FB Twitter Instagram YouTube Google+
Auch Super-Mario kann nicht helfen: Eine Aufholjagd, zwei Verlängerungen – keine Punkte

Auch Super-Mario kann nicht helfen: Eine Aufholjagd, zwei Verlängerungen – keine Punkte

Fast wäre Mario Götze zum besten Spieler von Phoenix Hagen geworden. Aber eben nur fast. Am Ende blieb ein tränenschweres 104:111 (33:48, 83:83, 92:92) nach zweifacher Verlängerung gegen die WALTER Tigers Tübingen – zum Entsetzen des überwiegenden Teils der 2.811 Basketball-Fans in der ENERVIE Arena.
Die Bedeutung der Partie war hoch. Das war im Vorfeld von beiden Seiten zu hören. Doch auf das Feld bringen konnte das in der ersten Hälfte nur die Tübinger Mannschaft. Ohne jede Aggressivität und fast körperlos gingen die Feuervögel an die Aufgabe und hinterließen auch ihren Coach Ingo Freyer ratlos: „Was da passiert ist, kann man nicht erklären. Wir waren 20 Minuten lang wie gelähmt.“ Messen konnte man es allerdings schon, was da passierte: Nach 16 Minuten stand es 42:20 für die Gäste. Symptomatisch: Selbst Maskottchen Felix verpasste in der Auszeit den Dunk vom Trampolin – wenn auch nur ganz knapp. Das Halbzeitergebnis von 33:48 fasste den Verlauf der ersten 20 Minuten recht gut zusammen.

Dann kam Mario Götze: Der Jung-Nationalspieler traf für seine Dortmunder Borussia zum 1:0 bei den Bayern. Der durchschnittliche Phoenix-Fan hegt Sympathien für den Fußballmeister aus der Nachbarstadt. Es wurde richtig laut in der ENERVIE Arena – und das schien die Gastgeber aufzuwecken. Mit schier aussichtslosen 15 Punkten Rückstand gingen die Hagener ins Schlussviertel. T.J. Carter drehte jetzt auf, verkürzte mit sieben Zählern bis auf 66:73. Auch als Zygimantas Jonusas mit fünf Fouls raus musste (34.), geriet die wahrlich wilde Aufholjagd der Feuervögel nicht ins Stocken.

Tübingen zeigte sich beeindruckt von so viel Energie. Aufbauspieler Louis Campbell trat jetzt aufs Bremspedal. Doch es schien fast so, als ob die Tigers dabei zu viel Zeit zum Nachdenken hatten. Carter traf zum 73:76 (36.) und Brandon Brooks besorgte die erste Phoenix-Führung im Spiel. Er traf in der vorletzten Minute zum 79:78. Reggie Redding drehte die Partie wieder, punktete zum 83:81 für Tübingen. Ganze 1,2 Sekunden verblieben, als Brooks einen Baseline-Einwurf zu Jordan Hasquet brachte, der das 83:83 markierte. Verlängerung!

Phoenix Hagen konnte den Schwung mitnehmen, führte eine knappe Minute vor Ende der Overtime mit 92:90. Doch Louis Campbell rettete sein Team mit einem Korbleger in die zweite Verlängerung. Da allerdings waren die Messen schnell gelesen. Vaughn Duggins und Reggie Redding markierten die Punkte zum 100:92 für Tübingen. Phoenix wirkte, ob der Energieleistung nach der Halbzeitpause nicht weiter verwunderlich, jetzt müde. Drei Minuten lang erzielte die Mannschaft von Ingo Freyer keinen Punkt. Eine weitere Freifahrt auf der Achterbahn der Gefühle gab es dann auch nicht mehr.

Tübingen brachte den 111:104-Erfolg locker über die Zeit. Und so blieb es am Ende den Tübingern vorbehalten, den Tag zu einem Freudentag zu erklären. Und Mario Götze natürlich auch.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Vielleicht haben wir der Partie zu große Bedeutung beigemessen. Wir hatten vor der Pause nicht die notwendige Intensität, waren verkrampft. Wir haben uns sehr gründlich auf das Spiel vorbereitet, doch das ist vielleicht nach hinten losgegangen. In der zweiten Hälfte haben wir dann gekämpft. Wir waren am Ende im Spiel und hätten durch eine Aktion, die anders gelaufen wäre, auch gewinnen können. Schade, das wäre sehr wichtig für uns gewesen. Jetzt müssen wir in den nächsten Wochen woanders die Punkte holen.“

Igor Perovic: „Das war ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Wir lagen zwei Siege zurück, darum war es für uns vielleicht sogar noch etwas wichtiger. Wir wussten, dass es schwer gegen Hagen ist und dass wir ihnen ihre Dreier wegnehmen und ihre Schnellangriffe unterbinden müssen. Das ist uns vor der Pause gelungen. Hagen ist eine Mannschaft, die immer schnell spielt, laufstark ist, den schnellen Abschluss sucht - und insbesondere in eigener Halle schwer zu spielen ist. In der zweiten Verlängerung waren wir dann die bessere Mannschaft.“

Phoenix Hagen: Brooks (24/2), Carter (21/3), Kruel (19/1, 7 Reb., 5 Ass.), Hasquet (12/19, Crowe (10/2), Jonusas (10/2), Blackwood (5/1), Seward (3).

Tübingen: Nash (25, 11 Reb.), Redding (20/1), Cukinas (15/1), Young (13/1), Duggins (12/2), Campbell (11/1), Simon (8/2), Hodzic (7).

Stationen: 6:16 (5.), 13:23 (10.), 20:35 (15.), 33:48 (20.), 44:57 (25.), 56:71 (30.), 70:76 (35.), 83:83 (40.), 92:92 (45.), 104:111 (50.).

Zuschauer: 2.811

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Kinder plus Sport