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Auf zum letzten Gefecht!

Auf zum letzten Gefecht!

Zum letzten Mal trägt ratiopharm ulm in der Kuhberghalle ein Bundesligaspiel aus. Zu Gast am Samstag: Phoenix Hagen (19 Uhr). Coach Leibenath warnt: "Wir müssen auf der Hut sein!"
Es ist angerichtet: Die Kuhberghalle feiert ihr letztes Hurra! Nach 25 Jahren, in denen die Kultspielstätte alle Höhen und Tiefen der Ulmer Basketballs-Historie miterlebte, geht die Halle in Rente und gibt das Vermächtnis an die ratiopharm arena weiter. Ehe die altehrwürdige Kuhberghalle aber endgültig der Vergangenheit angehört, steht ein abschließendes Bundesliga-Spiel auf dem Programm.

Ein Video mit Stimmen zum Abschiedsspiel ist auf www.facebook.com/ratiopharmulm zu finden.

Als letzter Gast kommt Phoenix Hagen mit dem ehemaligen Ulmer Spieler und heutigen Phoenix-Head-Coach Ingo Freyer (1997-98) ins Sportzentrum Kuhberg. Hagen pflegt einen der unorthodoxesten Spielstile der Liga: Nur zwei Teams in der Beko BBL erzielen mehr Punkte als Freyers Truppe (84,1 PpS), nur eines (Artland) holt mehr Rebounds (36,7 RpS) und kein anderes nimmt so viele Dreier wie Phoenix (über 29 pro Partie). Die "Feuervögel" heizen ihren Gegnern offensiv ein, und der Erfolg gibt ihnen Recht: Im vergangenen Jahr erreichte der Aufsteiger von 2009 überraschend den elften Tabellenrang. Nach neun Spieltagen der laufenden BBL-Saison ist Hagen im unteren Mittelfeld der Liga angesiedelt (13. Platz).

Insbesondere vor dem schnellen, auf die Distanzwerfer ausgerichteten Spie, warnt Head-Coach Thorsten Leibenath: "Hagen nimmt im Schnitt zehn Dreier mehr als wir. Dazu sind sie ein sehr gutes Rebounding-Team. Wenn du da nicht aufpasst, wirst du ganz schnell überrannt", so Leibenath.

In Freyers System ruht viel Verantwortung auf den Schultern der Außenspieler. Der vielseitige Shooting Guard Marc Antonio Carter (17,6 PpS) und Small Forward Zygimantas Jonusas (16,0 PpS) gehören zu den sechs besten Scorern der Liga. Mit dem athletischen Brandon Brooks und Routinier Jason Crowe sind zwei weitere Guards jederzeit für 20 oder mehr Punkte gut.

In Korbnähe finden sich vor allem Basketball-Arbeiter im Phoenix-Kader. Der ewige Bernd Kruel (19. Bundesliga-Spielzeit) und US-Amerikaner Edward Seward bilden ein reboundstarkes Center-Duo. Der athletische Forward Jordan Hasquet gehört ebenfalls zur Kategorie "Hustle-Player", stellte mit 38 Punkten gegen Bayern München aber auch sein Offensiv-Potenzial schon eindrucksvoll unter Beweis. "Wir müssen hellwach sein", so Leibenath, der versucht, allen Rummel um das letze Spiel in der Kuhberghalle von seiner Mannschaft fern zu halten. Doch ganz unbeeindruckt ist auch der gebürtige Leverkusener nicht vom Abschiedsspiel. "Ich kann mich noch gut an die TV-Spiele Leverkusens in Ulm in den 90ern mit Jarvis Walker erinnern. Es war schon damals verdammt schwer am Kuhberg zu gewinnen."

Andreas Klee stand schon damals als Teambetreuer an der Bande - und tut dies heute immer noch. Der 47-Jährige, der 1999 bei einem Soporta-Cup-Spiel in Polen "einmal Trainer Peter Krüssmann am Flughafen vergessen hat", verlässt die Kuhberghalle mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Einerseits freu ich mich riesig auf die Zeitenwende, die der Umzug in die ratiopharm arena bedeutet. Anderseits kann ich es noch gar nicht wirklich glauben, dass wir die Kuhberghalle wirklich verlassen", so Klee.
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