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Beste Karnevalslaune an der Volme

Beste Karnevalslaune an der Volme

Die närrische Zahl elf sorgt auch in Hagen für Partystimmung. Am Karnevalssamstag schaffte Phoenix Hagen mit einem 94:88 (41:41) über den BBC Bayreuth nicht nur den elften Saisonsieg, sondern stellte gleichzeitig endgültig die Weichen für eine weitere Saison in der Beko Basketball Bundesliga. 3.020 Zuschauer in der ENERVIE Arena freuten sich mit ihrem Team über eine jetzt sehr wahrscheinliche, frühzeitige Rettung.
Sechs Siege und der bessere direkte Vergleich trennen die Feuervögel nun vom Vorletzten – und das ist eben der BBC Bayreuth. Bei noch neun ausstehenden Spielen ist das eine durchaus komfortable Situation. Beiden Teams war die Nervosität über weite Strecken der Partie anzumerken.

Bayreuth schüttelte die Anspannung in Person des auffälligen Ekene Ibekwe zuerst ab und ging durch den Amerikaner mit 11:6 in Führung (56.). Die Hagener ließen ihrerseits eine Menge in der Offensive liegen, konnten die Partie in der Endphase des ersten Viertels durch den agilen Mark Dorris jedoch drehen.

Mit einem 21:18 ging es ins zweite Viertel, in das die Oberfranken den besseren Start erwischten. Phoenix tat das Seine dazu, verlor einige Bälle und rannte so in Fastbreaks, die Ibekwe und Marcus Ginyard mit krachenden Dunkings zur 34:30-Führung für die Gäste ausnutzten. Beide Mannschaften taten sich jetzt schwer und boten ein in dieser Phase wenig ansehnliches Spiel, in dem viele Chancen ungenutzt blieben. Ein Tip-In von Zygimantas Jonusas mit der Schlusssirene stellte den 41:41-Pausenstand sicher.

Direkt nach Wiederbeginn änderten sich zwei Dinge: Pheonix presste jetzt weniger in der Verteidigung und traf gleich die ersten beiden Dreier durch David Bell und Jacob Burtschi zum 49:41 (22.), was vor dem Wechsel kaum gelang. Das schnelle Hagener Spiel bereitete den Bayreuthern zunehmend Probleme. Phoenix holte etliche Offensivrebounds und kam durch Edward Seward zum 65:55 (28.). Als Bernd Kruel, der ein ums andere Mal schön in Szene gesetzt wurde, zum 73:60 vollstreckte (31.), deutete sich eine Vorentscheidung an.

Doch der BBC hatte im Abstiegskampf nichts mehr zu verschenken. Jaivon Harris und Simon Schmitz versenkten zwei Dreier zum 73:66. Phoenix behielt jetzt die Ruhe und konnte den Vorsprung durch kluges Setplay verteidigen.
Als Mark Dorris dann „from coast to coast“ zum 89:79 traf (38.), schienen alle Messen gelesen. Doch die Hagener Verteidigung war jetzt nicht mehr ganz so aufmerksam, ließ einige freie Würfe zu und kassierte 28 Sekunden vor dem Ende durch Jaivon Harris den Dreier zum 90:88.

Die Unterschiede waren an diesem Tag letztendlich marginal. Vieles war – auch statistisch – ausgeglichen. Phoenix holte einige wichtige Offensivrebounds mehr und gewann das Spiel nicht zuletzt von der Freiwurflinie, wo David Bell und Mark Dorris am Ende die Nerven behielten.

Insgesamt erzielten die Hagener neun Punkte mehr von der Freiwurflinie als der BBC. Phoenix-Coach Ingo Freyer bekommt nach dem 94:88-Sieg endlich das, was er sich schon vor dem Spiel wünschte: „Dass mich nicht immer alle ständig nach dem Klassenerhalt fragen.“ Und auch Hallensprecher Hans-Uwe Schröers Wunsch dürfte in Erfüllung gehen: „Endlich mal eine Reise zu einem Auswärtsspiel ohne Abstiegsgespenst auf dem Nebensitz.“

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: "Wir sind sehr froh, dass wir dieses wichtige Spiel für uns entscheiden konnten. Bisher haben wir daheim meist nur gegen bessere Teams in der Tabelle gut ausgesehen. Es war sicher kein schönes Spiel, beide Teams haben ziemlich nervös agiert. Es waren zu viele Ballverluste dabei, offensiv haben wir einige schlechte Entscheidungen getroffen. Außerdem haben wir zum Schluss einige leichte Dreier zugelassen. Gut, dass wir nach der Pause die ersten Dreier getroffen haben. Aber was zählt, ist heute nur der Sieg!

Andreas Wagner: "Glückwunsch an Hagen. Wir haben heute nicht umgesetzt, was wir wollten - vor allem defensiv. 94 Gegenpunkte sind zu viel, um hier zu gewinnen. Mit 88 eigenen Punkten bin ich zufrieden. Ein Grund für die Niederlage waren auch die Rebounds. Wir haben Hagen eine Menge zweite Chancen gegeben. Am Ende waren wir wenig clever und auch unsicher, was nach den ganzen Niederlagen aber kein Wunder ist."

Phoenix Hagen: Dorris (18/1), Jonusas (17/3), Kruel (13), Burtschi (12/2), Bell (12/1, 6 Ass.), Pryor (10), Seward (8), Terwilliger (4), Schwarz.

BBC Bayreuth: Ibekwe (19, 9 Reb., 5 BS), Reiner (16, 10 Reb.), Ginyard (14), Gibson (13/1), Harris (12/2), Campbell (9/3), Schmitz (3/1), Wachalski (2), Neitzel, Schmidt.

Zuschauer: 3.020

Stationen: 6:9 (5.), 21:18 (10.), 31:34 (15.), 41:41 (20.), 59:51 (25.), 69:60 (30.), 80:75 (35.), 94:88 (40.).
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