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Bayreuth punktet für den Klassenerhalt

Bayreuth punktet für den Klassenerhalt

Zwei Viertel ordentlich (21:13, 2. / 26:15, 4.), zwei Viertel weniger ordentlich (10:29, 1. / 8:27, 3.), soll lässt sich die 65:84-Auswärtsniederlage in Bayreuth nüchtern beschreiben. Etwas emotionaler kommentiert es Mike Taylor: "Ich kann nicht damit zufrieden sein, wie wir heute gespielt haben. Um bei einem Team zu gewinnen, das um das Überleben in der Liga kämpft, musst du einfach härter und erwachsener spielen. Das haben wir heute nicht", ärgert sich der Head Coach.
Dabei hatte es Taylor vorhergesehen: Die mit aller Macht um den Klassenerhalt kämpfenden Franken hatten ratiopharm Ulm tatsächlich "eine Schlacht" geboten. Und zwar von der ersten Minuten an: Wie entfesselt legten Ibekwe Ekenechukwu & Co. im ersten Viertel los. Von dem Bayreuther Druck sichtlich überrumpelt lagen die Ulmer bereits in der 10. Minute mit 8:27 zurück. Und mit diesem 19-Punkte-Defizit ging es dann auch in die erste Pause (10:29). Während Ekenechukwu, Danny Gibson und Markus Ginyard nach Belieben trafen, ging bei den Gästen offensiv fast gar nichts.

Im zweiten Spielabschnitt arbeitete sich ratiopharm Ulm dann allmählich aus dem tiefen Tal heraus. Schon nach sechs Punkten in Serie - abgeschlossen durch einen wütenden Dunking von Coleman Collins (16:29) - beantragte Bayreuths Coach Andreas Wagner die taktische Unterbrechung. Er hatte bemerkt, dass sich ratiopharm Ulm nicht ohne Gegenwehr ergeben würde. Und er hatte recht, wie sich in der 18. Minute zeigte: Nachdem Big John ein Dunking-Versuch misslungen war, eroberte Per Günther den Ball zurück und bediente Lee Humphrey: Der verkürzte per Dreier auf 29:39. Zur Halbzeit (42:31) war ratiopharm Ulm zwar noch nicht völlig aus dem Tal herauf geklettert, wähnte sich aber zumindest auf dem richtigen Weg; denn das zweite Vierte wurde mit 21:13 gewonnen.

Doch drei Minute nach Beginn der zweiten Halbzeit war es Mike Taylor, der mit einer Auszeit einen Bayreuther Run stoppen wollte. Denn die Gastgeber hatten sich mit einer 6:2-Serie erneut abgesetzt. Bis zur 24. Minute auf 33:48, eine Minute später gar auf 35:53. Bei minus 18 Punkten waren die Ulmer also wieder an der Talsohle angelangt. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Mit zwei Dreiern in Folge erhöhte Danny Gibson für Bayreuth auf 61:37 (27.) und entschied damit das Spiel. Für das viertbeste Dreipunkte-Team der Liga hieß das allerdings nicht, die Offensivpower zu drosseln: Der neunte Bayreuther Distanz-Treffer markierte das deprimierende 39:69 (30). "Für mich ist nicht entscheidend, dass Bayreuth zehn Dreier getroffen hat, sondern dass sie uns mit 40:30 bei den Rebounds geschlagen haben. Das ist enttäuschend", so Taylor.

Dass die Ulmer es zumindest schafften, den Rückstand bis zum Ende des Spiels noch etwas zu verkürzen (65:84) ändert nichts daran, dass Bayreuth diese "Schlacht" völlig verdient als Sieger verließ. In dieser Form ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich der BBC auf dem Nichtabstiegsplatz, auf den er nach dem Sieg seit langen einmal wieder geklettert war, bist zum Saisonenden wird halten können.

Für Ulm spielten
Mason-Griffin (2), Günther (8, 7 Assists), Betz, Sonderleiter, Wenzl (2), Heberlein, Benzing (12), Humphrey (7), Trice (4), Fitzgerald (12), Collins (4), Bryant (14).
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