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90:79 Heimsieg über den Play Off-Kandidaten

90:79 Heimsieg über den Play Off-Kandidaten

Damit haben viele wohl nach der deutlichen 83:55-Niederlage in Bonn vom Freitag nicht gerechnet: Das Team des BBC Bayreuth knüpfte am Sonntagabend an die Leistung des letzten Heimspieles gegen Trier an und konnte durch einen 90:79 (39:31) Heimsieg den zweiten Erfolg in eigener Halle am Stück einfahren. Durch den Sieg konnte die Mannschaft von Trainer Andreas Wagner punktemäßig mit dem Mitteldeutschen BC gleichziehen, nur noch der direkte Vergleich spricht derzeit für die Wölfe.
2.800 Zuschauer in der Oberfrankenhalle sahen zunächst die ersten Punkte durch Ekene Ibwekwe und in der zweiten Minute nach einem Dreier von Alex Harris zum 4:5 die erste – und einzige – Führung der Gäste. Ludwigsburg konnte nach der passenden Bayreuther Antwort, einem Dreier von Danny Gibson, zum 7:7 ausgleichen, ehe Jared Reiner einem erfolgreiches Dreipunkt-Spiel einen weiteren Korb folgen ließ und Danny Gibson mit einem weiteren Dreier zum 15:7 (4.) einnetzte. EnBW-Trainer Markus Jochum nahm eine Auszeit, aus der sein Team hervorragend aufs Spielfeld zurückkam. Bis zur siebten Minute folgte nämlich der Ausgleich, an dem Alex Harris mit zwei weiteren Dreiern großen Anteil hatte. Auch auf Bayreuther Seite gab es eine Auszeit, nach der Ekene Ibekwe zunächst das Publikum mit einem krachenden Dunking von den Sitzen riss, ehe er von der Freiwurflinie aus zum 19:15 nach zehn Minuten einnetzte.

Auch in den zweiten Abschnitt startete der BBC besser, Pete Campbell, Jaivon Harris und Steve Wachalski trafen, bei Ludwigsburger Punkten von Rick Rickert, zum 25:17 (14.). In der 16. Minute folgten zwei Körbe von Jared Reiner, ehe Alex Harris per Dreipunkt-Spiel auf 29:22 verkürzte. In der 18. Minute verwandelte zunächst Danny Gibson zum 33:24, ehe sich auf der Gegenseite Johannes Lischka beim Dunking verschätzte und nicht „stopfen“ konnte. Sekunden später erhielt er ein technisches Foul, aus dem der BBC lediglich einen Freiwurf, Danny Gibson traf, ernten konnte. In der letzten Minute war es erneut Alex Harris, der mit einem Dreier den Rückstand auf 36:31 verkürzen konnte doch auch Danny Gibson traf nochmals aus der Distanz, so dass es beim 39:31 in die Pause ging.

Ein erfolgreiches Dreipunkt-Spiel von Marcus Ginyard eröffnete die zweite Halbzeit. In der 23. Minute folgte einer der Höhepunkte des Abend: Fast Break BBC, der Ball gelangt über Drew Neitzel zu Ekene Ibekwe, der spektakulär per Alley Oop abschließt – 48:35. Nach der folgenden Auszeit der Schwaben erhöhte Drew Neitzel gar auf 51:35. Dieser Vorsprung von 16 Zählern hatte in den folgenden Minuten bestand, auch in der 27. Minute, als erneut Ekene Ibekwe im Fokus stand. Zunächst verwandelte er mit einem Tip In zum 60:44, dann blieb er kurz am Boden liegen. Bei der Aktion stieß er in der Luft unglücklich mit John Bowler zusammen, die beiden Spieler fallen unsanft aufs Parkett. Einige Minuten musste Ibekwe in den Sanitätsraum, um mit einem Klammerpflaster zurückzukehren. Auf dem Spielfeld strengten sich die Gäste an, den Rückstand zu verringern, was auch in Maßen gelingen sollte. Vor allem sechs Zählern von Jerry Greene halfen auf 64:52 heranzukommen.

Beim Stand von 65:54 ging es in den letzten Abschnitt, in dem zunächst ein weiterer Gibson-Dreier im Korb der Barockstädter zappelte, ehe der behandelte Ekene Ibekwe einen sehenswerten Block gegen Ludwigsburgs Top-Skorer Alex King auspackte. Der Vorsprung wuchs in der 34. Minute nach Punkten von Drew Neitzel gar auf 18 Punkte an. Doch dieser war nur eine Minute später halbiert: Dreimal nahmen die Gäste von außen Maß, Siim-Sander Vene, Alex Harris sowie Donatas Zavackas trafen zum 74:65. Schon in der nächsten Aktion, als Drew Neitzel auf Jared Reiner auflegte, war die Führung wieder zweistellig und spätestens nach dem zweiten Neitzel-Dreier des Abends, viel Luft war noch zur Dreierlinie, durften die ersten Jubelgesänge angestimmt werden. 81:68 stand es zu diesem Zeitpunkt, der 38. Minute. Doch auch in der Crunch Time, in der die meisten Punkte an der Freiwurflinie gesammelt wurden, gelang es den Gästen nicht, entscheidenden Boden gut zu machen. Am Ende gewann der BBC mit 90:79 und – für das Selbstvertrauen sicher nochmals ein Schub – auch den direkten Vergleich gegen die Schwaben, die im Hinspiel nach Verlängerung mit 98:94 die Oberhand behielten.

Auf dem Spielplan des BBC, der nun nur noch durch den direkten Vergleich hinter dem Mitteldeutschen BC auf Tabellenplatz 17 rangiert, stehen zwei weitere Heimspiele. Am kommenden Sonntag, 27. März, gastieren um 17 Uhr zunächst die Eisbären Bremerhaven in Bayreuth, ehe am Donnerstag, 31. März, ratiopharm Ulm nach Bayreuth reist. Die Partie beginnt um 19:30 Uhr. Tickets für beide Partien gibt es beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60), der Theaterkasse (Opernstraße 22) sowie unter tickets.bbc-bayreuth.de

Trainerstimmen:

Markus Jochum (EnBW Ludwigsburg): „Bayreuth hat absolut verdient gewonnen. Wir haben es an Einstellung und Intensität vermissen lassen und dies heute zu spüren bekommen. Wir hatten Freitag ein sehr intensives Spiel, vielleicht denkt die Mannschaft, wenn man das schafft, wird man das Spiel hier auch schaukeln. Wir haben Bayreuth heute regelrecht aufgebaut, nach den Ausgleich drei Ballverluste gehabt. Das war im ganzen Spiel ähnlich. Wir haben das Reboundverhältnis mit 35:19 verloren, das ist für mich ein reines Indiz für Wille, der Wille war bei Bayreuth da.“

Andreas Wagner (BBC Bayreuth): „Wir haben nach der Niederlage in Bonn heute die richtige Reaktion gezeigt. Jeder hat für den anderen gespielt und alle haben den Sieg gewollt. Insbesondere Ekene Ibekwe und Danny Gibson haben sich heute mit starken Leistungen für das letzte Spiel in Bonn erfolgreich rehabilitiert. Auch Stefan Schmidt hat insbesondere in der Defensive stark gearbeitet und Jared Reiner Luft verschafft. Pete Campbell hatte schon vor dem Spiel in Bonn eine Oberschenkelzerrung und musste deswegen erneut kürzer treten. Wir hatten eine gute Trainingswoche und die Arbeit hat sich heute ausgezahlt.“

BBC Bayreuth – EnBW Ludwigsburg
90:79 (19:15;20:16;26:23;25:25)

BBC Bayreuth: Gibson 22, Reiner 19, Ibekwe 16, Neitzel 12, Ginyard 9, Harris 5, Wachalski 5, Campbell 2, Schmitz 0, Schmidt 0. Dreier: Gibson 5, Neitzel 2.

EnBW Ludwigsburg: Harris 29, Zavackas 11, Bowler 10, Bailey 8, Green 8, Vene 7, Rickert 4, Lischka 2, McCray 0. Dreier: Harris 5, Bailey 2, Vene 1, Zavackas 1.

Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 53% (33 von 62), Ludwigsburg 47% (26 von 55)
Dreierquote: Bayreuth 67% (7 von 19), Ludwigsburg 39% (9 von 23)
Freiwurfquote: Bayreuth 85% (17 von 20), Ludwigsburg 56% (18 von 21)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 35 (24/11), Ludwigsburg 19 (15/4)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 9/14/2/5, Ludwigsburg 8/15/0/1
Fouls: Bayreuth 20, Ludwigsburg 19

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