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Außenseiter beim Gastspiel in Oldenburg

Außenseiter beim Gastspiel in Oldenburg

Das Leben von Profisportlern kann manchmal schon sehr hart sein. Während die meisten Bundesbürger die Weihnachtszeit im Beisein ihrer Liebsten genießen, geht der Spielbetrieb in der Beko Basketball Bundesliga gnadenlos weiter. Sowohl an Heiligabend als auch am ersten Weihnachtsfeiertag bat Tigers-Cheftrainer Igor Perovic seine Spieler zum Training. Kein Wunder, denn am 27. Dezember (20 Uhr – EWE Arena) müssen die Tübinger im hohen Norden bei den EWE Baskets Oldenburg antreten.
Für Tigers-Kapitän Louis Campbell eine besondere Partie, trifft er doch mit seinem neuen Team auf seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem Vorjahr. Jener Campbell war es auch, der seine Teamkameraden am ersten Weihnachtsfeiertag noch zum gemeinsamen Abendessen eingeladen hatte – unterstützende Hilfe bekam er dabei von Ehefrau Fie, die bei der Zubereitung eines typisch amerikanischen Festmahls maßgeblich beteiligt war. Gestärkt machten sich die Tigers somit einen Tag später auf den Weg in Richtung Oldenburg.

Bärenstärke Oldenburger Startformation

Vor der Saison waren die Meinungen der Experten zu beiden Teams sonnenklar. Während die Tübinger von Beginn ein Kandidat für die unteren Tabellenregionen waren, musste man die Mannschaft von Baskets-Trainer Predrag Krunic sicherlich zum erweiterten Favoritenkreis um die Meisterschaft zählen. Nach einer eher enttäuschenden Spielzeit 2010/2011 entschieden sich die Verantwortlichen für einen großen Schnitt im Kader. Einzig Rickey Paulding und Robin Smeulders tragen auch weiterhin das Trikot der Donnervögel. Die Neuzugänge lassen sich indes allesamt gut lesen. Mit Center Adam Chubb holten die Oldenburger einen ehemaliger Spieler aus der Beko BBL (Berlin, Artland, Bremerhaven, Gießen) nach einjährigem Gastspiel in Spanien zurück. Neben 10,5 Punkten ist mit acht Korbabprallern bester Rebounder im Team. Der sprunggewaltige Power Forward Ronald Burrell (13,3 Punkte) kennen die Basketballexperten noch aus Köln und Bonn, Center Jannik Freese wechselte aus Gießen an die Hunte, Dominik Bahiense de Mello von Frankfurt nach Oldenburg und mit Milan Majstorovic holten die Oldenburger einen Meisterschaftshelden aus dem Jahr 2009 zurück ins Team. Den größten Fang machte Krunic jedoch mit der Verpflichtung von Spielmacher Bobby Brown. Wie Chubb spielte auch er schon für die Albatrosse aus Berlin, zudem bringt Brown NBA-Erfahrung mit nach Oldenburg. Mit 18,9 Punkten ist der US-Amerikaner aktuell Topscorer im deutschen Basketball-Oberhaus. Ergänzt wird eine bärenstarke Starting-Five um Brown, Paulding, Burrell und Chubb mit Shooting Guard Kenny Hasbrouck. Der US-Amerikaner kommt im Schnitt auf zehn Punkte und punktet somit wie alle weiteren Starter zweistellig. Hasbrouck, Burrell und Paulding sind zudem sehr gefährlich aus der Distanz, alle drei Spieler haben eine Erfolgsquote von über 40% jenseits der 6,75 Meter Linie. Personell ergänzt wird die sehr gute Oldenburger Mannschaft mit Sead Sehovic.

Aktuell belegen die Huntestädter mit sechs Siegen und sechs Niederlagen nur den zehnten Tabellenplatz und hinken merklich den eigenen Erwartungen hinterher. Doch dies ist bekanntlich nur eine Momentaufnahme. Dass die Baskets die Playoffs erreichen und in diesen ein ernst zu nehmender Gegner für alle weiteren sieben Mannschaften nach der Hauptrunde werden, sollte allen klar sein. Ein Sieg gegen die Tübinger, die mit fünf Siegen aus den letzten sieben Begegnungen sich nach einem schwachen Saisonstart gefangen haben, ist für die Krunic-Truppe absolute Pflicht. Die Ausgangslage ist auch nach der Statistik klar, aus den letzten sieben Gastspielen in der Huntestadt konnten sich die Neckarstädter nur einmal durchsetzen, im Oktober 2010 gewannen die Perovic-Schützlinge nach einer Glanzleistung mit 87:68. Ein böses Erwachen wollen und müssen die Oldenburger auf jeden Fall vermeiden, nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Artland Dragons und ratiopharm ulm stehen die Donnervögel schon gehörig unter Zugzwang.

Zdravkovic: „Das Spiel lange offen halten.“

Die Gäste aus Baden-Württemberg können hingegen befreit aufspielen und wollen ihre Chance im Spiel suchen. Personell kann das Tübinger Trainerduo um Perovic und Radisa Zdravkovic dabei wieder aus dem Vollen schöpfen, Nicolai Simon hat seine Schleimbeutelentzündung im Knie auskuriert, auch sonst sind alle Akteure einsatzfähig. Nichtsdestotrotz sieht Zdravkovic den Gastgeber klar in der Favoritenrolle: „Oldenburg verfügt über eine sehr starke Mannschaft mit vielen erfahrenen Einzelspielern. Das wird zweifelsohne eine sehr schwierige Aufgabe für unsere Truppe. Wir müssen versuchen gut als Team zusammenzuspielen und das Spiel so lange wie möglich offen halten. Vielleicht ist dann sogar etwas möglich“, berichtet Zdravkovic, der selber in der Spielzeit 1998/1998 das Trikot der Donnervögel überstreifte.

Nach dem Spiel in Oldenburg findet bereits drei Tage später das nächste und letzte Spiel im Jahr 2011 statt. Am 30. Dezember (20 Uhr – Paul Horn-Arena) ist dann die TBB Trier zu Gast im Tübinger Dschungel. Sichern Sie sich jetzt ihre Karten für das Duell gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn an den bekannten Vorverkaufsstellen, im Tigers Onlineshop unter www.walter-tigers.de oder am Spieltag ab 18.30 Uhr an der Abendkasse.

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