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Auswärtssieg in Ulm - EnBW gewinnt Derby mit 95:85

Auswärtssieg in Ulm - EnBW gewinnt Derby mit 95:85

Die Vorzeichen vor dem Spiel der EnBW Ludwigsburg in Ulm waren eindeutig. Für die Barockstädter bedeutete das schwäbische Derby das erste Endspiel im Kampf um die Playoff-Qualifikation, für die Ulmer hingegen ging es „nur“ um die Ehre und die Revanche für die bittere Niederlage im Hinspiel. Ulms Trainer Mike Taylor musste ohne seinen flinken Flügelspieler Rocky Trice (Knieverletzung) ins Spiel gehen, bei Ludwigsburg waren alle Mann an Bord und auch die schwarz-gelben Fans waren zahlreich in der Kuhberghölle vertreten. Die Mannen von Markus Jochum überzeugten durch eine überragende Offensivleistung. 95 erzielte Punkte bei 18 gespielten Assists zeugen zudem davon, dass das Team hervorragend harmonierte und als echte Einheit auftrat. Jerry Green machte ein Klasse-Spiel (14 Punkte, 10 Assists) und John Bowler räumte unter dem Korb mächtig auf (24 Punkte, 7 Rebounds). Doch auch die Bank konnte wieder deutlich mehr Akzente setzten und hielt die Intensität das gesamte Spiel über sehr hoch.
Den besseren Start ins Spiel erwischten die Ulmer. Angetrieben vom Ex-Ludwigsburger Coleman Collins und Shooting Guard Lee Humphrey arbeiteten sie sich eine 16:11-Führung heraus. Die Gelben Riesen wachten auf und zeigten im restlichen ersten Viertel, warum sie zu einer der besten Offensiv-Mannschaften der Liga gehören. Ein 14:0-Lauf bescherte die 25:16-Führung für die Ludwigsburger. Vor allem John Bowler war von der Ulmer Verteidigung nicht in den Griff zu bekommen. Ein ums andere Mal zog er zum Korb und es gelang ihm zudem seinem Gegenpart, John Bryant, das zweite Foul anzuhängen. Im zweiten Viertel gab es dann volle Offensivkraft auf beiden Seiten. Beide Mannschaften nahmen es mit der Verteidigung nicht ganz so ernst und konzentrierten sich mehr auf das Punkte erzielen. Zunächst war Ulm mehr am Drücker und Per Günther konnte nach 14 gespielten Minuten für seine Mannschaft gar die Führung zurückholen (39:38). Doch wieder waren es Ludwigsburgs erfahrene Kräfte die das Spiel in die Hand nahmen. John Bowler, Donatas Zavackas, Toby Bailey und Jerry Green sorgten für einen 18:10-Lauf zum 56:39, ehe Alex Harris mit der Schlusssirene den Halbzeitstand von 58:39 erzielte.

Im dritten Viertel konnten die Mannen von Markus Jochum ihre Führung zunächst ausbauen. Jerry Green leitete das Spiel exzellent, erzielte insgesamt 14 Punkte und spielte 10 Assists. Nach einem Harris-Dreier zum 70:57 befanden sich die schwarz-gelben auf dem besten Weg zum 16. Saisonsieg. Doch Ulm zeigte noch einmal Herz und arbeite sich innerhalb weniger Minuten wieder in Schlagdistanz (67:72). Doch ein weiterer 9:0-Lauf der Ludwigsburger ließ die EnBW-Führung wieder auf 81:67 anwachsen. Im Schlussviertel zollten beide Teams dem hohen Tempo des Spiels etwas Tribut. Ulm mühte sich redlich, aber sie fanden kein Mittel, das Spiel noch einmal offen zu gestalten. Ludwigsburg spielte in der Schlussphase seine ganze Erfahrung aus und spätestens nach John Bowlers krachendem Dunking zum 95:82 standen die Zeichen endgültig auf Sieg.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Wir wussten alle, um was es hier geht. Zum einen um ein Derby mit vielen Emotionen, zum anderen um unsere Play-off-Chancen. Deshalb bin ich sehr stolz darauf, wie mein Team kühlen Kopf bewahrt hat. Wir haben noch vier Spiele zu spielen und liegen auf Rang neun – es ist also sowohl zu früh sich über die Play-offs zu freuen, als auch falsch, diesen Sieg zu hoch zu bewerten.“

Headcoach ratiopharm Ulm Mike Taylor:
„Ich kann heute nicht zufrieden sein, mit dem was meine Mannschaft gezeigt hat. Vor allem was die Verteidigung und die Intensität angeht. Uns fehlte die Konzentration und der Fokus bzw. die Extraenergie, die du brauchst, um ein Team wie Ludwigsburg zu schlagen. Ich hätte mir mehr Stolz von meiner Mannschaft gewünscht.“

Die Viertel im Überblick: 25:16 33:33 23:18 14:18

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Bowler (24, 7 Rebounds), Zavackas (16, 6 Rebounds), Green (14, 10 Assists), Harris (13), Rickert (8), Bailey (7, 5 Rebounds), Vene (7), McCray (4), Lischka (2), Bekteshi (n.e.), Koch (n.e.)

Scorer Ulm:
Collins (19, 6 Rebounds, 2 Blocks), Humphrey (19), Benzing (14, 6 Rebounds), Bryant (13, 17 Rebounds, 2 Blocks), Günther (9, 7 Assists), Mason-Griffin (5), Fitzgerald (4), Betz (2), Watson (0), Sonderleiter (0), Wenzl (0), Heberlein (n.e.)

So gut wie abgestiegen und doch selbstbewusst: Düsseldorf am Sonntag zu Gast in der Arena Ludwigsburg

Nach dem wichtigen Derbysieg in Ulm müssen die Gelben Riesen am Sonntag im Heimspiel gegen Düsseldorf gleich nachlegen. Vor heimischem Publikum dürfen sich die Barockstädter im Duell mit dem Tabellenletzten keine Schwäche erlauben, denn nur mit einem Sieg befindet man sich weiterhin auf Tuchfühlung mit den Playoffs.

Die Rheinländer sind jedoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, das konnte das Team von Murat Didin am Freitagabend eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit einem knappen 68:64 Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn wurde der Finalteilnehmer von 2009 wohl endgültig aus dem Rennen um die Meisterschaftsrunde geworfen, sodass die GIANTS am Sonntag mit neuem Selbstvertrauen in der Arena Ludwigsburg auflaufen werden. Zwar muss Düsseldorf weiterhin auf seinen verletzten Topscorer Olu Famutimi (12,5) verzichten, mit dem erst zweiten Sieg seit dem sensationellen Erfolg gegen Tabellenführer Bamberg im Januar konnten die Didin-Schützlinge für den Endspurt in der Beko Basketball Bundesliga aber noch einmal Fahrt aufnehmen.

Auch Alex Harris hat Respekt vor den Rheinländern: „Düsseldorf hat seine vielen Rückschläge dieses Jahr beeindruckend gut weggesteckt und mit einigen überraschenden Siegen bewiesen, dass sie einen starken Willen haben. Auch wenn diese Mannschaft am Tabellenende steht wird es schwer sie zu schlagen.“ Das Heimspiel gegen die Didin-Truppe um die Guards DeAndre Haynes und Steven Wright, sowie Centerspieler Esmir Rizvic wird also alles andere als ein Spaziergang für das EnBW-Team, daher sind die Barockstädter froh am Sonntag ihre Fans im Rücken zu haben. Spielbeginn in der Arena Ludwigsburg ist um 17.00 Uhr.

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