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Berlin empfängt Ulm am Mittwoch in der o2 World

Berlin empfängt Ulm am Mittwoch in der o2 World

An einem für die Bundesliga ungewohnten Termin zur Wochenmitte empfangen die Basketballer von ALBA BERLIN am Mittwoch (9. März, 20 Uhr) in der o2 World in einer den 25. Spieltag abrundenden Begegnung ratiopharm Ulm. Bei noch zehn ausstehenden Spielen steht für beide Mannschaften dabei der Kampf um die Playoff-Plätze auf der Tagesordnung.
Während die Berliner (16:8 Siege) mit ihrem Auswärtssieg in Oldenburg am letzten Spieltag einen großen Schritt in der Playoff-Platzierung gemacht haben, hängen die Ulmer Endrunden-Träume angesichts der bisherigen Bilanz von 10:14 Siegen schon am seidenen Faden.

Vor dem Hintergrund, dass in den letzten Jahren in der Beko BBL selbst 19 Siege nicht immer zur Playoff-Teilnahme ausreichten, werden die Ulmer in den verbleibenden zehn Spielen wohl noch einige Überraschungen - zum Beispiel am Mittwoch in Berlin - landen müssen, wenn sie ihren Playoff-Traum weiter träumen wollen. Entsprechend richten die Albatrosse sich auf einen Gegner ein, der mit allem was er hat nach dem vielleicht schon letzten Playoff-Strohhalm greift.

Dass die Ulmer ALBA gefährlich werden können, wissen die Berliner aus eigener schmerzhafter Erfahrung. Das Hinspiel in Ulm wurde 73:77 verloren, was seinerzeit am 6. November ALBAs erste Saisonniederlage in der Beko BBL markierte. ALBA-Trainer Muli Katzurin war damals bekanntlich noch nicht im Amt, hat sich aber wohl gerade deshalb das Video noch einmal angeschaut und kommt zu einer klaren Einschätzung: „ALBA hat da nicht gut gespielt.“

Umso froher ist der Trainer darüber, dass ALBA nach dem Aus im Eurocup jetzt mehr Zeit bleibt, um sich auf die nächsten Bundesliga-Gegner vorzubereiten: „Das kommt uns im Moment besonders gelegen, weil wir nach Taylor Rochestie auch den neuen Center Miroslav Raduljica so schnell wie möglich in die Mannschaft integrieren wollen.“

Die Ulmer legen ein hohes Spieltempo vor, das sich in der Statistik in pro Spiel erzielten 80,7 Punkten niederschlägt (Platz 2 in der Liga-Statistik). Kombiniert wird diese spektakuläre Vollgas-Offensive mit einer anderen Qualität, mit der die Ulmer speziell ALBA herausfordern: Kein Bundesligist sammelt mehr Rebounds als das Team von Trainer Mike Taylor (38,7 pro Spiel).

Dass die Ulmer beim Rebound so dominieren, ist kein Zufall, denn kein anderer Bundesligist verfügt über eine auch nur annähernd so imposante lange Garde wie ratiopharm Ulm. Allen voran ist hier US-Center John Bryant zu nennen, der mit seinen 136 kg und 2,11 m unter den Körben der Beko BBL seinesgleichen sucht und mit solider Technik und gutem Positionsspiel als effektivster Spieler der Beko BBL die erste Option in der Ulmer Offensive ist.

Mit Sean Sonderleiter (2,09 m) und Coleman Collins (2,06 m) hat „Big John“ zudem auf den Positionen 4/5 nicht gerade kleine Leute an seiner Seite. Auf der Position drei („Small Forward“) wird Nationalspieler Robin Benzing (2,09 m) seine Gegenüber auf Berliner Seite gar um mindestens 13 cm überragen. „Das ist ein wirklich auffällig großer Frontcourt“, zeigt sich auch Muli Katzurin beeindruckt, warnt aber; „Wir dürfen darüber aber nicht den Rest der Ulmer Mannschaft vergessen.“

Tatsächlich verdient auch Ulms Backcourt ALBAs volle Aufmerksamkeit, allen voran der junge Spielmacher Per Günther und der athletische US-Guard Roderick Trice, die beide mit großem Korbdrang agieren. Per Günther zieht mit seinem aggressiven Spiel sogar so viele Fouls, dass er mit im Schnitt verwandelten 5,2 Freiwürfen die Liga-Statistik der Strafwürfe anführt. Mit Lee Humphrey haben die Ulmer zudem einen der besten Distanzschützen der Liga (Dreierquote 41 %) im Team.
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