FB Twitter Instagram YouTube Google+
66:73-Heimniederlage gegen die FRAPORT SKYLINERS

66:73-Heimniederlage gegen die FRAPORT SKYLINERS

Kein einziges Mal geführt. Das klingt zunächst nach einer deutlichen Klatsche, auch Igor Perovic gratulierte Coach Muli Katzurin zu einem natürlich verdienten Sieg. Doch wenn man sich die Viertelergebnisse anschaut, so fällt auf, dass lediglich das erste Viertel verloren wurde. Die Tigers taten sich sehr schwer, ins Spiel zu kommen, begeisterten aber in der zweiten Hälfte die knapp 2700 Zuschauer in der Paul Horn-Arena. Perovic nahm seine Spieler nach dem Spiel etwas in Schutz: „Einige waren sehr nervös zu Beginn, deswegen sind die Würfe auch nicht gefallen. In der Halbzeit habe ich ihnen gesagt, sie sollen sich entspannen. Ich glaube an unser Spiel, wir haben die Qualität. Wir kämpfen immer, am Ende hatten wir sogar eine kleine Siegchance. Die nächsten Spiele werden natürlich nicht leichter, das ist ein wirklich schweres Auftaktprogramm. Aber wir werden in jedem Spiel alles geben.“
Beide Teams begannen recht nervös und so gab es auf beiden Seiten zahlreiche Fehlwürfe. So zierte nach stolzen vier Minuten noch ein mageres 0:2 die Anzeigetafeln der Arena. Während die Gäste aus Frankfurt dann etwas besser ins Spiel kamen benötigten die Tiger noch bis zur sechsten Minute, ehe Reggie Redding den ersten Tübinger Korb zum 2:6 erzielen konnte. Kurz darauf Frankfurts Danilo Barthel seinen dritten Korb in Folge, sodass sich Tübingens Coach Perovic beim Stand von 2:8 zu seiner ersten Auszeit genötigt sah. Punkten taten jedoch in den nächsten Minuten weiterhin nur noch die Gäste. 90 Sekunden vor dem Viertelende konnte Vaughn Duggins von der Freiwurflinie auf 4:13 verkürzen. Ein Viertel, in dem nie so etwas wie Spielfluss aufkam und den Hausherren nur ein Feldkorb gelang, endete mit einem ernüchternden 7:19.

Und auch der zweite Abschnitt begann mit zwei Fehlwürfen für die Tigers, ehe Josh Young von der Freiwurflinie etwas verkürzen konnte. Glücklicherweise trafen aber auch die SKYLINERS nicht gut, was sicher auch der beweglichen Verteidigung der Hausherren zu verdanken war. Ganze zwölf Minuten waren gespielt, als Tyrone Nash endlich einen Dreier traf – der verzögerte Start in die Saison? Leider noch nicht. Bereits eine Minute später hatte Velimir Radinovic sein viertes Foul gesammelt und nahm fortan auf der Bank Platz. Und nun taten sich auch einige Lücken in der Verteidigung auf, sodass die Gäste etwas davon ziehen konnten (12:28, 14. Minute). Doch die Tigers kämpften sich wieder heran: Die Initialzündung lieferte Akeem Vargas mit einem Dreipunktspiel und die Schwaben spielten endlich das angekündigte schnelle Spiel. Aber sie nahmen sich schnell selbst wieder aus dem Spiel, indem einfache Würfe nicht fielen und ein technisches Foul gegen Redding hinzukam. Die Folge war ein verdienter zwölf-Punkte-Rückstand zur Halbzeitpause (26:38).

Wer hätte gedacht, dass die Paul Horn-Arena nur wenige Minuten nach Beginn des dritten Viertels brodelte? Zunächst erlaubten sich die Tiger noch einen Turnover, ehe zunächst Louis Campbell den Ball durch die Frankfurter Reuse stopfte. Vier weitere Tübinger Zähler und ein Dikembe-Mutombo-Gedächtnis-Block von Nash folgten, ehe ein Dreipunktspiel von Duggins zum 35:38 die Halle zum Beben brachte. Nach einer Frankfurter Auszeit waren die Gäste wieder konzentrierter und schlossen in Person von Justin Gray die nächsten drei Angriffe erfolgreich ab. Beim Stand von 37:44 (25.) nahm Perovic eine Auszeit, um den Frankfurter Lauf zu stoppen. Die ersten Zähler von Adnan Hodzic sowie ein erfolgreicher Distanzwurf von Duggins brachten die Tiger wieder in Schlagweite (42:46; 27.). In der Schlussphase des Viertels erlaubten sich die Tiger dann aber wieder zu viele Fehler, weshalb der Rückstand vor der letzten Viertelunterbrechung wieder auf 45:53 anwuchs.

Der Start in den Schlussabschnitt war wiederum ernüchternd. Einen Fehlwurf von Nash beantworteten die Gäste mit einem Dreier. Und es sollte noch schlimmer kommen: Der gut spielende Ruben Spoden (Sonderlob von Perovic) bekam zwei schnelle Fouls gepfiffen und musste mit seinem fünften Foul das Feld verlassen. Der Spielfluss beider Teams wurde nun durch viele Pfiffe der Unparteiischen unterbrochen, es kam kaum einmal zu zwei aufeinanderfolgenden Spielzügen. Dennoch blieben die Tigers in Schlagweite, so stand es fünf Minuten vor dem Ende 56:63. Die Ganzfeld-Mannverteidigung stand gut und erlaubte den Frankfurtern keine leichten Punkte mehr. Aber erneut kam es bitter für die Hausherren, als vier Minuten vor dem Ende Redding nach einem knappen Offensivfoul mit dem fünften Foul vom Feld musste. Ansehnlich war das Spiel nun nicht mehr, da die Punkte zum Großteil von der Freiwurflinie erzielt wurden. Da dies jedoch auf beiden Seiten gleich war, änderte sich an der Punktedifferenz nichts mehr groß. Doch dann schöpften alle Tigers-Anhänger doch noch einmal Hoffnung, als der pfeilschnelle Josh Young per Fastbreak und Duggins per Dreier 75 Sekunden vor dem Ende auf 66:69 verkürzten. Dass es letztlich doch nicht für die Überraschung reichte, lag an dem schwachen ersten Viertel und an Kleinigkeiten: Eine Unaufmerksamkeit beim Rebound hier oder ein unglückliches Offensivfoul dort sorgten letzten Endes für die 66:73-Niederlage. Dennoch waren die Fans nicht unzufrieden und können hoffen, dass die Tigers in Zukunft öfter das Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen.

Die Wechselbörse 2017/18

Immer auf dem aktuellen Stand!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport