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2:2-Bilanz am 1. Spieltag: Göttingen und Bonn patzen - Oldenburg und Artland mit Siegen

2:2-Bilanz am 1. Spieltag: Göttingen und Bonn patzen - Oldenburg und Artland mit Siegen

Mit unterschiedlichen Resultaten im Gepäck treten die Beko BBL-Teams in der FIBA EuroChallenge den Heimweg an. Während die BG Göttingen und die Telekom Baskets Bonn knappe Niederlagen kassierten, feierten die EWE Baskets und die Artland Dragons jeweils Siege zum Auftakt.
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Trotz widriger Ausgangsbedingungen lieferte die BG Göttingen zum Auftakt der EuroChallenge einen tollen Kampf.

Vor 10000 euphorischen Zuschauern im Sportpalast Tiflis unterlag die BG dem georgischen Meister BC Armia knapp mit 76:82. Die Veilchen traten ohne vier Spieler an. Knackpunkt im Spiel war die turmhohe Unterlegenheit bei den Rebounds.

Ersatzgeschwächt trat die BG in Tiflis an. Kurzfristig fiel auch Max Weber aus, nachdem er sich im Abschlusstraining die Nase brach. Gegen Armia, dass die Partie im Prinzip mit einer Sechser-Rotation bestritt (die hochklassig besetzte erste Fünf mit drei Ex-NBA-Spielern spielte durchweg mehr als 30 Minuten), hätte den Veilchen eine tiefere Bank noch mehr taktische Möglichkeiten gegeben.

Doch auch ohne die vier planmäßigen Rotationsspieler (Bailey, Grimaldi, Adamczak, Weber) lag ein Erfolg durchaus in Reichweite. Dass es am Ende nicht klappte, lag vor allem an den Rebounds. Mit einem Verhältnis von 30:51 ging der Kampf um die Bretter mehr als deutlich verloren. Vor allem die 20 offensiven Rebounds der Georgier brachten die Veilchen um ihre Siegchance. In der zweiten Hälfte fiel die Wurfquote Armias merklich ab (39,1 Prozent), doch durch zweite Wurfchancen blieben die Gastgeber stets einen Schritt vor der BG. Göttingen traf mit 46,8 Prozent aus dem Feld recht gut (47,6 Prozent Dreierquote). Paris Horne (22 Punkte) und Roberto Mafra (18 Punkte) trugen das Team in der Offensive.

Bei Armia war NBA-Akteur Sundiata Gaines mit 24 Punkten der Topscorer. Gaines’ Dreier bereiteten maßgeblich den Weg für Armias Auftakterfolg. Will Thomas spielte die kompletten 40 Minuten durch und sammelte ein Double Double (18 Punkte, 13 Rebounds). Als sehr fair erwies sich das georgische Publikum: Die Fans Armias verabschiedeten die BG-Mannschaft auf dem Weg aus der Halle in das Teamhotel mit anerkennendem Applaus.

Zum Spielverlauf:

Der Start in die EuroChallenge-Saison verlief verheißungsvoll. Roberto Mafra markierte vier schnelle Zähler zur 4:0 Führung der BG. Nach insgesamt ausgeglichener Anfangsphase leisteten sich die Veilchen einige unnötige Ballverluste. Armia nutze dies gekonnt aus und zog von 14:14 auf neun Punkte Differenz davon (14:23).

Göttingen kassierte elf gegnerische Punkte am Stück, ehe ein Dreier von Louis Dale die Schwächephase beendete (17:25). Dank eines starken Mafra konnte die BG sogar auf 26:28 verkürzen bis Gaines für Armia das Ruder übernahm. Zur Halbzeit hatte der US-Guard bereits 15 Punkte auf seinem Konto. Armia führte mit 43:34.

Die Veilchen spielten nach der Pause beherzt auf. Die Defense hatte sich gut auf Armia eingestellt und in der Offense setzte nun Paris Horne die Akzente. Bis auf drei Punkte arbeiteten sich die Veilchen an Armia heran (43:46; 47:50). Doch die Nachteile bei den Rebounds fielen gerade in dieser Phase immer wieder merklich ins Gewicht. Nach dreißig Minuten lag die BG so mit zehn Punkten in Rückstand (48:58).

Im Schlussviertel mobilisierten Horne und Co. noch einmal alle Kräfte. Näher als vier Zähler kam man aber nicht mehr an die Hausherren heran, die ihre zweiten und zum Teil dritten Wurfchancen immer dann nutzten, wenn es besonders darauf ankam.

„Die Mannschaft hat mit viel Herz gespielt!”, war BG-Trainer Stefan Mienack trotz Niederlage stolz auf seine Mannschaft. Mienack weiter: „Wir haben super gekämpft und am Ende knapp verloren. Man kann die Niederlage auf die Rebounds reduzieren! Spieler mit der Qualität eines Sundiata Gaines treffen in den entscheidenden Phase halt ihre Würfe. Ich hoffe wir können die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, mit in die Beko BBL rüber nehmen.”

Punkte BG Göttingen: Ahelegbe 7, Dale 10, Horne 22, Noch, Saunders 13, Sykes 6, Mafra 18

Punkte BC Armia: Richardson 17, Babiashvili, Boisa 4, Thomas 18, Kjellbom 9, Diaz 10, Sakvarelidze, Gaines 24

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Quelle: BG Göttingen

Schwaches letztes Viertel kostet Auftaktsieg

Telekom Baskets Bonn
1320781431/img_Simonas_Serapinas_Telekom_Baskets_Bonn.jpgDie Telekom Baskets Bonn sind mit einer Niederlage in die FIBA EuroChallenge gestartet. Beim weißrussischen Meister BC Minsk 2006 musste sich die Mannschaft von Trainer Michael Koch mit 71:79 (23:14, 16:23, 23:18, 9:24) geschlagen geben. Nach drei starken Vierteln mussten die Deutschen im Schlussabschnitt eine ganze Serie gegnerischer Dreier hinnehmen, welche die Gastgeber auf die Siegerstraße führten. Bester Werfer auf Seiten der Baskets war Simons Serapinas mit 17 Punkten. Für Minsk avancierte Allaksandr Kudrautsau mit 24 Zählern zum Topscorer.

Bonn kam im gut 1.400 Kilometer entfernten Minsk gut in die Partie und riss früh im ersten Viertel nach einem 12:0-Lauf das Geschehen an sich (9:19, 8. Minute). Zwei Dreier des von der Bank kommenden Zvonko Buljan sorgten dafür, dass die Baskets den Vorsprung zunächst konservieren konnten, ehe die Hausherren den Rückstand mit einem Kraftakt verkürzten (28:32, 15. Minute). Die Weißrussen machten weiter Druck, doch dank eines bestens aufgelegten Duos um Jared Jordan (je fünf Punkte und Assists vor der Pause) und Chris Ensminger (13 Punkte, fünf Rebounds) blieb die Führung auch zum Seitenwechsel in deutscher Hand (37:39, 20. Minute).

Ein Dreier von DeVon Hardin stellte kurz nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich her (47:47, 25. Minute). Bonn ließ sich davon jedoch nicht aus dem Tritt bringen und schlug ebenfalls von jenseits der 6,75 Meter-Linie zurück. Simonas Serapinas, an diesem Abend Bonns eifrigster Punktesammler mit insgesamt 17 Zählern, schlug aus der Distanz zu und initiierte damit einen 10:2-Run, den Minsk nur durch eine Auszeit stoppen konnte (49:57, 28. Minute). Mit dem Momentum auf ihrer Seite gingen die Rheinländer ins letzte Viertel, wo sich die bis dahin von „Downtown“ eher schüchternen Weißrussen plötzlich doch noch als gute Schützen erwiesen. Gleich vier Dreier netzte Minsk in den finalen zehn Minuten ein und wendete damit in Windeseile das Blatt zu seinen Gunsten (73:68, 36. Minute). Bei den Baskets lief in der Schlussphase offensiv zu wenig zusammen, um einen dritten Run aufs Parkett zu bringen und die Partie noch zu drehen.

Gerade in der ersten Hälfte konnten sich die Basket auf die Dienste von Jared Jordan verlassen. Der quirlige Aufbau schaltete und waltete im Angriff fast nach belieben, verteilte schon vor dem Pausentee fünf direkte Korbvorlagen. Nach dem Seitenwechsel agierte Minsk aggressiver gegen den Amerikaner, nahm ihm zunehmendst die Anspielstationen weg, was zur Folge hatte, dass Jordan die Partie schlussendlich mit sechs Assists beendete. Der Baskets-Spielmacher stellte sich trotz Sonderbewachung in den Dienst und griff sich insgesamt elf Rebounds, was an diesem Abend einen teaminternen Bestwert bedeutete.

Im ersten Viertel nahm Minsk nicht einen einzigen Dreierversuch. Während des zweiten Abschnitts schickten Kudrautsau und Co. fünf Distanzschüsse auf die Reise gen Ring, wobei sie zwei Treffer verbuchten. Im dritten Viertel netzten die Weißrussen zwei von vier Dreiern ein, um im entscheidenden Schlussakt mit vier Treffern von „Downtown“ bei nur sechs Versuchen zu glänzen.

Telekom Baskets Bonn: Serapinas (17/3 Dreier), Ensminger (13), Veikalas (2), Buljan (14/2), Mangold (0), Thülig (1), Jordan (12, 11 Rebounds, 6 Assists), Hain (0), Gaffney (12, 8 Rebounds), Wohlfarth-Bottermann (dnp)

BC Minsk 2006: Kojenets (1), Hawkins (12/2), Semianiuk (dnp), Lashkevich (8), Charko (dnp), Trastsinetski (14/3), Hardin (6), Vergun (dnp), Knox (2), Eldridge (12/1), Kudrautsau (24/2)

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Quelle: Telekom Baskets Bonn

Wichtiger Auswärtssieg zum Auftakt

EWE Baskets Oldenburg
1320780389/img_Adam_Chubb_EWE_Baskets_Oldenburg.jpgZwei Tage nach der deutlichen 67:97-Abfuhr bei ALBA BERLIN haben sich die EWE Baskets Oldenburg erfolgreich zurückgemeldet. Zum Auftakt der EuroChallenge setzte sich der Beko Basketball-Bundesligist mit 77:72 beim slowakischen Vertreter BK Nitra durch. Adam Chubb (23 Punkte) und Bobby Brown (22) legten den Grundstein für den Erfolg, der auf dem erhofften Weg ins Top16 des Wettbewerbs von großem Wert sein könnte.

Jetzt sind die Oldenburger zweimal binnen drei Tagen zuhause gefordert: Am Sonntag gastiert Phoenix Hagen ab 18 Uhr in der EWE ARENA, am folgenden Dienstag, 15. November, folgt das EuroChallenge-Heimspiel gegen den spanischen Vertreter Baloncesto Fuenlabrada. Für das Beko BBL-Spiel gibt es momentan noch knapp 300 Karten, für das Gastspiel von Fuenlabrada sind vergünstigte Tickets in allen Arena-Bereichen verfügbar. Eintrittskarten gibt es zum bequemen Selberdrucken online unter www.ewe-baskets.de/tickets oder an einer der vielen Vorverkaufsstellen in ganz Deutschland.

In Nitra präsentierten sich die Baskets nach dem ernüchternden Sonntag verbessert, angesichts der 30-Punkte-Niederlage bei ALBA aber verständlicherweise noch nicht wieder mit vollständig wiederhergestelltem Selbstbewusstsein. Nur ein einziges Mal (2:0, 1. Minute) lagen die Gastgeber bei ihrem ersten internationalen Auftritt in Führung, mit Ausnahme der 19. Minute (38:38) hielten in der Folge die Oldenburger den Vorsprung in ihren Händen. Zwar wurde es kurz vor Schluss nach der vermeintlichen Vorentscheidung (72:62, 35.) noch einmal etwas knapper, als Nitra einen 5:0-Lauf einstreute, doch hielten die Baskets-Nerven dem Drängen der hochmotivierten Hausherren stand. Herausragend beim Vizemeister aus der Slowakei war Denis Clemente: Er erzielte 29 Punkte.

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Quelle: EWE Baskets Oldenburg

Dragons holen EuroChallenge-Auftaktsieg

Artland Dragons
1320781512/img_Adam_Hess_Artland_Dragons.jpgDie Artland Dragons sind mit einem Sieg in die EuroChallenge gestartet. Bei Keravnos Strovolou auf Zypern gewann die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch 93:81 (44:45). Die Quakenbrücker Basketballer brauchten ein wenig, um ins Spiel zu kommen und holten zur Halbzeitpause einen 15-Punkte-Rückstand auf.

Im dritten Viertel erarbeiteten sich die „Drachen“ einen genauso hohen Vorsprung, gaben diesen im Schlussabschnitt aber wieder her (72:72/37.). Doch der deutsche Vertreter in der Gruppe H fand einen Weg, sich wieder zu stabilisieren und gewann am Ende mit deutlichem Vorsprung. Bester Dragons-Akteur war Anthony King mit 21 Punkten und zwölf Rebounds. Für Keravnos traf Marcus Moore am häufigsten (18 Zähler).

Die Dragons waren arg gebeutelt nach Zypern gereist, ohne die angeschlagenen Nathan Peavy und Florian Hartenstein. Zwar nahm Bryan Bailey auf der Bank Platz, aber auch der US-Guard konnte nicht spielen, sodass Koch nur neun einsatzfähige Spieler zur Verfügung standen. Zu Beginn der Partie entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams mit leichten Vorteilen auf Seiten der zyprischen Gastgeber. Vor allem die deutlich bessere Trefferquote von Keravnos sorgte dafür, dass die Mannschaft aus Nikosia sich von 13:13 (7.) über 15:21 (9.) auf 18:27 zum Viertelende absetzte.

Einen ganz schlechten Start erwischten die Artländer „Drachen“ dann in den zweiten Abschnitt. Nach einem 0:6-Lauf sah sich die Koch-Truppe 15 Punkte in Rückstand (18:33/11.). Aber die Dragons hatten das Spiel noch längst nicht aufgegeben und kämpften sich mit einem 7:0-Lauf wieder ein wenig heran. Auch ein kleiner Keravnos-Zwischenspurt zum 25:37 (13.) entmutigte die Gäste aus dem Artland nicht. Kapitän Darren Fenn startete mit zwei Dreiern die Aufholjagd, die Anthony Hilliard in der 19. Minute zum 39:37 abschloss. Fünf Punkte in Folge von Moore brachten die Dragons wieder in Rückstand, doch Hilliard verkürzte kurz vor der Halbzeitpause auf 44:45.

Nach den Kabinenansprachen blieb das Spiel zunächst ausgeglichen, Panagiotis Trisokkas brachte die Zyprer durch zwei Freiwürfe 49:50 in Front (23.). Aber die Gäste aus Deutschland schienen sich nun gefangen zu haben. Nach und nach bauten sie ihre Führung aus auf 58:50 (25.) und nach zwei Dreier von Adam Hess auf 64:54 (27.). Nach einem weiteren Dreier von David Holston war der Vorsprung auf 15 Punkte angewachsen (62:57/29.). Vor dem Schlussabschnitt verkürzte Samuel Haanpää auf 72:60.

Dieses Mal war der Start der Quakenbrücker in die letzten zehn Minuten nicht nur schlecht, sondern miserabel. Durch einem 0:12-Lauf glichen die Gastgeber die Partie in der 35. Minute zum 72:72 aus. Die Dragons kamen erst Mitte des Abschnitts zu ihren ersten Punkten in diesem Viertel, Holston traf zum 74:72 (36.). In den folgenden drei Minuten ließen die Dragons keinen gegnerischen Korb mehr zu, während sie selber wieder auf 86:72 davonzogen (39.). Der Widerstand der Zyprer war nun endgültig gebrochen, sodass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, da man nicht vergessen darf, dass wir auswärts gespielt haben, und zwar ohne Bryan Bailey und ohne Nathan Peavy. Wir haben uns in der Anfangsphase sehr schwer getan, einen Rhythmus an beiden Enden des Feldes zu finden. Das soll jetzt nicht wie eine Ausrede klingen, aber im Vergleich zu der Außentemperatur war es in der Halle fast eisig kalt. Das war für uns sehr ungewohnt. Nach dem 18:33-Rückstand haben wir dann aber bis zur Pause dominiert, was uns Selbstvertrauen für die zweite Halbzeit gegeben hat, und wir wussten, was wir zu tun haben. Ich war nicht sonderlich besorgt, als wir im letzten Viertel so lange keine Punkte erzielt haben, da das Spiel von Läufen geprägt war und ich wusste, dass wir in einer anderen Konstellation auf dem Feld auch wieder besser aussehen werden.“

Keravnos Strovolou: Veselovs (6 Punkte), Moore (18/1 Dreier, 3 Assists), Pilavas (2), Frazier (13/1), Katsiamides (n.e.), Zaric (n.e.), Trisokkas (13), Haanpää (11/1, 8 Rebounds), Dragicevic (3/1), Mandache (3 Assists), Hatcher (9/1), Chan (6).

Artland Dragons: Hilliard (15/2), King (21, 12 Rebounds), Strasser (7/1), Njei, Holston (14/3, 4 Assists), Bailey (n.e.), Grünheid (2), Doeinck, Fenn (16/3), Hess (18/3).

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Quelle: Artland Dragons
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