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Alte Rivalität rostet nicht

Alte Rivalität rostet nicht

Liegt es an der Neugier der Berliner Zuschauer auf den neuen ALBA-Trainer Muli Katzurin? Oder ist es der attraktive Gegner, der alte Rivale Telekom Baskets Bonn? Wahrscheinlich sorgt alles zusammen dafür, dass die Basketballer von ALBA BERLIN am kommenden Sonntag ...
image_1296737399148.jpeg... (6. Februar, 17 Uhr) in der o2 World angesichts schon 12.000 am Mittwoch abgesetzter Tickets einen neuen Zuschauer-Saisonrekord vermelden können.

Um die Stimmung in der o2 World zu diesem Klassiker noch weiter zu steigern, fordert ALBA BERLIN seine Fans auf, sich am Sonntag in der Vereinsfarbe gelb zu kleiden, damit die gesamte Arena wie eine "gelbe Wand" hinter den Albatrossen steht. Die Preise für die in den Fanshops in der o2 World, im Ostbahnhof sowie im Onlineshop angebotenen ALBA-Trikots werden aus diesem Anlass mit einem Rabatt von 20 Prozent (Hosen sogar 30%) angeboten.

Mit dieser Aktion folgt ALBA auch dem Credo seines neuen Trainers, der immer wieder hervorhebt, wie wichtig ihm die Unterstützung der Berliner Fans ist: „Auch wenn wir alle Profis sind, so spielen wir letztlich doch für die Fans.“ So wie die Zuschauer zuletzt das ALBA-Team im Schlussviertel zum Eurocup-Sieg über Panellinios gepeitscht haben, würde Muli Katzurin die O2 World gerne auch am Sonntag erleben.

Gerade gegen die Telekom Baskets Bonn können die Albatrosse die Unterstützung durch ihre Fans gut gebrauchen, denn der alte Rivale kommt in doppelter Hinsicht „angestochen“ nach Berlin. Zum einen wollen sich die Bonner natürlich für die klare 62:82-Niederlage im Hinspiel revanchieren, die am 4. Spieltag nicht nur ALBAs höchsten Auswärtssieg, sondern auch Bonns höchste Heimniederlage der laufenden Saison markierte.

Zusätzlich unter Erfolgsdruck stehen die vom früheren Nationalspieler Michael Koch trainierten Bonner seit dem letzten Wochenende, als man gegen Tübingen eine 70:82-Heimniederlage kassierte, die nicht nur den eigenen Trainer angesichts der fehlenden Einstellung seiner Spieler kurzfristig „sprachlos“ machte, sondern auch von den Zuschauern mit Pfiffen quittiert wurde. Es gibt nicht viele Wege, erzürnte Bonner Fans sofort wieder zu versöhnen – ein Sieg in Berlin wäre so einer.

Die Spieler des Tabellendritten ALBA BERLIN sind also gewarnt vor dem auf den achten Tabellenplatz abgesackten Gegner vom Rhein. Entgegen kommt den Berlinern dabei, dass sie nach den Auswärtsaufgaben in Trier und Sevilla vor dem Spiel gegen die Telekom Baskets erstmals seit der Ankunft des neuen Trainers die Gelegenheit haben, sich vergleichsweise ausgiebig (sprich: drei Tage lang) auf einen Gegner vorzubereiten und an der eigenen modifizierten Spielweise zu arbeiten.

Angeführt wird das Bonner Team vom kleinsten, aber wohl auch schnellsten Spieler der Beko BBL, dem nur 1,78 m großen US-Amerikaner Nic Wise. An seiner Seite hat der extrem schnelle und gewitzte Spielmacher mit dem früheren Kölner Jeremy Hunt und Folarin Campbell (spielte in der letzten Saison für die Artland Dragons) zwei weitere schnelle und athletische US-Guards, die mit im Schnitt je 15 Punkten pro Spiel Bonns Topscorer sind.

Auf der Centerposition beschert das Bonner Gastspiel den Berliner Zuschauern ein Wiedersehen mit dem wegen seiner kompromisslosen, aber auch cleveren Spielweise die Fanlager polarisierenden Center Chris Ensminger, der seit 1999 in der Bundesliga spielt und am Sonntag zum 38. Mal (zum zwanzigsten Mal in Berlin) gegen ALBA antritt. Mittlerweile 37, ist der US-Amerikaner mit insgesamt 4375 Punkten der erfolgreichste noch aktive Korbjäger der Beko BBL und führt auch die ewige Rebound-Statistik mit 3503 Rebounds aus 393 Spielen an.

Telekom Baskets Bonn: Resultate der letzten fünf Wochen
02.01. NY Ph. Braunschweig - Bonn 75:73 (N) 17. Spieltag Beko BBL
06.01. Walter Tigers Tübingen - Bonn 79:73 (N) 3. Spieltag Beko BBL
09.01. Bonn – LTi Gießen 46ers 71:53 (S) 18. Spieltag Beko BBL
30.01. Bonn – Walter Tigers Tübingen 70:82 (N) 20. Spieltag Beko BBL

Gesamtbilanz gegen Bonn seit 1996
34 Siege – 21 Niederlagen (in Berlin 21–7)
BBL: 16-13 / Playoff: 17-7 / Pokal 1-1
Höchster Sieg: 108:72 am 2. Juni 2001 in Berlin (Playoff-Finale)
Höchste Niederlage: 79:99 am 13. Dezember 2003 in Bonn (BBL)

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Quelle: ALBA BERLIN

Baskets reisen in die Hauptstadt

Telekom Baskets Bonn

Es ist wieder soweit, der ewig junge Klassiker gegen ALBA Berlin steht an. Nach der deutlichen 62:82-Niederlage im Hinspiel treten die Telekom Baskets Bonn am Sonntag (6. Februar, 17.00 Uhr) zum Rückspiel in der Hauptstadt an.

image_1296726413686.jpegDie Partie des 21. Spieltages wird für alle Daheimgebliebenen und Neugierigen von „Radio Bonn/Rhein-Sieg" live ab 16.00 Uhr übertragen. Für die achtplatzierten Rheinländer geht es darum, den begehrten Playoff-Platz zu verteidigen und sich auf das Pokalspiel bei den DEUTSCHE BANK SKYLINERS (Mittwoch, 9. Februar, 19:30 Uhr) einzustimmen.

Eine Mannschaft, die auf dem dritten Tabelleplatz rangiert, scheint eine Menge richtig zu machen - zumindest nüchtern betrachtet. Die „Albatrosse" begannen die Spielzeit 2010/2011 mit acht Siegen und einer Niederlage, ehe sie Anfang Dezember eine kleine, drei Partien währende Sinnkrise durchlebten. Seither hat sich das Team von der Spree gefangen und sechs der letzten acht Begegnungen für sich entschieden. Auch im Eurocup wurde die Runde der „Last 16" erreicht, dennoch musste Coach Luka Pavicevic kurz vor dem Beko BBL ALLSTAR Day seinen Trainerstuhl räumen. Beerbt wurde der Fachmann von Muli Katzurin, der zuletzt als Sportdirektor des israelischen Basketballverbandes tätig war. Die Liga-Premiere des 56-Jährigen gegen TBB Trier (75:69) glückte prompt.

Dass Berlin auf nationaler Ebene nach wie vor zu den stärksten Teams zählt, belegen die nackten Zahlen der Statistikzentrale. Mit 79,6 Punkten pro Partie kommt die drittpotenteste Offense der Beko BBL aus der Hauptstadt, bei den verteilten Assists (17,2) rangieren die „Albatrosse" im Ligavergleich gar auf Rang zwei. Auf den ersten Blick mögen 30,2 abgegriffene Rebounds pro Spiel - gleichbedeutend mit dem letzten Platz - wie Arbeitsverweigerung am Brett daherkommen, allerdings drängt sich hier ein Blick auf die Feldwurfquote an. Denn sowohl bei den Würfen von jenseits der 6,75m-Linie (40,0 Prozent) als auch der insgesamt genommenen Schüsse (49,7 Prozent) ist Berlin aktuell das Maß aller Dinge. Übersetzt bedeutet das: Wer trifft, hat nicht nur recht, sondern kann auch keinen Rebound holen.

Die letzten drei Spiele von ALBA Berlin (Beko BBL):
Phoenix Hagen - ALBA Berlin 92:86
ALBA Berlin - Phoenix Hagen 109:78
TBB Trier - ALBA Berlin 69:75

Die Telekom Baskets haben nach dem Jahreswechsel noch nicht wieder den Schwung aufgenommen, der sie vor der kurzen Weihnachtspause getragen hat. Durch drei Niederlagen aus den vergangenen vier Spielen wurde die Chance verpasst, sich im Feld der Playoff-Ambitionierten tabellarisch weiter nach vorn zu schieben. So liegt das Hauptaugenmerk der Truppe von Cheftrainer Michael Koch darauf, den Anschluss an Bremerhaven oder Oldenburg zu wahren, ohne dabei die Verfolger aus Ludwigsburg, Göttingen und Trier aus den Augen zu verlieren.

Nach der Partie gegen ALBA Berlin bleibt Bonn nur wenig Zeit, sich auf die nächste anstehende Aufgabe vorzubereiten. Bereits am kommenden Mittwoch (9. Februar, 19:30 Uhr) geht es auswärts bei den DEUTSCHE BANK SKYLINERS in der Pokalqualifikation um den Einzug ins Beko BBL TOP FOUR, welches am 2./3. April in der Bamberger Stechert Arena ausgetragen wird.

Feature: Matchup-Führer - Hunt vs. Jenkins
Im ersten Teil des Matchup-Führers ging es um Baskets-Spielmacher Nic Wise sowie Tübingens Assistmaschine Branislav Ratkovica. Nun stehen diejenigen im Fokus, die am vordergründigsten von den Qualitäten ihres jeweiligen Einsers profitieren: die Shooting Guards. Wie der Titel schon vermuten lässt, haben Spieler auf dieser Position den Finger immer am Abzug. Im Falle von Bonns Jeremy Hunt und Berlins Julius Jenkins ändert daran auch die neuen Dreierlinie nichts - vielmehr spielt sie ihnen sogar in die Karten.

Die Beko BBL-Blaupause
Sollte die Kreativabteilung der Beko Basketball Bundesliga auf die Idee kommen ein Basketball-Wörterbuch auf den Markt zu bringen, so steht schon jetzt fest, dass neben er Erläuterung zu „Shooting Guard" ein fettes Foto von Julius Jenkins zu sehen sein wird. Der Berliner Wingman ist seit nunmehr viereinhalb Jahren das Maß aller Dinge auf der Zwei.

Aktuell stellen die 14,0 Punkte pro Spiel zwar seinen persönlich schlechtesten Schnitt im ALBA-Trikot dar, doch der Amerikaner ist nach wie vor in der Lage, jedes Spiel im Alleingang zu gewinnen - was er unlängst gegen Hagen (24 Punkte) und Trier (28) eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der mit 1,87m gelistet Jenkins, der am 10. Februar seinen 30. Geburtstag feiert, hat es über die Jahre hinweg perfektioniert, möglichst effizient aus den Blöcken seiner Mitspieler zu kommen. Dabei liest er in Sekundenbruchteilen, welchen Weg sein Verteidiger nimmt und reagiert entsprechend darauf.

Einmal mit den Fingern am Ball, legt er automatisch alle Hebel auf „Attacke" um. Mit einem unverschämt schnellen Wurf, den er aus dem Stand, aus dem Dribbling, als Step-Back oder Fadeaway an dem Mann bringt, hat er ein reichhaltiges Repertoire am Start, um die Anzeigetafel glühen zu lassen. Auch im von Berlin zur Perfektion getriebenen Pick-and-Roll brilliert er dank seiner Schnelligkeit, mit der er selbst aggressiv helfende Verteidiger lässig umkurvt. Zwar ist es sein Naturell - und sein Job - den Korb zu attackieren, dabei nutzt er die von ihm ausgestrahlte Gefahr allerdings auch gern dazu, um seine Mitspieler in Szene zu setzen (2,5 ApS).

In der laufenden Saison 2010/2011 bestreitet Jenkins den basketballerischen Paarlauf besonders gern mit Derrick Allen, der dank seiner amtlich bestätigten 1.000 Moves der ideale Partner dafür ist. Mit 44,8 Prozent von der Dreierlinie ist JJ einer der besten Schützen der gesamten Liga. Unter Coach Luka Pavicevic nahm er bis dato 4,5 Distanzwürfe pro Spiel (2009/2010: 6,5 Versuche bei 44,9 Prozent), was sich unter Muli Katzurin vielleicht wieder ändern - lies: mehr - wird.

Mit Anlauf geht's am besten
Rein an den Zahlen gemessen steht Jeremy Hunt seinem Berliner Kollegen in nichts nach. Der Bonner Shooting Guard legt durchschnittlich 14,5 Punkte pro Spiel auf, wobei er 41,7 Prozent seiner Dreier versenkt. Während der „Albatros" über das bessere Midrange-Game verfügt, hat Hunt im Laufe der Saison Gefallen an der neuen, im Sommer um einen halben Meter nach hinten verlegten Dreierlinie gefunden. Pro Spiel schickt der 27-Jährige satte 6,7 Würfe von „Downtown" auf die Reise gen Korb, womit er bei der totalen Statistik lediglich hinter Hagens David Bell zurück liegt. Absolut tödlich ist Hunts Wurf aus der Transition heraus, wobei egal ist, ob er den Ball selbst nach vorn treibt oder im Lauf angespielt wird. Dabei forciert er den Wurf nicht direkt, sondern hat gelernt, seine Optionen besser abzuwägen.

Schläft die Verteidigung oder spekuliert auf einen Pass zum Mitspieler, lässt es der 1,96m-Mann von draußen regnen. Bekommt Hunt Druck am Ball, trennt er sich gern zum Wohl seiner Nebenleute vom ledernen Spielgerät (2,4 ApS). Im Setplay füllt er gut die Lücken auf, um stets anspielbereit zu sein. In der Verteidigung hilft ihm seine Länge, um auch im Zonenkampf um den Rebound (3,6 RpS) zu bestehen. Dabei kommt es Hunt zugute, dass der beidbeinig abspringend eine amtliche Höhe erreicht, die jedem Big Man die Tränen in die Augen jagt.

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Quelle: Telekom Baskets Bonn

Telekombasketball.de

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