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Brose Baskets bleiben in der O2 World ungeschlagen

Brose Baskets bleiben in der O2 World ungeschlagen

Mit 97:93 entscheiden die Brose Baskets nach einem Fehlstart und zwischenzeitlich bis zu 16 Punkten Rückstand das Prestigeduell mit ALBA Berlin noch für sich. Überragender Bamberger in der Partie des 27. Spieltages war Predrag Suput, der ein fast perfektes Spiel lieferte. 11 von 11 Feldversuchen fanden ihr Ziel, zusätzlich verwandelte er 7 von 8 Freiwürfen und holte 9 Rebounds. Seiner Nervenstärke von der Freiwurflinie verdankten die Brose Baskets in der Schlussphase den Sieg. Ebenfalls zweistellig punkteten Brian Roberts mit 20 und Casey Jacobsen mit 16 Punkten.
Den Start in die Partie verschlief der Deutsche Meister jedoch und legte einen klassischen Fehlstart hin. ALBA konnte sich – mit einem wieder genesenen Julius Jenkins – im ersten Viertel auf bis zu 15 Punkte absetzen. Pleiß eröffnete die Begegnung zwar mit zwei Punkten für die Brose Baskets, das sollte jedoch für lange Zeit die letzte Führung der Gäste gewesen sein. Stattdessen dominierte ALBA das Geschehen auf dem Feld, während die Brose Baskets vor allem von jenseits der 6,75m Linie kein Wurfglück hatten (0/5 Dreier). Suput hielt mit sieben Punkten sein Team jedoch noch einigermaßen im Spiel.

Mit einem 14:27 Rückstand starteten die Bamberger in das zweite Viertel, durch einen 8:2 Lauf konnten sie den Vorsprung der Berliner aber auf 31:22 drücken, ehe ALBA nach einer Auszeit wieder die Kontrolle in der Offensive übernahm und auf bis zu 16 Punkte Vorsprung davon zog (38:22). Zwei erfolgreiche Freiwürfe von Suput leiteten dann jedoch die Wende ein. Mit einem 16:4 Lauf verkürzten die Gäste auf 40:42. Ein technisches Foul gegen Chris Fleming nach einer Foulentscheidung gegen Brian Roberts gab den Berlinern die Möglichkeit, von der Freiwurflinie wieder etwas Abstand zu gewinnen. Taylor und Rochestie nutzten jedoch insgesamt nur einen von vier Bounswürfen und auch Allen brachte nach einem weiteren Foul von Terry nur einen seiner Versuche im Korb unter (44:40). Mit seinem zweiten Dreier der Begegnung stellte Casey Jacobsen den Halbzeitstand von 44:43 aus Sicht der Gastgeber her.

Das dirtte Viertel startete mit mehreren Führungswechseln, ehe Suput aufdrehte und sieben Punkte zum 48:54 markierte. Dreier von Jacobsen und Roberts brachten die erste zweistellige Führung des Spiels für die Oberfranken, die jedoch nicht lange Bestand haben sollte. Nach einem Foul an Jenkins kassierte Gavel zusätzlich zu seinem persönlichen auch noch ein technisches Foul und gab Jenkins so die Möglichkeit, von der Linie die erneute Führung für ALBA herzustellen. Jenkins zeigte keine Nerven, netzte seine vier Versuche ein und punktete bei noch drei Minuten im dritten Viertel zusätzlich aus dem Feld zum 65:62. Bis Viertelende gelang es Bamberg jedoch, den Abstand auf unter fünf Punkten zu halten.

Beim Zwischenstand von 71:68 für Berlin starteten die Teams in die alles entscheidenden letzten zehn Spielminuten, in denen die 14.500 Zuschauer – darunter etwa 1.500 mitgereiste Bamberger Fans – ein Wechselbad der Gefühle erlebten und beste Werbung für den Basketballsport zu sehen bekamen. Gleich zu Beginn des letzten Spielabschnitts kassierte Suput sein viertes persönliches Foul, im Gegenzug riss auf Seiten der Berliner nun Jenkins das Spiel an sich und schraubte den Vorsprung wieder auf acht Punkte. Nach einer Auszeit lag das Momentum dann wieder auf Bamberger Seite – Suput für Drei und Hines mit vier Punkten in Folge zum 78:75. Roberts und ein weitere Dreier von Suput brachten die Führung für Bamberg zurück, Allen und Raduljica zogen aber nach und erzielten das 83:80. Bei noch 2:30 auf der Uhr gelang Brian Roberts der 85:85 Ausgleich. Was folgten waren wieder drei Punkte von Jacobsen und von – wie sollte es anders sein – Roberts zum 85:91 Zwischenstand. Kein Grund für Berlin allerdings jetzt aufzustecken – Taylor und Raduljica stellten den 90:91 Anschluss her. Nun schlug aber die Stunde von Suput an der Linie. Er blieb bei vier Versuchen ohne Fehlwurf und auch Pleiß versenkte zum guten Schluss seine beiden Bonuswürfe zum Endstand von 93:97 aus Sicht der Albatrosse.

Die Brose Baskets sicherten sich damit eine Woche vor dem Beko BBL TOP FOUR Turnier in eigener Halle den 27. Sieg im 29. Spiel. Head Coach Chris Fleming bedankte sich bei den zahlreichen mitgereisten Fans und zeigte zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Es war eine großartige Atmosphäre, solche Spiele braucht der deutsche Basketball. Wir haben zwei Mannschaften auf hohem Niveau gesehen. In der Presse wurde die Schiedsrichterlinie in dieser Woche viel besprochen, dazu möchte ich nicht viel sagen, nur, dass ich stolz darauf bin, wie unsere Jungs damit umgegangen sind, dass unser Gegner 33 Freiwürfe geschossen hat. In der Schlussphase haben wir das Ding durch eine sehr energische Zonenverteidigung und durch Peja Suput, der heute von wie von einem anderen Planeten gespielt hat, für uns entschieden. Es war ein sehr hartes Spiel, denn Jenkins gibt dem Berliner Spiel eine ganz andere Dimension. Es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns in dieser Saison gegenüberstanden.

Für Bamberg spielten: Goldsberry, Terry 3, Suput 34, Tadda 3, Stuckey dnp, Neumann dnp, Land dnp, Pleiß 8, Roberts 20, Jacbosen 16, Gavel 4, Hines 9.
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