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Auswärts zu schwach - jetzt zählt der Heimvorteil!

Auswärts zu schwach - jetzt zählt der Heimvorteil!

Auch beim letzten Auswärtsspiel der Saison reicht es nicht zum Sieg: In Düsseldorf unterliegt ratiopharm Ulm mit 66:79. Eine Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Sonntag (16 Uhr). Dann zuhause und gegen Oldenburg.
Für die Gloria Giants Düsseldorf ging es um alles. Gewinnen sie die drei verbleibenden Partien, ist der Klassenerhalt "just in time" noch möglich. Diese Ausgangssituation merkte man den Rheinländern an: Das Team von Murat Didin war so angespannt, dass es regelrecht überrannt wurde von der Ulmer Anfangsoffensive: Mit einem 9:0-Lauf waren die Schwarz-Orangen bis zur 4. Minute auf 12:3 enteilt. Dann erst wachten die Düsseldorfer auf. Mit einem 7:0-Lauf brachten sie sich zurück ins Spiel (12:10, 6.). Doch zwei Dreier von Lee Humphrey ebneten den Weg zur 24:16-Viertelführung. Im zweiten Durchgang zeichnete sich zunächst ein ähnliches Muster ab: ratiopharm Ulm führt (27:20, 13.), Düsseldorf kommt heran (27:24) - doch dann stottert die Offensive. Zwischen der 14. und 17. Minute gelang den Ulmern kein Punkt; stattdessen glich Laimonas Kisielius zum 29:29 aus (17.). "Uns fehlt einfach der Killerinstinkt", ärgert sich Manager Dr. Thomas Stoll. "Anstatt nach einem 9:0-Lauf nachzulegen, lassen wir den Gegner wieder herankommen."

In dritten Viertel folgte dann der Einbruch: Während in den ersten drei Minuten auch die Düsseldorfer nicht trafen, kam ratiopharm Ulm in den folgenden 6 Minuten gerade einmal auf 9 Punkte, Düsseldorf dagegen auf 20 (44:57). Ein Mini-Serie von fünf Punkten läutete das Schlussviertel ein (49:57). Und das begann mit Tommy Mason-Griffin: Mit fünf Punkten in Folge brachte er sein Team auf 54:58 (33.) heran. Doch die Aufholjagd entpuppte sich als Strohfeuer: in der 34. Minute war der Rückstand wieder auf 11 Punkte angewachsen (54:65), in der 36. Minute gar auf 16 Punkte (55:71). "Wir sind gut Gäste im Abstiegskampf", so Manager Stoll mit säuerlicher Miene. Alles in allem bezeichnete er die Leitung seines Teams als "indiskutabel".

Wie gut, dass gleich am Sonntag (16 Uhr) die Möglichkeit zur Wiedergutmachung besteht. Die EWE Baskets Oldenburg sind eines von fünf Teams, das noch die besondere Atmosphäre der Kuhberghalle erleben wird. Denn bekanntlich finden auf dem altehrwürdigen Parkett nur noch fünf Ligaspiele statt. Da trifft es sich gut, dass die Baskets den Anfang der "letzten Fünf" machen. Denn der Meister von 2009 war schon einmal Teil eines denkwürdigen Spektakels am Kuhberg. An Weihnachten 2009 war das. Damals gelang ratiopharm Ulm ein sensationeller 102:82-Erfolg über die Norddeutschen. Denn seinerzeit wie heute sind die Baskets gegen Ulm klarer Favorit. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Coach Predrag Krunic zwei Spieltag vor Ende der Hauptrunde noch um den Einzug in die Play-offs kämpfen muss. Wenngleich die Erwartungen in Oldenburg vor der Saison deutlich höher waren, zeigt das Team trotz der 78:83-Niederlage vom 32. Spielgag gegen Bamberg ansteigende Form. Die Routiniers Louis Campbell (33 Jahre), Eddie Gill (33) und Lukauskis Mindaugas (32) wissen eben wann es darauf ankommt.

Bevor es allerdings am Sonntag ab 16 Uhr am Kuhberg darauf ankommt, tritt die Ulmer NBBL-Mannschaft endlich zu ihrem ersten Play-off-Viertelfinale an. Nachdem am vergangenen Sonntag beim geplanten Auftakt gegen das Team Alba Urspring eine defekte Korbanlage den Spielbetrieb verhinderte, starte das von Rainer Bauer gecoachte Team trotz der schlechteren Platzierung mit einem Heimspiel (Sonntag, 13 Uhr Listhalle). Wenngleich sich der Coach gegen den dreifachen NBBL-Champion keine echte Chance ausrechnet, glaubt Deon McDuffie zumindest an die Möglichkeit eines Überraschungserfolges. "Klar wissen wir wie gut sie sind, das hat ja die Hinrunde gezeigt", so der 18-jährige Guard. Immerhin gewann der Kooperationspartner von Alba Berlin die zwei Begegnungen der Hauptrunde souverän (55:78, 54:97). "Trotzdem", versichert McDuffi, "Vor Ehrfurcht werden wir nicht erstarren. Wir glauben an uns. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung."

Für ratiopharm Ulm spielten in Düsseldorf:
Mason Griffin (7), Günther (2), Betz (6), Wenzl (5), Heberlein, Benzing (14, 5 Assists), Humphrey (6), Collins (13), John Bryant (13, 10 Rebounds)
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