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ALBA Berlin heute eine Nummer zu groß

ALBA Berlin heute eine Nummer zu groß

Die New Yorker Phantoms mussten am dritten Spieltag der Spielzeit 2011/12 eine Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft von Sebastian Machowski verlor vor der Saisonrekordkulisse von 3728 Zuschauern gegen den souverän aufspielenden Titelkandidaten ALBA Berlin mit 68:87 (26:47). Mit 13 Punkten und 4 Steals war Immanuel McElroy bester Braunschweiger in der Volkswagen Halle. Doch bereits zur Halbzeitpause war die Partie so gut wie gelaufen. In der Tabelle finden sich die Okerstädter auf Platz 13 wieder.
McElroy legte gegen seinen Ex-Klub los wie die Feuerwehr und brachte seine Farben mit sieben Punkten in Folge mit 7:2 in Front (2.). Die Braunschweiger Korbjäger hielten den Ball mit viel Übersicht lange in den eigenen Reihen, führten nach fünf Minuten weiter knapp mit 12:11. Mit dem eingewechselten ehemaligen Braunschweiger Heiko Schaffartzik kam auf Berliner Seite mehr Schwung in die Partie, der Dreier des MVPs 2010/11, DaShaun Wood, bedeutete die erstmalige Führung für die Albatrosse (12:14 / 6.). „Mister Defense“ McElroy hielt im Angriff weiter dagegen, konnte aber auch nicht verhindern, dass sich ALBA besonders durch Schnellangriffe bis zur ersten Viertelpause auf 25:16 absetzte.

Ohne dass ein Bruch ins Spiel der Hauptstädter kam, wechselte ALBA-Coach Gordon Herbert weiter munter durch. Bis auf 36:21 (14.) enteilte der Deutsche Vizemeister der vergangenen Spielzeit. Sebastian Machowski ließ sein Team auf eine Zone umstellen, stoppte so besser die Fastbreaks von Derrick Allen & Co. Doch Berlin machte in der eigenen Zone die Lücken dicht – kein Durchkommen gab es mehr für die Gastgeber. Auf der Gegenseite kassierten die Braunschweiger zu viele leichte Körbe. Zur Halbzeit lag Braunschweig bereits mit 26:47 im Hintertreffen.

Nach dem Seitentausch ging ein Ruck durch die Mannschaft von der Oker, die Braunschweiger verkürzten auf 38:54 (25.). Doch es war nur ein Strohfeuer: Die Spree-Truppe fing sich wieder, spulte ihre Systeme herunter, bis der freie Mann gefunden war. Die Folge: Mit 22 Zählern Rückstand ging es nach einem Zweier von Schaffartzik exakt mit der Sirene in den Schlussabschnitt. Ein Lichtblick im Phantoms-Spiel: 2,21 Meter-Center Nick Schneiders setzte sich beherzt unter dem Korb durch und angelte sich den einen oder anderen vom Brett abprallenden Ball. Nach einem Dreier von LaMarr Greer keimte wieder Hoffnung auf – nur noch 55:70 (33.). Die Albatrosse legten wieder eine Schippe drauf, 3:04 Minuten vor Schluss stand es nach einem ALBA-Zwischenspurt wieder 58:83 – und sie gaben die Partie nicht mehr aus der Hand. U18-Nationalspieler Dennis Schröder erzielte bei seinem Debüt 1:48 Minuten vor Ablauf der Uhr per Korbleger seine ersten beiden Punkte in der Beko-BBL.

Trainerstimmen:

Sebastian Machowski (New Yorker Phantoms): So hatten wir uns das definitiv nicht vorgestellt. Berlin hat heute die treffende Antwort auf ihre Auftaktniederlage gegeben. Wir wollten da weitermachen, wo wir im Spiel gegen Bayern schon gute Ansätze gezeigt haben, was uns nicht gelungen ist. Anfangs hat das Team sich gute Chancen erarbeitet. Doch das schnelle, aggressive Spiel der Berliner hat uns das Genick gebrochen. Insgesamt bin ich absolut unzufrieden mit unserer Leistung. Vor allem auch weil auf dem Feld nicht das gezeigt wird, was wir im Training üben. Bis zum Spiel in Oldenburg müssen wir die verbleibende Zeit noch intensiv nutzen, um an uns zu arbeiten.

Gordon Herbert (ALBA Berlin): Gerade wie wir in den ersten 20 Minuten gespielt haben, hat mir sehr gut gefallen. Die Mannschaft hat schönen Basketball gespielt. Nach dem ersten Spiel war das heute ein großer Schritt in die richtige Richtung. Mir hat auch die Intensität und Aggressivität in unserem Spiel gefallen.

New Yorker Phantoms: Williams 6, Kulawick, Mittmann 3, Visser 10, Schneiders 6, Greer 10, Dennis 8, Schröder 2, Theis 4, McElroy 13 (4 Steals), Melzer 6

ALBA Berlin: Staiger 2, Schultze, Ney, Schaffartzik 12 (Assists), Allen 11, Francis 15, Simonovic 5, Wood 16 (6 Assists), Weaver 9, Idbihi 8, Taylor 9
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