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Befreiungsschlag in Berlin

Befreiungsschlag in Berlin

Die Telekom Baskets Bonn haben das Jahr 2011 mit einem Sieg abgeschlossen. Die Truppe von Trainer Michael Koch gewann im Klassiker gegen ALBA Berlin mit 86:78 (21:19, 25:21, 16:22, 24:16). Damit steigerten die Rheinländer ihre Bilanz gegen den Hauptstadt-Club in der Halle am Ostbahnhof auf vier Siege bei drei Niederlagen und fügten den „Albatrossen“ in der Saison 2011/2012 die erste Heimniederlage zu. Der Schlüssel zum Sieg lag in der guten Offensivleistung Bonns, dass deutlich mehr Zähler auflegte, als Berlin bis dato im Schnitt daheim zuließ (63,0 PpS). Zum überragenden Duo avancierte einmal mehr die Achse um Jared Jordan (neun Punkte, zwölf Assists) und Chris Ensminger (20 Punkte, zehn Rebounds).
Bereits am kommenden Montag geht es für die Telekom Baskets Bonn in der Beko Basketball Bundesliga mit dem Auswärtsspiel bei TBB Trier weiter.

Bonn erwischte in einer mit über 13.000 Zuschauern prall gefüllten o2-World einen guten Start, während die Gastgeber die Anfangsminuten völlig verschliefen (0:6, 3. Minute). Die „Albatrosse“ legten wie aus dem Nichts den offensiven Schalter um - und einen 7:0-Lauf aufs Parkett (7:6, 4. Minute). Die spielerischen Highlights boten zwar die Baskets in Form von einem Dreier durch Talor Battle sowie einem Alley-Oop von Tony Gaffney (7:11, 5. Minute), doch konnte dieser Umstand nicht verhindern, dass die Hausherren weiterhin auf Tuchfühlung blieben (19:21, 10. Minute).

Den Beginn des zweiten Abschnitts prägten die deutschen Nationalspieler in Reihen ALBA Berlins, Heiko Schaffartzik und Sven Schultze, mit Treffern von jenseits der 6,75 Meter-Linie (25:21, 12. Minute). Bonn stellte in der Verteidigung um, machte auf den kleinen Positionen deutlich mehr Druck und eröffnete sich so auf der Gegenseite Chancen, den Rückstand abzutragen. Passenderweise war es Benas Veikalas vorbehalten, mit einem Dreier für die Wende zu sorgen (33:34, 16. Minute). Da ALBA bis zur Pause kein geeignetes Mittel gegen die aggressiven rheinländischen Guards fand und defensiv Probleme durch Zvonko Buljan bekam, bauten die Gäste ihre Führung ein Stück weiter aus (40:46, 20. Minute).

Wie schon zu Beginn der Partie gehörten auch die ersten Minuten der zweiten Hälfte den Telekom Baskets aus Bonn. Erst schraubte Talor Battle den Vorsprung mit einem Sprungwurf aus der Mitteldistanz in den zweistelligen Bereich, dann zwang der Amerikaner Berlin mit einem Dreier zu einer taktischen Auszeit (45:56, 25. Minute). Coach Herbert schien in seiner Ansprache die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Schützlinge verteidigten ab diesem Zeitpunkt weitaus intensiver. Hinzu kam, dass Bonns bis zu diesem Zeitpunkt bester Schütze sich selbst aus dem Spiel nahm. Zvonko Buljan wurde von den Schiedsrichtern nach einem Scharmützel mit Sven Schulze wegen eines Kopfstoßes mit einem Disqualifizierenden Foul bedacht und in die Kabine geschickt. Der Kroate hatte bis zu diesem Zeitpunkt in nur 15 Minuten Einsatzzeit bereits 15 Punkte erzielt. Berlin kam so in die Position, mit Viertelende ausgleichen zu können (62:62, 30. Minute).

Zwar zogen die Hauptstädter im direkten Gegenzug gleich, fingen sich dann aber einen weiteren Distanztreffer durch Simonas Serapinas (75:78, 38. Minute). Berlin konnte in der Folge nicht den Anschluss herstellen und musste bei herunter tickender Uhr taktisch foulen, um zusätzliche Ballgewinne zu generieren. Die Rechnung ging nicht auf, da sich Bonn an der Freiwurflinie keine Blöße gab und den ersten Auswärtssieg eines Beko BBL-Teams während der laufenden Saison in der o2-World in trockene Tücher brachte.

In ausgewiesener Passgeberlaune präsentierte sich in Berlin Aufbauspieler Jared Jordan. Der beste Vorlagenverteiler der Beko Basketball Bundesliga brachte schon in der ersten Halbzeit allein fünf Assists auf den Weg. Der Amerikaner behielt auch im zweiten Durchgang den Überblick und verteilte sieben weitere direkte Korbvorlagen. Jordan beendete die Partie mit neun Punkten und zwölf Assists.

Bester Scorer des gesamten Spiels wurde der älteste Akteur auf dem Parkett. Chris Ensminger gelang einmal mehr ein „Double-double“. Der Bonner Center warf 20 Punkte und holte zehn Rebounds.

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):
„Wir haben nach dem Ulm-Spiel unser Spiel analysiert und unseren Gameplan heute sehr gut umgesetzt. Wir konnten immer wieder einige Nadelstiche setzen, die Berlin sicher weh getan haben - auch wenn wir durch einige kleine Fehler unseren eigenen Spielrhythmus gefährdet haben.“

Telekom Baskets Bonn:
Serapinas (12/2 Dreier), Ensminger (20, 10 Rebounds), Veikalas (12/1), Buljan (15), Mangold (0), Thülig (0), Jordan (9, 12 Assists), Hain (dnp), Gaffney (5, 7 Rebounds), Battle (13/3), Wohlfarth-Bottermann (dnp)

ALBA Berlin:
Staiger (0), Schultze (11/2), Ney (dnp), Schaffartzik (10/2), Allen (15), Francis (4), Simonovic (8/2), Wood (10), Weaver (8/1), Taylor (12/2)

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