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Bittere 83:84 Heimniederlage gegen Bonn

Bittere 83:84 Heimniederlage gegen Bonn

Zum dritten Mal in dieser Saison musste sich die EnBW Ludwigsburg am Samstagabend zuhause mit nur einem Punkt Unterschied geschlagen geben. Im Duell mit den zuletzt in fünf Spielen ohne Sieg gebliebenen Telekom Baskets Bonn sorgte Routinier Chris Ensminger vier Sekunden vor Schluss per Lay-Up für die Entscheidung zugunsten der Gäste, die am Ende denkbar knapp mit 83:84 (46:45) die Oberhand behielten. Vor 3.107 Zuschauern in der ARENA Ludwigsburg punkteten für die Hausherren sechs Spieler zweistellig, wobei sich Jeff Greer und Donatas Zavackas mit jeweils 15 Zählern als Topscorer auszeichneten.
Nach verhaltenem Beginn beider Mannschaften sorgte Gäste-Center Chris Ensminger am Samstag in der ARENA Ludwigsburg für die ersten Punkte der Partie und brachte seine Mannschaft mit 0:4 in Führung. Ein Dreier von Jeff Greer ließ die Gastgeber anschließend jedoch so langsam ins Spiel kommen und als Donatas Zavackas wenig später mit einem weiteren Treffer aus der Distanz nachlegte, war die Anfangsnervosität dahin und Ludwigsburg legte in den folgenden Minuten eine erstklassige Offensivleistung aufs Parkett. Besonders von der Dreierlinie hatten die Gastgeber nun ihren Rhythmus gefunden und so führten Treffer von Harris, Lischka und erneut Zavackas, sowie sechs Punkte durch den erneut für Jerry Green in der Startformation stehenden Mark Dorris die EnBW’ler zwischenzeitlich zu einem 23:14 Vorsprung. Da sich allerdings auf der Gegenseite Benas Veikalas immer wieder gegen die Ludwigsburger Defensive durchsetzen konnte, blieb Bonn in Reichweite und verkürzte trotz eines spektakulären Dorris-Blocks bis zum Ende des ersten Abschnitts auf 29:23.

Im zweiten Viertel gab dann auch Center Kurt Looby seine Duftmarke in der Verteidigung ab und sorgte mit seinem Monsterblock gegen Zvonko Buljan für Applaus von den Rängen, ehe kurze Zeit später Jeff Greer per Dunking für das nächste Highlight verantwortlich war und David McCray die ARENA mit einer weiteren Flugeinlage zum Brodeln brachte. Nach dem spektakulären Tip-In des Aufbauspielers geriet der Offensivmotor der Barockstädter dann allerdings etwas ins Stocken, Veikalas hingegen zeigte sich weiterhin von seiner besten Seite und führte sein Team zu einem 6-0 Zwischenspurt, der die Baskets nach sechs Minuten auf 37:36 heranbringen konnte. 15 Punkte hatte der Litauer zu diesem Zeitpunkt bereits auf seinem Konto verbucht. Landsmann Donatas Zavackas wollte dem in nichts nachstehen und versenkte den nächsten Dreier, die Zuschauer sahen im weiteren Verlauf des zweiten Abschnitts nun jedoch ein ausgeglichenes Spiel, sodass es für die Gastgeber am Ende mit einer knappen 46:45 Führung in die Halbzeitpause ging.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Ludwigsburg dann erneut gut aus den Startlöchern und erhöhte schnell auf 52:47, im Angriff kam jedoch immer mehr Sand ins Getriebe der Barockstädter und so wirkte man auf einmal etwas ideenlos gegen die verbesserte Verteidigung der Gäste. Im Gegenzug markierte Aufbauspieler Jared Jordan sieben Zähler in Serie um sein Team damit erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Front zu bringen (56:57). Johannes Lischka konnte zunächst noch kontern, die Gäste hatten die Partie in dieser Phase nun allerdings fest im Griff und so erhöhten die Baskets durch einen 8-0 Zwischenspurt auf 58:65 um EnBW-Coach Markus Jochum bereits jetzt zu seiner zweiten Auszeit zu zwingen. Danach fand Ludwigsburg dank fünf Punkten von Jeff Greer zurück in die Spur und so startete man mit einem 63:67 Rückstand in die letzten zehn Minuten.

Diese wurden dann von einem erfolgreichen Dreier durch David McCray eröffnet um den Geräuschpegel in der ARENA Ludwigsburg gehörig nach oben schnellen lassen, ehe Bonn mit zwei Gaffney-Freiwürfen und Distanztreffern von Talor Battle wieder auf 66:75 erhöhen könnte. Die EnBW’ler ließen sich davon jedoch nicht aus der Fassung bringen. Greer traf einen wichtigen Wurf von der Dreierlinie und führte die Barockstädter zusammen mit Zavackas, Bowler und Harris zu einem furiosen 10-0 Lauf, der die Hausherren dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit 76:75 in Führung brachte. Zvonko Buljan setzte dem Zwischenspurt daraufhin ein Ende, Alex Harris legte mit dem insgesamt elften erfolgreichen Ludwigsburger Dreier aber noch einmal nach und zwang Gästetrainer Michael Koch beim Stand von 79:77 zu einer weiteren Auszeit. Es folgten vier Punkte des am Samstagabend stark auftrumpfenden Jared Jordan, ein erfolgreicher Mitteldistanzwurf durch John Bowler und zwei Freiwurftreffer von Jeff Greer zum 83:81 Zwischenstand eine Minute vor Schluss. Bei noch 43 Sekunden verbleibender Spielzeit ging dann Simonas Serapinas an die Linie um nur einen der beiden Versuche erfolgreich zu verwandeln, Ludwigsburg in Person von Mark Dorris blieb im darauffolgenden Angriff allerdings ohne Korberfolg, sodass Bonn 16 Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz kam. Hervorragend herausgespielt, landete der Ball dabei letztlich beim freistehenden Chris Ensminger unter dem Korb. Mustergültig bedient von Aufbauspieler Jordan konnte der Routinier per Korbleger vollenden um die Baskets damit vier Sekunden vor Schluss mit einem Zähler in Front zu bringen. Der letzte Angriff gehörte dann erneut Mark Dorris, der schwierige Wurf des US-Amerikaners verfehlte jedoch sein Ziel und so mussten die Barockstädter am Ende eine bittere 83:84 Heimniederlage einstecken.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„So eine Niederlage ist natürlich frustrierend, wir haben jedoch nicht viel Zeit das zu verarbeiten. Am Donnerstag steht schon das nächste Spiel gegen Hagen auf dem Programm, wir müssen also weiter nach vorne schauen. Dabei ist klar, Zahlen lügen nicht! Zuhause 84 Punkte zu kassieren ist zu viel.“

Headcoach Telekom Baskets Bonn Michael Koch:
„Ich muss meiner Mannschaft heute ein großes Kompliment aussprechen! Auch nach fünf Niederlagen in Serie haben die Jungs weiterhin an sich geglaubt und heute eine sehr starke Offensivleistung gezeigt. In der Verteidigung haben wir zwar zu viele einfache Sachen zugelassen, mit viel Energie und Kampf konnten wir aber auch das wettmachen und am Ende etwas glücklich gewinnen. Der Sieg ist natürlich unglaublich wichtig für uns und gibt hoffentlich etwas Rückenwind für die kommenden Aufgaben.“

Die Viertel im Überblick: 29:23 17:22 17:22 20:17

Statistik:

Scorer Ludwigsburg:
Zavackas (15, 6 Rebounds), Greer (15, 4 Assists), Harris (13, 4 Assists), Lischka (11), Bowler (10), Dorris (10, 7 Assists), McCray (5), Looby (2, 5 Rebounds, 2 Blocks), Koch (2), Bekteshi (n.e.), Maier (n.e.), Green (n.e.)

Scorer Bonn:
Jordan (24, 5 Assists), Veikalas (17), Gaffney (11, 5 Assists, 4 Blocks), Battle (11), Buljan (8, 7 Rebounds), Serapinas (7, 3 Steals), Ensminger (6), Thülig (0), Mangold (0), Hain (0), Wohlfahrt-Bottermann (n.e.)

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