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Berlin muss 40 Minuten ohne Fehler spielen

Berlin muss 40 Minuten ohne Fehler spielen

Auch wenn das Ergebnis es nicht vermuten lässt, das erste Finale zwischen den Brose Baskets aus Bamberg und ALBA BERLIN war lange ein ausgeglichenes Spiel. Am Ende hat sich Bamberg durchgesetzt, weil sie ihre Waffen ...
1307427991/img_Ademola_Okulaja_Beko_BBL.jpg... zur Geltung gebracht haben: In jedem Viertel haben sich andere Spieler in Szene gesetzt und gepunktet.

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Im ersten Viertel spielte Casey Jacobson stark auf, dann übernahm Kyle Hines die Verantwortung. In den Schlussvierteln zeigten Anton Gavel und Brian Roberts, wie effektiv sie sein können.

Bamberg hat im Vergleich zu Berlin nicht unbedingt die bessere Bank, aber die Baskets-Bank hat besser produziert, war effektiver. Die Spieler bringen dank ihrer konstant guten Saison ein großes Selbstvertrauen mit, gerade vor heimischem Publikum, wo sie kein Spiel verloren haben.

Berlin hat auch viele Waffen, doch am Sonntag sind diese nicht zum Vorschein gekommen. Kein ALBA-Spieler konnte glänzen und das Spiel an sich reißen.

Berlin konnte über lange Strecken der Partie gegen Bamberg mithalten, aber vor allem Julius Jenkins und Taylor Rochestie haben weder in der Offensive noch in der Defensive ihr Leistungsvermögen abgerufen. Sicherlich hat sie ihre Foul-Bilanz daran gehindert, in den Schlussvierteln aggressiver zu spielen.

Ein entscheidender Faktor zu Gunsten Bambergs war die unterschiedliche Turnover-Quote. Bamberg erlaubte sich nur acht Ballverluste, Berlin dagegen 14. In einem Finale - auch noch auswärts - darf sich ein Team eine so hohe Fehlerquote nicht erlauben.

ALBA musste sich im Vergleich zum Halbfinale gegen Frankfurt taktisch umstellen. Gegen die Skyliners hatten sich die Berliner darauf konzentriert, den gefährlichsten Spieler - DaShaun Wood - auszuschalten. Das geht nun nicht mehr, weil Bamberg eine Vielzahl an Spielern in seinen Reihen hat, die ein Spiel entscheiden können.

In Spiel 2 am Mittwoch müssen die Berliner Veränderungen in ihrem Spiel vornehmen.

ALBA muss eine höhere Intensität an den Tag legen - physisch wie mental -, und aggressiver verteidigen, damit sie Bamberg zu mehr Ballverlusten zwingen. Denn einfache Fast-Break-Punkte fehlten Berlin.

Wenn die Berliner dies umsetzen, haben sie durchaus noch Chancen, die Meisterschaft zu gewinnen. Doch sie müssen jetzt Schritt für Schritt denken. Ein Sieg zu Hause ist dabei Pflicht.

Euer
Ademola Okulaja

Ademola Okulaja war 13 Jahre eine feste Größe der deutschen Nationalmannschaft. Der Forward nahm an fünf Europa- und zwei Weltmeisterschaften teil, holte 2002 WM-Bronze in den USA. In der Liga spielte er für ALBA Berlin - wo er den Korac Cup 1995 und die Meisterschaft 2000 holte -, in Köln und zuletzt in Bamberg. 2010 erklärte er seine Karriere für beendet. Nun begleitet er für SPORT1 das Geschehen in der Beko BBL als TV-Experte und Kolumnist.

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