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Bobby Brown im Interview:

Bobby Brown im Interview: "Wir sind ein Team, das um den Titel mitspielen kann"

Bobby Brown weiß, wie es sich anfühlt, die Deutsche Meisterschaft zu feiern. 2008 hatte er entscheidenden Anteil am letzten Titelgewinn von ALBA BERLIN. Nach Einsätzen in der NBA, in Polen und in Griechenland ist der US-Amerikaner nun zurück in Deutschland:
1319183368/img_Bobby_Brown_EWE_Baskets_Oldenburg_1.jpgBei den EWE Baskets Oldenburg lenkt er die Geschicke im Aufbau.

In folgendem Interview äußert sich der 27-Jährige über die aktuelle sportliche Situation, seinen Traum von einer weiteren Meisterschaft und über den Lockout in der NBA.

image_1288779294890.png.

Herr Brown, das letzte Spiel gegen Braunschweig ging in eigener Halle verloren. Was war der entscheidende Grund?
Bobby Brown: „Wir hatten Schwierigkeiten in der Verteidigung, das war offensichtlich. Außerdem fehlte uns phasenweise das letzte bisschen Konzentration. Aber, und das darf nicht vergessen werden, Braunschweig hat sich dank wichtiger Treffer den Sieg am Ende verdient.“

In Ludwigsburg und gegen Braunschweig haben die Baskets 188 Punkte kassiert, die Gegner trafen zudem hochprozentig von der Dreierlinie. Gibt es ein Intensitätsproblem in der Defensive?
Bobby Brown: „Ja, das war in den beiden Spielen ganz eindeutig ein Thema. Wir müssen deutlich aggressiver werden, und das geht bei mir los. Da muss ich entsprechend Zeichen setzen und alle mitziehen. Abschnittsweise gefällt mir unsere Verteidigung schon sehr gut, das müssen wir aber über das gesamte Spiel zeigen. Mehr Aggressivität, den Fokus über die gesamte Spieldauer haben und nie die Konzentration verlieren – dann wird sich alles fügen.“

„Es kommt darauf an, auf positive Art und Weise untereinander zu kommunizieren“

1319183384/img_Bobby_Brown_EWE_Baskets_Oldenburg_2.jpgWie ist es um die Teamchemie bestellt nach den zwei Begegnungen? Und: Wurde die Intensität im Training hochgefahren…?
Bobby Brown: „Die Teamchemie ist und bleibt großartig! Das Training war in der Tat intensiv, alle haben sich gegenseitig gepusht und Vollgas gegeben. Jeder macht den anderen besser, keiner zeigt in irgendeiner Form mit dem Finger auf andere. Wir akzeptieren die Herausforderungen und wollen es schon gegen Bonn besser machen.“

Kommt dem Point Guard in einer solchen Situation eine besondere Rolle zu?
Bobby Brown: „Ich kann dem Team dadurch den Weg weisen, dass ich viel Druck auf meinen Gegenspieler ausübe und eine Menge Energie investiere. Das wird sich auf alle übertragen. Außerdem kommt es natürlich darauf an, auf positive Art und Weise untereinander zu kommunizieren.“

„Der Start ist doch nur zusätzliche Motivation, noch besser zu werden“

Von außen werden die EWE Baskets gerne als Mitfavorit bezeichnet. Wie sehen Sie das nach einem Start mit 4:4 Punkten?
Bobby Brown: „Ich sehe diese Rolle als unverändert an. Ja, wir sind ein Team, das um den Titel mitspielen kann. Der Start ist doch nur zusätzliche Motivation, noch besser zu werden und die kleinen sportlichen Anlaufschwierigkeiten beiseite zu räumen. Keiner darf vergessen: Es sind erst vier Spiele absolviert, und die Saison ist noch sehr lang. Wir werden unseren Weg gehen. Ich habe volles Vertrauen in meine Mitspieler und die Trainer!“

Der nächste Gegner ist Bonn. Die Telekom Baskets sind mit 8:0 Punkten gestartet, obwohl sie ein nahezu vollständig neues Team aufgestellt haben. Wo sehen Sie deren Stärken und Schwächen?
Bobby Brown: „Bonn ist in der Tat sehr gut in Tritt gekommen. Sie haben in Jared Jordan einen exzellenten Point Guard. Ich hatte bisher noch nicht so viel Gelegenheit, mir ein komplettes Bild von allen anderen Spielern zu machen, aber ich bin sicher, dass sie sehr gut sind. 8:0 Punkte sprechen für sich.

„Wir müssen nun nur ein paar Kleinigkeiten verbessern“

1319183402/img_Bobby_Brown_EWE_Baskets_Oldenburg_3.jpgWarum kommt Bonn bisher besser mit einem solch radikalen Umbau klar als Oldenburg?
Bobby Brown: „Das kann ich nicht beantworten, da ich nicht für Bonn spiele. Für uns kann ich nur sagen: Auch uns gelingt das im Prinzip gut, wir müssen nun nur ein paar Kleinigkeiten verbessern.“

Nach dem Gastspiel in Bonn folgen die Duelle mit dem FC Bayern München und ALBA BERLIN. Bekommt man in dieser Situation Angst, möglicherweise mit 4:10 Punkten in die Saison zu starten?
Bobby Brown: „Ich freue mich auf diese Spiele! Die Begegnungen gegen diese drei Gegner werden uns zeigen, wo wir im Moment stehen. Ich bin mir sicher, dass wir uns mit allen messen können. Man hat die Gelegenheit, Zeichen zu setzen und den Basketball-Fans zu zeigen, dass wir ein gutes Team sind. Wir werden bereit sein! Und nein, ich habe überhaupt keine Angst. Denn es ist, wie ich schon sagte, noch sehr früh in der Saison.“

Die Beko BBL ist über die Jahre immer stärker geworden. Wie sehen Sie die deutsche Liga im Vergleich zu den anderen Ligen, in denen Sie aktiv waren?
Bobby Brown: „Das ist in der Tat richtig. Die Liga ist deutlich stärker als zu der Zeit, in der ich zuletzt hier gespielt habe. Jede Partie ist eine riesige Herausforderung. Im Vergleich zu den anderen Ligen fällt natürlich die erheblich höhere Anzahl an US-Amerikanern in den Mannschaften auf.“

„Hoffe, dass es schnell zu einer Einigung kommt, da ich meine Freunde spielen sehen will“

Lassen Sie uns kurz nach Übersee blicken. Der Lockout ist da, der Saisonstart in der NBA verschoben.
Bobby Brown: „Es tut mir Leid für die Spieler, die in den vergangenen Jahren etwas sorglos mit ihrem Geld umgegangen sind (lacht). Ich hoffe, dass es schnell zu einer Einigung kommt, da ich meine Freunde endlich spielen sehen will.“

Können Sie das Verhalten verstehen?
Bobby Brown: „Absolut! Ich kann nachvollziehen, was die Spieler fordern – denn sie sind die Besten der Welt in ihrem Sport. Und sie sind es, die den Klubs ermöglichen, sehr viel Geld zu verdienen. Daher stehe ich auf ihrer Seite.“

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