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Alles oder nichts in Spiel fünf

Alles oder nichts in Spiel fünf

Nachdem die Basketballer von ALBA BERLIN am Dienstag mit einer unglücklichen 79:80-Niederlage in Oldenburg die Chance verpasst haben, den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft vorzeitig perfekt zu machen, wollen sie am Sonntag (15. Mai, 17 Uhr) in der ...
1305198483/img_Mindaugas_Lukauskis_Immanuel_McElroy.jpg... o2 World nun endgültig den nötigen letzten Schritt tun.

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Wie schon in den ersten beiden Playoff-Heimspielen fordert ALBA Zuschauer und Fans deshalb unter dem Motto "Zeigt Gelb! auf, die o2 World wieder zu einer gelben Wand zu machen. Nur 24 Stunden nach Vorverkaufsstart am Mittwoch Vormittag wurden bereits über 10.000 Karten für die Partie abgesetzt.

Beim Stand von 2:2 gibt es für beide Teams kein wenn und aber mehr. Der Gewinner wird am kommenden Mittwoch in der Frankfurter Ballsporthalle das erste Halbfinale gegen die schon qualifizierten Skyliners bestreiten – für den Verlierer geht die Saison am Sonntagabend zu Ende. "In einem fünften Spiel kann alles passieren.", weiß ALBA-Cheftrainer Muli Katzurin. "Jetzt kommt es vor allem auf mentale Stärke an. Nach vier Spielen gegen den gleichen Gegner gibt es kaum noch Raum für taktische Überraschungen."

Die Situation ist für den 56-jährigen Israeli allerdings keine ungewohnte: "Ich habe schon viel solcher Playoff-Situationen erlebt. Ich hasse es zwar, so zu verlieren wie am Dienstag, aber ich liebe einfach die Playoffs. Das Adrenalin, die Höhen und Tiefen, das ist es, was mich über so viele Jahre in diesem Geschäft gehalten hat. Der Druck ist hoch, aber beste Weg, damit umzugehen, ist, sich nur auf das Spiel zu fokussieren, das Spiel zu genießen und alles zu geben, was man hat."

Folgenschwer war es für ALBA trotzdem, dem souveränen 95:68 im ersten Spiel eine Woche später nicht den nächsten Heimsieg folgen zu lassen und mit dem Heimvorteil im Rücken kurzen Prozess mit den Oldenburgern zu machen. Stattdessen leistete das Team von Trainer Muli Katzurin mit einer schwachen Verteidigungsleistung und einer daraus resultierenden 86:99-Heimniederlage sogar noch Schützenhilfe bei der Wiederbelebung der Oldenburger Hoffnungen, die es nun im fünften Spiel wieder zu ersticken gilt.

"Im dritten Spiel haben wir völlig verdient verloren, weil wir die ganze Zeit über nicht richtig verteidigt haben.", blickt der ALBA-Coach zurück. "Aber am Dienstag in Oldenburg haben meine Spieler alles gegeben. Alle haben für den Sieg gekämpft, nur haben wir leider einige folgenschwere Fehler am Ende begangen. Daran werden wir arbeiten. Aber wenn wir am Sonntag mit der gleichen Einstellung ins Spiel gehen, ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt."

Die Ein-Punkt-Niederlage in Oldenburg machte die Serie letztlich zu einem selbst in Playoffs seltenen Nervenkitzel. In der Geschichte der Playoffs gibt es nämlich nur wenige Beispiele, wo aus einem 2:0 noch ein 2:2 wurde. ALBA kennt diese Situation bisher nur aus umgekehrter Perspektive: 2009 im Halbfinale gegen Bonn und 2004 im Halbfinale gegen Bamberg starteten die Berliner jeweils mit 0:2, glichen dann auf 2:2 aus, um dann doch im entscheidenden fünften Spiel den Kürzeren zu ziehen. Aus einem 0:2 noch ein 3:2 zu machen, gelang in den letzten zehn Jahren nur den Telekom Baskets Bonn 2002 im Viertelfinale gegen Leverkusen und 2003 im Viertelfinale gegen Bamberg.

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Quelle: ALBA BERLIN

Einer von beiden muss nun gehen

EWE Baskets Oldenburg

Wer am Freitag der Vorwoche behauptet hätte, dass an diesem Sonntag ein fünftes Spiel zwischen ALBA BERLIN und den EWE Baskets Oldenburg für die Entscheidung um den Halbfinaleinzug notwendig sei, wäre zumindest komisch angeschaut worden.

1305281684/img_EWE_Baskets_Oldenburg.jpgEine Woche später ist dieser nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung der Berliner kaum mehr für mögliche gehaltene Showdown Realität: Vor wohl mehr als 12.000 Zuschauern fällt am Sonntag ab
17 Uhr (live für 1,99 Euro unter http://tv.sport1.de) in der O2-World am Ostbahnhof die Entscheidung. Fast 500 Fans werden das Oldenburger Team an die Spree begleiten – einsamer Rekord für ein Baskets-Gastspiel in der Hauptstadt.

Gut zu tun hatten die Fans von Thunderstorm Oldenburg in den vergangenen Tagen, denn über sie liefen Anmeldung und Organisation der Auswärtstour. Die Ticketvergabe wurde noch ein Stück komplizierter, als die Oldenburger zu ihrem Erstaunen erfuhren, dass nur ein kleiner Teil des Kartenkontingents im eigentlichen Auswärtsblock reserviert worden war. Nun muss die Mehrheit der Gäste-Fans in den Oberrang ausweichen. Der lautstarken Unterstützung des eigenen Teams, das die Serie am vergangenen Dienstag nicht zuletzt dank der überragenden Atmosphäre in der heimischen Arena ausglich, wird das keinen Abbruch tun.

Während sich die Fans beider Lager verständlicherweise mehr und mehr auf das Spektakel freuen, bereiten sich die Mannschaften auf den abschließenden Akt des Viertelfinales vor. Bei den Baskets dürfte sich nach den beiden Siegen die Überzeugung breit gemacht haben, das scheinbar Unmögliche vielleicht doch noch realisieren zu können. Acht Jahre ist es inzwischen her, dass eine „Best-Of-Five“-Serie in der Liga noch komplett gedreht werden konnte – ausgerechnet Baskets-Trainer Predrag Krunic war es damals, der mit den Telekom Baskets Bonn nach 0:2 noch 3:2 gegen Leverkusen gewann.

Im Wartestand befinden sich derweil die DEUTSCHE BANK SKYLINERS aus Frankfurt. Am Dienstag nutzten Sportdirektor Kamil Novak und Assistenz-Trainer Klaus Perwas die Gelegenheit, die beiden möglichen Halbfinal-Kontrahenten live in der EWE ARENA zu begutachten. Egal, wer Begegnung fünf für sich entscheidet – es wird spannend zu sehen sein, ob die lange Pause für die Skyliners ein Vor- oder Nachteil ist. Zwar dürften dem Sieger des Sonntagspiels etwas schwere Beine drohen, doch werden die Frankfurter am Mittwoch, wenn die erste Partie der Serie ansteht, auf dann immerhin neun Tage ohne Spiel zurückblicken.

Ans Halbfinale denkt aktuell in Berlin und Oldenburg wohl niemand; zu verrückt verlief die Serie bislang. Was hält das spannende Duell noch für alle Beteiligten bereit? Viele würden sich wohl wünschen, dass es direkt losgeht …

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Quelle: EWE Baskets Oldenburg

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