folgendem Exklusiv-Interview.

Herr Prof. Henssler, Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht, Anwaltsrecht, dazu Vorträge und Reisen – wie sieht bei Ihnen ein Wochenende ohne Paragraphen aus?
Prof. Martin Henssler: „Wochenende ohne Paragraphen gibt es leider für mich schon länger nicht mehr. Häufig ist der Samstag ein ganz normaler Arbeitstag, da angesichts des unter der Woche gedrängten Terminkalenders viele Beiratstermine, Verlagsbesprechungen und auch Vortragstermine auf den Samstag gelegt werden. Und sonntags warten auf mich so schöne Beschäftigungen wie das Lesen von Doktorarbeiten oder die Arbeit an einer der zahlreichen Neuauflagen meiner Kommentare, Lehrbücher und Handbücher.“

„Der Freitagabend ist für Basketball reserviert“

Angesichts eines sehr dicht gedrängten Terminkalenders: Bleibt Ihnen überhaupt noch Zeit, sich sportlich zu betätigen?
Prof. Martin Henssler: „Insgesamt natürlich viel zu wenig, aber der Freitagabend ist grundsätzlich fest für Basketball reserviert, und ich bin mit einer Woche richtig unzufrieden, wenn ich diesen Termin nicht wahrnehmen konnte. Im Sommer spiele ich sonntags zudem gerne Beach-Volleyball, und mindestens einmal pro Woche plage ich mich bei einem Waldlauf – dank iPhone und Nike App kann man sich hier ganz gut motivieren.“

Anfang Februar dieses Jahres waren Sie erneut in „Sachen Basketball“ unterwegs. Sie haben an der Beiratssitzung der Beko BBL teilgenommen…
Prof. Martin Henssler: „Die Beiratstermine sind eine von mir wirklich gerne wahrgenommene Abwechslung. Ich nehme sie wichtiger als so manchen juristischen Pflichttermin. Gerade auf der letzten Sitzung gab es manch wichtige Grundsatzentscheidungen zu fällen, und Dirk Bauermann hat äußerst interessant seine Perspektive des deutschen Basketballs geschildert.“

„Ich liebe die Sportart“

Was hat Sie seinerzeit bewogen, im Beirat mitzuwirken?
Prof. Martin Henssler: „Punkt eins: Ich liebe die Sportart. Dann erschien es mir reizvoll, bei einer aufstrebenden, gut geführten Liga mitzuwirken. Ich bin Mitglied verschiedener wissenschaftlicher und politiknaher Beiräte, etwa Mitglied des Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium. Das sind aber alles Funktionen, die eng mit meinem Beruf verknüpft sind. Beim Beko BBL-Beirat geht es dagegen um ganz andere, für mich neuartige Themen. Zudem denke ich, dass ich bei den auch im Beirat immer wieder auftauchenden juristischen Fragestellungen – etwa zum Arbeitsrecht oder zu den europarechtlichen Einflüssen – mein Fachwissen einbringen kann.“

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Sportart Basketball?
Prof. Martin Henssler: „Schon als Schüler war Basketball meine Lieblingssportart. Als Student und später als wissenschaftlicher Assistent habe ich dann an der Uni Konstanz die dortigen tollen Möglichkeiten des Hochschulsports wahrgenommen. Zwar bin ich mit einer Länge von1,91 Meter für Basketballer klein, für ‚normale’ Sportler aber doch schon recht ‚lang’. Diesen Vorteil gegenüber anderen Hobbysportlern nimmt man beim Basketball gerne wahr, wenngleich es schon lange nicht mehr für einen Dunking reicht.“

„Der FC Bayern wird eine Bereicherung für die Beko BBL sein“

Sind Sie mit dem Abschneiden Ihres Teams zufrieden oder geht es Ihnen und Ihren Mitstreitern ausschließlich um den gesellschaftlichen Aspekt, sprich: Spaß an der Freud’?
Prof. Martin Henssler: „ Ich selbst spiele zwar im Verein, aber schon aus Zeitgründen nur in einer Feierabend-Mannschaft. Uns geht es tatsächlich nur um Spaß an der Bewegung, an gelungenen Spielzügen und schwierigen Korbwürfen. Das Ergebnis tritt ganz in den Hintergrund, trotzdem ist es so, dass man nach einem schlechten Spiel mit sich – und vor allem den Mitspielern – hadernd nach Hause trottet.

1305186741/img_Martin_Hensler__.jpgGibt es in der Liga einen Verein, dem Sie besonders die Daumen drücken?
Prof. Martin Henssler: „Nachdem die Köln 99ers leider in der Beko BBL nicht mehr vertreten sind, stehen mir die Telekom Baskets Bonn am nächsten. Ich trauere daher schon ein bisschen mit wegen der in diesem Jahr versäumten Play-off-Teilnahme. Prinzipiell schlägt mein Herz aber in einem Spiel für diejenige Mannschaft, die den schnellsten und spektakulärsten Basketball spielt.“

Mit dem FC Bayern München drängt eine Top-Marke mit aller Macht in die Beletage? Wie bewerten Sie das Engagement?
Prof. Martin Henssler: „Ich weiß, dass dieses Engagement nicht nur positiv gesehen wird, weil der FC Bayern sich nicht mit einer Nebenrolle begnügen, sondern Dominanz anstreben wird. Ich persönlich freue mich gleichwohl uneingeschränkt über diese Entscheidung: Sie tut dem Verein gut, weil sie ganz andere Mitglieder anspricht – und sie tut genauso dem deutschen Basketball gut. Ich bin sicher, der FC Bayern wird eine Bereicherung für die Beko BBL sein.“

„Alles spricht dafür, dass die bisherige Erfolgsgeschichte auch in den nächsten Jahren kontinuierlich weitergehen wird“

Es gibt diverse Spiele oder Spieler, die einem im Gedächtnis haften bleiben – zum Beispiel Kai Nürnberger und Chris Welp, die im EM-Finale 1993 in München Sekunden vor Schluss für die Entscheidung gesorgt haben? Mit welchem Ereignis, mit welchem Basketballer sind Ihre stärksten Erinnerungen verknüpft?
Prof. Martin Henssler: „Es ist das Schöne am Basketball, dass man doch häufig sehr enge Spiele erlebt, bei denen man bis zur letzten Sekunde mitfiebert. Deshalb bin ich mir über mein persönliches Top-Ereignis gar nicht so sicher. Enorm beeindruckt hat mich, wie bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft sowohl bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2002 in Indianapolis als auch bei der EM 2005 in Serbien & Montenegro jeweils Dirk Nowitzki die ganze deutsche Mannschaft unglaublich mitgezogen und mit dem Team – wenn auch nicht den Titel – so doch jeweils sensationelle Plätze erreicht hat. Das EM-Finale 1993 gegen Russland war natürlich schon deshalb etwas ganz besonderes, weil die Europameisterschaft im eigenen Land stattfand und die allgemeine Teilnahme daher viel größer war als bei sonstigen internationalen Basketballereignissen.“

Abschließend noch eine Frage zur Liga: Wo steht die Beko BBL aktuell und wo wird Sie in fünf Jahren stehen?
Prof. Martin Henssler: „Die Beko BBL wird nach meinem Eindruck sehr professionell und zugleich mit Begeisterung für die Sache gemanagt. Die gesamte Struktur ist in den letzten Jahren kontinuierlich solider geworden, so dass sich die Liga in Europa nicht nur von den Zuschauerzahlen zu Recht der Spitzengruppe zugehörig fühlen darf. Alles spricht dafür, dass die bisherige Erfolgsgeschichte auch in den nächsten Jahren kontinuierlich weitergehen wird. Allein der Umstand, dass der FC Bayern sich hier engagiert, zeigt sehr deutlich, dass Experten der Beko BBL eine glänzende Zukunft zutrauen. Das wird weitere Sponsoren anziehen. Auch hier gilt die bekannte Regel: Erfolge bringen weitere Erfolge hervor.“

Zur Person:

Prof. Dr. Martin Henssler, 57, ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln, des Instituts für Anwaltsrecht an der Universität zu Köln sowie Direktor des Instituts für Gesellschaftsrecht der Universität. Der Träger des Preises für gute Gesetzgebung studierte Rechtswissenschaften an der Uni Konstanz. 1983 promovierte der gebürtige Stuttgarter; 1990 habilitierte er. Er ist nicht nur Herausgeber und Autor wichtiger Publikationen im Bereich des Arbeits-, Gesellschafts- und Anwaltsrechts, sondern auch Präsident des Deutschen Juristentages.

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