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Bärenstarke Eisbären schaffen die Wende

Bärenstarke Eisbären schaffen die Wende

Die Eisbären Bremerhaven haben in der Beko Basketball Bundesliga einen historischen Sieg errungen. Vor großer Kulisse (9780 Zuschauer waren in der Bremer ÖVB-Arena live dabei) besiegte der Underdog den FC Bayern München mit 73:71 und kletterte in der Tabelle auf Platz 5. Die Leistung der Eisbären ist umso höher zu bewerten, weil Mannschaftskapitän Torrell Martin bereits nach wenigen Minuten mit einer Knieverletzung ausfiel.
Die Gäste aus München dominierten die Anfangsphase und setzen sich bis zur 4. Spielminute auf 12:4 ab. Vor allem das Duo Troutman/Homan bereitete den Hausherren arge Kopfzerbrechen. Unter dem Bayern-Korn machten die beiden US-Stars alles dicht und in der Offensive sorgten sie für einfache Punkte. Auch Steffen Haman erwischte eine starke Anfangsphase, die Eisbären hingegen fanden gegen die konsequente Zonenverteidigung der Bayern zunächst kein Rezept.

Bayern hatte alles im Griff und führte nach 10. Minuten mit 18:11. Doch die Eisbären steckten den Ausfall von Martin überraschend gut weg. Die Bankspieler Terrell Everett, Mike Smith und Jermain Raffington sprangen hervorragend in die Bresche und leiteten einen Lauf der Eisbären ein. Bremerhaven war besser im Spiel und traf mehrfach aus der Distanz. Die Hausherren gingen sogar kurzzeitig in Führung (21:20), die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte allerdings wieder den Gästen. Allen voran Bayern-Brecher Jared Homan war nicht zu halten. Homan sicherte den Münchenern eine 33:28-Pausenführung.

Auch nach der Halbzeit agierten die dezimierten Eisbären auf Augenhöhe. Bayern erhöhte den Druck in der Verteidigung und hatte offensiv die klareren Aktionen. Bremerhaven lief fortan einem 6-Punkte-Rückstand her, der dank Ex-Nationalspieler Demond Greene (traf zwei Dreier in Folge) und Routinier Aleksandar Nadjfeji bis zum Ende des dritten Viertels Bestand hatte. Größtes Manko der Eisbären war die ausbaufähige Freiwurfquote. Nur 50 Prozent ihrer Versuche brachten Terrell Everett & Co bis zur 30. Minute im Korb unter.

Umso erstaunlicher, dass die Gastgeber dank ihres großen Kampfgeists und zweier Big-Shots von Mike Smith und Jermain Raffington weiter Anschluss hielten. Mehr noch. Raffingtons Distanztreffer brachte Bremerhaven bis auf 1 Zähler ran. Während die ÖVB-Arena Kopf stand, nahm Bayern-Coach Dirk Bauermann eine Auszeit. Aber die Eisbären waren nicht mehr zu bremsen. Zwei weitere Dreier von Raffington und Terrell Everett bedeuteten den 61:61-Ausgleich. Die kalte Dusche folgte prompt. Eisbären-Spielmacher Jamison Brewer kassierte ein umstrittenes technisches Foul und Bayern nutzte die Gelegenheit, um erneut auf 66: 61 davonzuziehen. Die Vorentscheidung? Mitnichten! Die Eisbären kämpften sich abermals zurück, verkürzten dank Chris McNaughton und Terrell Everett auf 70:71. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Zach Peacock brachte Bremerhaven 50 Sekunden vor Schluss mit 72:71 in Führung. Im Gegenzug kassierte Bayern ein Offensivfoul. Den Sieg perfekt machte schließlich der bärenstarke Chris McNaughton. Sein verwandelter Freiwurf zum 73:71 sollte in der an Dramatik nicht mehr zu überbietenden Schlussphase reichen.

Punkteverteilung Eisbären: Everett 17, McNaughton 17, M. Smith 10, Martin 3, Peacock 9, Raffington 8, A. Smith 2, Brewer 2, Cain 5

Beste Werfer Bayern: Troutman 17, Greene 15, Hansbrough 13, Homan 12

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