FB Twitter Instagram YouTube Google+
Bis in die Schlussminuten auf Augenhöhe

Bis in die Schlussminuten auf Augenhöhe

Der BBC Bayreuth hat seinen dritten Heimsieg in Folge verpasst. 105 Sekunden vor Spielende hatten die Eisbären Bremerhaven nur einen Zähler Rückstand, am Ende gewann das Team von der Küste vor 3.050 Zuschauern mit 83:90 (44:46). Ekene Ibekwe (22) und Danny Gibson (17) waren beste Werfer beim BBC, bei den Gästen überzeugten Terrell Everett (28) und Sean Denison (21). Bereits am kommenden Donnerstag hat der BBC erneut die Chance auf wichtige Punkte im Abstiegskampf, wenn ab 19:30 Uhr das Team von ratiopharm Ulm in der Oberfrankenhalle gastiert.
Der BBC hatte sich für das Spiel gegen den Play Off-Kandidaten viel vorgenommen. Dieses Vorhaben wurde in der Anfangsphase eindrucksvoll umgesetzt: Drew Neitzel fängt einen der ersten Bremerhavener Pässe ab, spielt schnell auf Danny Gibson weiter, der mit einem Dreier das Scoring eröffnet. Immer wieder kommt der Ball in den ersten Minuten zu Gibson und Ekene Ibekwe, der in der dritten Minute mit einem Dreipunkt-Spiel zum 10:5 abschließt. Nur langsam kamen die Gäste anschließend in Tritt, erst ab Mitte des ersten Viertels gelang es, den Rückstand zu minimieren. Nachdem Craig Callahan zunächst zum 12:11 verkürzte gelang dem Power Forward der Eisbären an der Freiwurflinie die erste Führung – 12:13 (6.). Das Spiel war nun offen, mit fast jedem Angriff wechselte die Führung. Ein sehenswert von Jaivon Harris aufgelegter Dreier von Simon Schmitz bedeutete in der neunten Minute das 19:17, in der letzten Minute gelang Bremerhaven der Ausgleich, Philipp Schwethelm war ebenfalls von draußen erfolgreich und glich das Spiel aus.

Zwei schnelle Körbe von Pete Campbell und Marcus Ginyard bedeuteten in der zwölften Minute nicht nur das 29:24 sondern auch die erste, von Bremerhaven gezogene Auszeit des Abends. Nach dieser verwandelte zunächst Marcus Ginyard nach schönem Zuspiel von Jared Reiner per Dunking zum 31:29, ehe die Eisbären durch Sean Denison und ein Dreipunkt-Spiel von Terrell Everett zum 31:34 (15.) die Führung zurückholen konnten. Der BBC ließ die Küstenstädter jedoch nicht davonziehen und blieb dran, ein weiterer Dreier von Danny Gibson markierte in der 16. Minute das 36:36. Zwei schnelle Korberfolge von Sean Denison brachten die Gäste in der 18. Minute wieder mit vier Zählern in Front, ehe, nach BBC-Auszeit, der erneute Ausgleich fällig war. Danny Gibson und Jaivon Harris zeichneten sich für das 42:42 (19.) verantwortlich. Dass Bremerhaven doch mit einem knappen Vorsprung in die Pause gehen konnten, lag vor allem an einem von Craig Callahan abgeschossenen Fast Break zum 42:46. Auf der Gegenseite waren es Freiwürfe von Danny Gibson, die den Rückstand auf zwei Zähler reduzierten.

Auch nach dem Wechsel blieb der BBC auf Augenhöhe mit den Eisbären, die sich zunächst zwischen der 22. und 24. Minute um sechs Punkte auf 48:54 absetzen konnten. Vier Punkte steuerte der auffällige Sean Denison in dieser Phase bei. Nach einer weiteren BBC-Auszeit dauerte es bis zur 29. Minute, ehe der Rückstand wieder kleiner wurde. Dass Bremerhaven nicht weiter davonziehen konnte, lag unter anderem an vier Punkten von Stefan Schmidt, der heute auch offensiv Akzente setzen konnte. Nachdem Simon Schmitz und an der Freiwurflinie Jared Reiner zum 58:62 trafen erhielt Pete Campbell Sekunden vor der Viertelpause sein viertes Foul. Tyrone Brazelteon traf nur einen Freiwurf zum 59:65.

Die ersten zwei Minuten des letzten Abschnitts gehörten dem BBC, der durch Steve Wachalski und ein Dreipunkt-Spiel von Jaivon Harris den Rückstand fast egalisieren konnte. Auch wenn immer wieder Sean Denison und Terrell Everett für die Gäste punkten konnten blieb der BBC dran, in der 34. Minute wurde die konzentrierte Leistung mit dem erneuten Ausgleich belohnt. Wieder war es Danny Gibson, der aus der Distanz maß nahm und seinen dritten Dreier zum 69:69 im Eisbären-Korb versenkte. Noch einmal gelang anschließend gar die Führung, die auf das Konto von Jared Reiner ging. In der 36. Minuten gab es eine kuriose Situation: Drew Neitzel will Tyrone Brazelton beim Dreier blocken, was auch gelang. Doch der Ball hatte so viel Effet, dass er von den Händen Neitzels in den BBC-Korb fiel. Nach kurzer Diskussion wurde der Dreier gegeben, Bremerhaven lag wieder vorne. Zwei Körbe von Terrell Everett bauten den Vorsprung bis zur 37. Minute auf 72:76 aus, ehe Steve Wachalski nach einer weiteren BBC-Auszeit einen Dreier aus der Drehung versenkte. 105 Sekunden vor dem Ende verwandelte Ekene Ibekwe zwei Freiwürfe zum 79:80, auf der Gegenseite sorgte Terrell Everett zunächst für Punkte aus dem Feld und dann von der Freiwurflinie. Ein Ballverlust von Drew Neitzel sorgte dann für die Vorentscheidung, in der Folge konnte Tyrone Brazelton per Freiwürfe auf 79:86 erhöhen, am Ende hieß es 83:90 für die Eisbären.

Auch der Mitteldeutsche BC konnte am Wochenende keinen Sieg einfahren, beide Clubs liegen weiterhin gleichauf auf den Plätzen 16 und 17. Der BBC kann jedoch schon am Donnerstag die Wölfe wieder überholen, wenn das Team von ratiopharm Ulm in der Oberfrankenhalle gastiert. Spielbeginn ist am 31. März um 19:30 Uhr, Tickets für das vorletzte Heimspiel der Saison gibt es beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60), der Theaterkasse (Opernstraße 22) sowie unter tickets.bbc-bayreuth.de

Trainerstimmen:

Douglas Spradley (Eisbären Bremerhaven): „Wenn ich mir einen Wert aussuchen kann dann hebe ich die nur sechs gemachten Ballverluste hervor. Es ist nicht einfach hier zu spielen, Bayreuth hat eine tolle, laute Atmosphäre. Gratulation an mein Team, wir spielen auswärts teilweise konzentrierter. Wir haben schlauer gespielt, eine hohe Intensität gehalten, trotz dem Ausfall von Jan Lipke. Wir haben die Würfe gut kontrolliert und in der offensive wichtige Akzente gesetzt. Ich bin dankbar für den Sieg und wünsche Bayreuth viel Glück im Abstiegskampf.“

Andreas Wagner (BBC Bayreuth): „Gratulation an Bremerhaven zum Sieg. Am Schluss haben wir ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Wir hatten doppelt so viele Ballverluste, das hat am Ende wehgetan. Wir dürfen zu Hause nicht so viele Punkte kassieren. Wir haben nicht gut ausgeboxt, am Ende zu viele einfache Punkte in der Defense zugelassen. Bremerhaven ist ein sehr gutes Team. Unser Spiel war nicht so schlecht, wir müssen die Köpfe nach oben nehmen und am Donnerstag einen Sieg holen. Wir wollten das Spiel gewinnen, aber Siege sind nicht einplanbar. Die Chance auf einen Sieg am Donnerstag ist mit der Unterstützung der Fans möglich.“

BBC Bayreuth – Eisbären Bremerhaven
83:90 (25:25;19:21;15:19;24:25)

BBC Bayreuth: Ibekwe 22, Gibson 17, Harris 9, Reiner 7, Schmidt 6, Ginyard 6, Wachalski 5, Schmitz 5, Neitzel 4, Campbell 2. Dreier: Gibson 3, Wachalski 1, Schmitz 1.

Eisbären Bremerhaven: Everett 28, Denison 21, Callahan 14, Brazelton 11, Schwethelm 8, Drevo 4, Brewer 2, Shtein 2, Lipke 0. Dreier: Schwethelm 2, Brazelton 1.

Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 52% (28 von 54), Bremerhaven 52% (36 von 69)
Dreierquote: Bayreuth 31% (5 von 16), Bremerhaven 27% (3 von 11)
Freiwurfquote: Bayreuth 92% (22 von 24), Bremerhaven 71% (15 von 21)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 29 (23/6), Bremerhaven 29 (20/9)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 12/13/1/3, Bremerhaven 6/15/3/0
Fouls: Bayreuth 21, Bremerhaven 22
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport