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Alte Rivalität rostet nicht – warum die Partie zwischen Berlin und Bonn keine gewöhnliche ist

Alte Rivalität rostet nicht – warum die Partie zwischen Berlin und Bonn keine gewöhnliche ist

ALBA BERLIN gegen die Telekom Baskets Bonn: Das ist eine der ältesten und größten Rivalitäten in der Liga-Geschichte. Bis heute hat sie Bestand, und die Heimstätten beider Teams sind regelmäßig ausverkauft, wenn die ehemalige auf die aktuelle Bundeshauptstadt trifft.
1325069112/img_1.jpgAm Freitag, 18.30 Uhr (live auf SPORT1, www.SPORT1.de und www.Beko-BBL.de), kommt es erneut zum „Spiel der Emotionen“.

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Die Bonner kamen 1996 in die Liga, als ALBA BERLIN seine Vormachtstellung in Deutschlands Beletage demonstrierte, die Gegner düpierte, sieben Meisterschaften in Folge einheimste und zum Branchenprimus avancierte.

Die Wege zwischen Berlin und Bonn sollten sich in der entscheidenden Saisonphase mehrmals kreuzen. Denn seit Jahr eins in Liga eins haben die Telekom Baskets Bonn (bis auf 2005 und 2011) ein Dauer-Abo auf die Playoffs.

Als frecher Aufsteiger gleich ins Finale

Mehr als überraschend kämpft sich die Bonner Aufstiegstruppe um Trainer Bruno Socé 1997 in der neu bezogenen Hardtberghalle bis ins Finale um die Deutsche Meisterschaft vor. Dort wartet bereits Favorit ALBA BERLIN – der Pokalsieger, der mit nur zwei Niederlagen durch die Saison marschiert ist und hoch motiviert seine erste Meisterschaft anstrebt. Erwartungsgemäß ziehen die Baskets gegen die von Svetislav Pesic und Burkhard Prigge gecoachten „Albatrosse“, die vor der Saison mit der Max-Schmeling-Halle ebenfalls eine neue Heimspielstätte bezogen hatten, 1:3 den Kürzeren. Seit dieser Finalserie beginnt die Knospe einer neuen, ganz besonderen Rivalität zweier Mannschaften zu blühen.

Showdown in Berlin endet für Bonn ernüchternd

1325069155/img_2.jpgZwei Jahre später begegnen sich beide Teams erneut in den Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft. Erst im alles entscheidenden fünften Spiel setzen sich die mit Heimvorteil ausgestatteten Berliner gegen die Telekom Baskets durch. Sowohl die Berliner als auch die Bonner hatten zuvor in der hart umkämpften Finalserie ihre Heimspiele gewonnen.

In Spiel zwei auf dem Bonner Hardtberg schießt Hurl Beechum (23 Punkte) mit sechs Dreiern die „Albatrosse“ ab. Es kommt zum Showdown in Berlin. Mit einem superstarken Kiwane Garris, der 30 Punkte auflegt, sowie Wendell Alexis (23 Punkte, neun Rebounds) können Steven Hutchinson, Derrick Phelps, Hurl Beechum & Co. auf Bonner Seite nichts entgegensetzen und werden 91:68 aus der Schmeling-Halle gefegt. Bonns Revanche auf die verpasste Meisterschaft ist nicht geglückt.

Im Halbfinale chancenlos gegen Wendell Alexis & Co.

Im Folgejahr duellieren sich beide Teams im Playoff-Halbfinale miteinander. 2000 gibt es für die Telekom Baskets Bonn im dritten Anlauf die Chance auf Wiedergutmachung. Doch nachdem die Bonner ihr Heimspiel mit 20 Punkten verlieren und 0:2 in der Serie in Rückstand geraten, steht der spätere Finalist praktisch schon fest. Auch in Spiel drei finden die Baskets keine Mittel gegen die starken Berliner um Wendell Alexis, Vladi Bogojevic und Henrik Rödl, die später ihren vierten Titel feiern sollten.

Dritter Anlauf missglückt – weil Berliner Nachwuchsspieler über sich hinauswachsen

1325069262/img_3.jpgDer Zwei-Jahres-Rhythmus, in dem sich Berlin und Bonn in den Finalspielen gegenüberstehen, setzt sich fort:

Trotz verletzungsbedingter Ausfälle von ALBA-Leistungsträgern wie Dejan Koturovic, Marko Pesic und Jörg Lütcke können die Männer in „Magenta“ daraus keinen Profit schlagen.

Berlin gelingt im Finale ein glatter 3:0-Erfolg, vor allem auch dank der überragenden Leistungen der jungen Nachwuchsspieler wie Tommy Thorwarth und Nino Garris.

Anschließend werden die ersten Rufe „des ewigen Zweiten“ vernommen. Bonns Coach Socé muss gehen und Predrag Krunic übernimmt das Zepter.

Die Rivalität glüht weiter

In den Folgejahren ruht die Rivalität zwischen Berlin und Bonn. 2002 gehen sich beide Teams in den Playoffs aus dem Weg. Während Bonn im Halbfinale gegen RheinEnergy Cologne das Nachsehen hat, wird ALBA BERLIN zum sechsten Mal in Folge gegen den Bonn-Bezwinger Deutscher Meister. 2003 und 2004 das gleiche Bild: Berlin und Bonn erreichen beide das Playoff-Halbfinale, jedoch stehen sich beide Teams nicht im direkten Duell gegenüber.

Erst 2008 treffen sie im Finale wieder aufeinander. Gelingt den Bonnern im vierten Anlauf endlich der Triumph? Pustekuchen. Lediglich Spiel zwei gewinnen die Baskets durch einen starken Auftritt von Ronnie Burrell (21 Punkte). Die anderen drei Partien gehen klar an ALBA BERLIN, das mit Julius Jenkins (30 Punkte in Spiel vier) und Bobby Brown das beste Guard-Duo der Liga stellt und zum achten Mal Meister wird.

Eine der emotionalsten Playoff-Serien der Liga-Geschichte

1325069204/img_5.jpgIn der Saison 2008/2009 flammt die alte Rivalität zwischen Berlin und Bonn noch einmal richtig auf: Insgesamt acht Mal spielen beide Mannschaften in dieser Spielzeit gegeneinander und lassen mehr denn je die Emotionen hochkochen.

Nachdem Berlin mit bärenstarker Verteidigung im Pokalfinale die Telekom Baskets Bonn mit 69:44 aus der Hamburger Color Line Arena fegt, kommt es im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erneut zum Kräftemessen beider Teams.

Mittlerweile zum sechsten Mal (fünf Mal im Finale) stehen sich beide Mannschaften in den Playoffs gegenüber. Es sollte eine der spannendsten und emotionalsten Serien in der Liga-Geschichte werden. Nach einem 0:2-Rückstand schafft es ALBA BERLIN, sich in die Serie zurückzukämpfen und auszugleichen.

„Fab Five“ lösen Feieralarm in der o2 World aus

1325069342/img_4.jpgDas Blatt hat sich gewendet. Während die Bonner in Spiel drei einen Matchball vergeben hatten, sind es nun die Berliner, die in Spiel fünf zuhause den Sack zumachen können. Doch Bonns „Fab Five“, Winsome Frazier, John Bowler, E.J. Rowland, Vincent Yarbrough und Brandon Bowman, erweisen sich als zu stark für die „Albatrosse“ und gewinnen das entscheidende Spiel 82:71.

Noch eine gefühlte Stunde nach Spielende feiern die Spieler mit den mitgereisten Bonner Fans in der o2 World, während die Berliner Anhänger längst die Halle verlassen haben. Seit ihrem Aufstieg vor 13 Jahren haben die Telekom Baskets Bonn auf den Gewinn einer Playoff-Serie gegen ALBA BERLIN gewartet. Nun haben sie es endlich geschafft.

Wiedersehen kurz vor Silvester

Diese Geschichte wurde vor zweieinhalb Jahren geschrieben. In der Zwischenzeit wurden weitere harte Schlachten beider Teams ausgetragen. Am Freitag sehen sich ALBA BERLIN und die Telekom Baskets Bonn in der o2 World wieder.

Der aktuelle Tabellendritte trifft kurz vor Silvester auf den Spitzenreiter vom Saisonbeginn. Das Aufeinandertreffen sorgt noch heute für Emotionen zwischen den Klubs und Fan-Gruppen. Denn eine alte Rivalität rostet nicht.

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