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Befreiungsschlag in Bremerhaven

Befreiungsschlag in Bremerhaven

Bremerhaven bleibt für die WALTER Tigers Tübingen weiter ein glückliches Pflaster. Von sieben Auswärtsspielen in den letzten Jahren haben die Tübinger mit dem 90:83 (43:44)-Auswärtssieg am Sonntagnachmittag jetzt vier Begegnungen in der Seestadt gewonnen. Entschieden wurde das Spiel dadurch, dass die Tigers - anders als zuletzt gegen Ulm - den Schwung der ersten Halbzeit mit in die zweite Hälfte nehmen konnten.
Nach der Pause ließ sich die Mannschaft von Tigers-Cheftrainer, die im zweiten Viertel einen 14-Punkte-Rückstand aufholen konnten, nicht mehr abschütteln und konnten die Partie nach 40 Minuten für sich entscheiden. Vor 3280 Zuschauern in der Stadthalle zu Bremerhaven war Josh Young mit 16 Zählern bester Schütze der Schwaben. An alter Wirkungsstätte gelang Kapitän Louis Campbell mit 13 Punkten, elf Assists und sieben Rebounds ein herausragendes Spiel. Schlüssel zum Tübinger Erfolg im hohen Norden war die starke Quote von jenseits der 6,75 Meter Linie. 14 von 22 Versuchen fand das Ziel durch die Reuse (63,6%), während bei den Hausherren nicht viel aus der Distanz gelang (3/18, 15,8%). Interessant: Beide Teams verwandelten 16 von 22 Freiwürfen (72,7%), die Tübinger hatten 23 erfolgreiche Vorlagen, die Gäste gute 19.

Zachery Peacock zu Beginn nicht im Griff

Die ersten vier Punkte der Tigers wurden direkt von Center-Neuzugang Pavelas Cukinas erzielt, das 4:2 erzielte der Litauer sogar per Dunking (1. Minute). Ab jetzt sollte allerdings die Truppe von Eisbären-Trainer Douglas Spradley beginnen, das Spiel in die Hand zu nehmen. Mittels Fastbreaks und vor allem dem bärenstarken Power Forward Zachary Peacock, der allein im ersten Viertel 15 Punkte erzielt. Den Neuzugang aus Gießen konnten die Tübinger in der ersten Hälfte überhaupt nicht stoppen, er war neben Eisbären-Kapitän Torrell Martin hauptverantwortlich, dass sich die Norddeutschen zunächst etwas absetzen konnten. Auch sehenswerte Dreier von Reggie Redding, Adnan Hodzic und sogar Neuzugang Cukinas konnten nicht verhindern, dass die Eisbären von der Nordsee mit einer 29:21-Führung in die erste Viertelpause gingen.

Anfang des zweiten Viertels konnten die Bremerhavener ihre Führung anfangs noch weiter ausbauen. Immer wieder war es Peacock, der bei der Perovic-Truppe massives Kopfzerbrechen auslöste. Seine Punkte, die Reboundüberlegenheit führten dazu, dass die Spradley-Truppe einen 37:23-Vorsprung (14.) erzielen konnte. Doch nun starteten die Tigers eine Aufholjagd mit Bravour. Durch eine konzentrierte Leistung gegen die Bremerhavener Bankspieler und eine starke Trefferquote von außerhalb der 6,75 Meter Linie konnten die Tigers sich wieder in Schlagweite heran kämpfen. Mit einem Dreier von Nicolai Simon wurde die Bremerhavener Führung wieder auf unter zehn Punkte heruntergeschraubt (30:38, 15.). Im Anschluss ein Korbleger von Young und ein erfolgreicher Dreipunktewurf von Ruben Spoden und die Tigers waren nach einem weiteren Korb des gut aufgelegten Youngs wieder auf zwei Zähler (38:50, 17.) dran. Kurz vor Ende der ersten Spielhälfte kam es noch zu einem letzten Aufreger: Anthony Smith, der Shooting Guard des Gastgebers, traf mit der Halbzeitsirene von der Mittellinie, doch der Wurf zählte zum lautstarken Entsetzen der Eisbären-Fans nicht mehr, da er minimal nach Viertelende abgeworfen wurde. Die Gäste aus Baden-Württemberg gingen mit einem 43:44-Rückstand in die Halbzeitpause.

Wende nach der Pause

Nach der Halbzeit machten die Tigers dort weiter, wo sie im zweiten Viertel aufgehört hatten. Doch Bremerhaven kam ebenfalls verbessert aus der Kabine. Die beiden Kontrahenten lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, auf die wiedereroberte Führung (47:44, 21.) der Tigers durch Tyrone Nash und Vaughn Duggins, folgten direkt vier Punkte vom deutschen Nationalspieler Christopher McNaughton, der vor allem in der zweiten Hälfte aufdrehte. Dafür bekamen die Tigers allerdings Peacock (23 Punkte in der ersten Halbzeit) besser in den Griff, in der zweiten Hälfte kam der US-Amerikaner nur noch auf zwei weitere Zähler. Nach diesem Strickmuster ging es weiter. Das Spiel blieb knapp, immer wieder Führungswechsel. Die konzentriert und kämpferisch gut spielenden Tübinger waren immer wieder von der Dreierlinie erfolgreich und am Ende des Viertels lagen die Tigers mit 62:61 nach 30 Minuten in Front.

Auch im Schlussabschnitt blieb weiter erst einmal knapp. Erneut Dreier in Form von Nicolai Simon und Young brachten die Tübinger nach einem kurzen Rückstand wieder in Führung (68:65, 33.), doch Bremerhaven ließ sich noch nicht abschütteln. Als es aus Sicht der Hausherren 77:79 in der 39. Minute stand, wurde Campbell zum ersten Mal aufgrund der Bremerhavener Teamfouls an die Freiwurflinie geschickt und konnte dort den ersten Wurf verwandeln, nach dem zweiten konnte er sich den Offensivrebound sichern, dadurch konnte Simon wenige Sekunden später zum 82:77 nachlegen. Es waren noch knapp 80 Sekunden zu spielen. Jetzt wussten sich die Bremerhavener Eisbären nur noch mit Fouls zu helfen, um die Uhr zu stoppen. Doch vor allem der Ex-Bremerhavener und jetzige Tigers-Kapitän Campbell blieb cool und sichten den Schwaben mit 90:83 den ersten und so wichtigen Saisonerfolg.

Perovic zufrieden und glücklich zugleich

Campbell war nach der Partie glücklich und erleichtert zugleich. „Es war wichtig, dass wir endlich unseren ersten Sieg feiern können. Dass es dann an meiner ehemaligen Wirkungsstätte der Fall, ist natürlich etwas besonderes für mich“, sagte der 32-Jährige. Auch Perovic zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Im dritten und vierten Viertel konnten wir die Fastbreaks der Eisbären stoppen, was ihnen sehr wehgetan hat. Bremerhavens Spielphilosophie besteht darin, viel zu rennen, nach dem Rebound direkt anzugreifen. Das konnten wir dann erfolgreich verhindern“, so Perovic. Über Neuzugang Cukinas konnte Igor ebenfalls Gutes berichten: „Er hat uns wirklich geholfen, er ist ein sehr erfahrener Spieler, dazu bringt er uns Physis und Stärke unterm Korb.“

Mit diesem wichtigen Sieg im Rücken werden die Tigers hoffentlich auch gegen den BBC Bayreuth (12.11.2011 – 20 Uhr – Paul Horn-Arena) in der Lage sein, ihre Bilanz weiter aufzubessern. Hierfür muss die Mannschaft aber weiter am Rebounding arbeiten. Vor allem unter dem eigenen Korb müssen noch mehr Korbabpraller gesichert werden, da man so eine fabelhafte Dreierquote von 64%, - wie man sie am Sonntag hatte - natürlich nicht jeden Tag erwarten kann.

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