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22 Ballverluste kosten Bonn die Chance auf den Sieg

22 Ballverluste kosten Bonn die Chance auf den Sieg

Die Telekom Baskets Bonn haben am 23. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga eine empfindliche 78:87 (19:17, 17:21, 23:22, 19:27)-Niederlage bei Phoenix Hagen einstecken müssen. Über 35 Minuten begegneten sich die zwei Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen ...
... auf Augenhöhe, ehe die Gastgeber mit einem 13:1-Run die Vorentscheidung herbeiführten. Den Baskets - bei denen Center Chris Ensminger (21 Punkte, 20 Rebounds) seit dem 14. Januar 2007 erstmals in einem Ligaspiel wieder einen Dreier versenkte - fehlten auf der Schlussgeraden die offensiven Mittel, um ein Comeback und damit einen Sieg zu realisieren.

Vor 3.003 Zuschauern, darunter rund 150 lautstarke Fans aus Bonn begann Headoach Michael Koch, der auf den verletzten Alex King (Bänderriss im Fuß) verzichten musste, die Partie mit der Startformation um Chris Ensminger, Tim Ohlbrecht, Jeremy Hunt, Nic Wise und Folarin Campbell. Bonn versuchte mit allen Mitteln das Tempo der Partie zu verschleppen und Hagen beim Ballvortrag früh zu stören, was sich unmittelbar auf der Anzeigetafel bemerkbar machte (4:4, 4. Minute). Nach und nach kamen die Gastgeber besser in die Begegnung, wurde aber weiterhin daran gehindert, gleich reihenweise Würfe aus der Distanz zu nehmen - und vor allem zu treffen. Keine Mannschaft konnte sich nennenswert absetzen und so war es Nic Wise vorbehalten das erste Viertel mit einem Jumper aus der Mitteldistanz zu schließen (17:19).

Der Baskets-Spielmacher nutzte die Gunst des heißen Händchens und eröffnete den zweiten Abschnitt von jenseits der 6,75m-Linie zur bislang größten Führung für die Rheinländer (17:22, 11. Minute). Der Treffer von außen hätte als Initialzündung dienen können. Doch der Konjunktiv nahm nicht am NRW-Duell teil, Hagen konterte mit einem langgezogenen Lauf, den Coach Koch mit einer taktischen Auszeit beendete (35:29, 18. Minute). Bitterer Nebeneffekt: Jeremy Hunt musste mit drei frühen Fouls auf die Bank, um für die zweite Hälfte noch ausreichend zur Verfügung zu stehen. Auf dem Feld führten Wise und Chris Ensminger die Gäste wieder an die Hausherren heran, die einen knappen Vorsprung mit in die Kabine retteten (38:36).

Nach Wiederanpfiff verschwendete Bonn keine Zeit damit, die Führung zu übernehmen. Im Doppelpack schlugen Hunt und Tim Ohlbrecht aus der Distanz zu - sehr zur Freude der mitgereisten Fans im Baskets-Block (38:42, 21. Minute). Ein guter Start, der Hoffnung auf mehr offensive Produktivität machte. Doch es sollte komplett anders kommen. Hunt, der versuchte einen Ballverlust von Folarin Campbell auszubügeln, bekam sein viertes Foul gepfiffen und wurde wieder auf die Bank zitiert. Offene Würfe waren auf beiden Seiten Mangelware, sodass Bonn rund fünf lange Minuten aus dem Feld keinen Erfolg verbuchen konnte. Schließlich erlöste Ensminger die Gäste mit einem Leger (50:47, 27. Minute). Der 37-jährige Center-Veteran rackerte unbeirrt am gegnerischen Brett, und verlor ob eines Technischen sowie Unsportlichen Fouls von Tim Ohlbrecht zudem einen wichtigen Nebenmann in Zonennähe. Also nahm Ensminger die Angelegenheit selbst in die Hand und netzte kurz vor dem Viertelende einen weiten Dreier mit der Sirene zum Anschluss ein (60:59). Der letzte reguläre Distanztreffer des Centerspielers in einem Ligaspiel datiert übrigens auf den 14. Januar 2007 zurück - damals stand Ensminger in Bamberger Diensten und unterlag mit den Franken in Leverkusen 62:71.

Der vollkommen unerwartete Dreier des Routiniers schien Ensmingers Mitspieler darin zu bestärken, den Ball öfter in den Lowpost zu bringen. Bonn attackierte vermehrt die Hagener Zone. Fing sich auf der Gegenseite aber einige leichte Körbe (67:65, 33. Minute). So spannend und eng die Partie bis dahin verlaufen war, so unerklärlich gelang es den Volmestädtern, sich plötzlich abzusetzen. Schon wärend des gesamten Spiels stand die hohe Fehlerquote einer Führung der Baskets im Wege. Rekordverdächtige 22 Ballverluste machten es dem Koch-Team unmöglich, dass Spiel in die Hand zu bekommen. Folarin Campbell alleine schaffte das „Kunststück" gleich neunmal den Ball zu verlieren. Da nutzte auch Kampf und Einsatz wenig. Am Ende waren es die Turnovers, die den Telekom Baskets das Genick brachen.

Bedingt durch die Bonner Fehler startete Hagen im letzten Spielabschnitt einen 13:1-Lauf zu einer komfortablen 80:66-Führung in der 37. Minute. Mit der erbarmungslos heruntertickenden Uhr im Nacken versuchten die Baskets ein offensives Comeback zu lancieren, doch die Gastgeber ließen sich die frisch aufgetragene Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):
„Die Geschichte des Spiels ist, dass wir durch unsere 22 Ballverluste viele einfache Punkte abgegeben. Normalerweise sollte man auswärts mit 78 Punkten eine Siegchance haben, zumal wie das Reboundduell 47:30 gewonnen haben. In den entscheidenden Phasen haben wir Hagen zu einfach zum Zuge kommen lassen, während wir jedes Mal für unsere Punkte kämpfen mussten. Wir haben viele Vorteile aus unserer großen Rotation am Brett gezogen, wie sich auch an der Punkteverteilung ablesen lässt, müssen dahingehend aber noch stabiler werden.

Telekom Baskets Bonn:
Hauer (dnp), Ensminger (21/1, 20 Rebounds), Hunt (6/1), Campbell (11/1), Thülig (0), Wise (13/1), Jaacks (2), Flomo (7), Ohlbrecht (14/3, 8 Rebounds), Koch (dnp), Tyndale (4)

Phoenix Hagen:
Pryor (10), Bell (22/4, 6 Assists), Schwarz (dnp), Jonusas (7/1), Wilkins (dnp), Spohr (dnp), Kruel (7), Burtschi (13/1, 6 Assists), Seward (4, 11 Rebounds), Dorris (14), Terwilliger (10)

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