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Brose Baskets gegen Zalgiris Kaunas – „High Noon“ in der Bamberger Stechert Arena

Brose Baskets gegen Zalgiris Kaunas – „High Noon“ in der Bamberger Stechert Arena

Acht Wochen lang haben die Brose Baskets in der Euroleague Höhen und Tiefen durchlebt, haben ihre Fans in Kaunas und Zagreb enttäuscht und gegen Panathinaikos und in Malaga jubilieren lassen. Aber das ist jetzt am vorletzten Spieltag in der Gruppe B alles Geschichte, denn am ...
1323851296/img_Casey_Jacobsen_Brose_Baskets.jpg... Donnerstag (15. Dezember, 20 Uhr, live auf SPORT1) kommt es gegen Zalgiris Kaunas zum alles entscheidenden Showdown.

Für Bamberg heißt es „Do or die“

Die Analyse der Tabelle der Gruppe B ist dabei hinter den beiden schon für die TOP16 qualifizierten Favoriten ZSKA Moskau und Panathinaikos nicht ganz einfach, weil Unicaja Malaga (3:5 Siege), das nach fünf Spieltagen alle schon auf dem Weg in die Top16 sahen, sich vom Verletzungspech ein wenig aus der Bahn hat werfen lassen, während der zur Halbzeit bereits abgeschriebene KK Zagreb (2:6) immer stärker wird und am Wochenende in der Adria-Liga mit einem Sieg über Maccabi Tel Aviv bewiesen hat, dass man mittlerweile auch vor großen Namen keine Angst mehr hat (Zagreb spielt in der Gruppe B noch daheim gegen Malaga und am letzten Spieltag in Kaunas).

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Noch haben die Brose Baskets (3:5) einen Sieg mehr als Zalgiris (2:6) auf dem Konto, aber verlieren die Bamberger am Donnerstag gegen Zalgiris, könnte es am Ende zu Dreiervergleichen kommen, in denen die Brose Baskets mit dann zwei Niederlagen gegen die Litauer in bestimmten Konstellationen nicht gut aussehen würden. Umso verlockender ist die Aussicht auf einen Sieg. Mit dann 4:5 Siegen wären die Brose Baskets nämlich definitiv auf der sicheren Seite und könnten schon vor dem letzten Spieltag den Einzug in die Runde der 16 besten Mannschaften in Europa feiern. Mehr Spannung kann es vor einem Punktspiel kaum geben.

Während die Bamberger sich rechtzeitig vor diesem Schicksalsspiel aus ihrer kleinen Krise herausgespielt haben, stehen hinter den Litauern viele Fragezeichen. Der 81:70-Sieg über die Brose Baskets vor fünf Wochen war in der Tat ihr letzter großer Sieg. In der Euroleague gab es seitdem nur einen 67:65-Erfolg über Malaga, wobei man als neutraler Zuschauer aber den Eindruck hatte, dass Malaga dieses Spiel mehr verloren hat als dass Zalgiris es gewonnen hätte. In der litauischen Liga hat Zalgiris in den letzten fünf Wochen alle drei Spiele – gegen im europäischen Maßstab durchweg schwache Gegner – gewonnen, in der osteuropäischen United League auswärts bei den russischen Topclubs Khimki und Kazan verloren.

Kann DC Collins den Verlust von Ty Lawson kompensieren?

1323851474/img_Tibor_Pleiss_Brose_Baskets.jpgEinen Rückschlag bedeutete für Zalgiris natürlich auch, dass Ty Lawson nach dem Ende des NBA-Lockouts von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht und Zalgiris verlassen hat. Auch wenn der US-Spielmacher zuvor im Zalgiris-Trikot keine Bäume ausgerissen hatte, kam Trainer Aleksandar Trifunovic wohl schon nach wenigen Spielen zu der Erkenntnis, dass die nachrückenden Combo-Guards Mantas Kalnietis und Marko Popovic alleine nicht in der Lage waren, die Lücke zu stopfen, denn er entschied sich in der letzten Woche zu einem riskanten Wagnis, indem er DeJuan Collins ins Team zurückholte.

Ende November war der einst auch für Tübingen, Berlin und Bamberg in der Bundesliga aktive US-Spielmacher von Zalgiris suspendiert worden. Trainer Trifunovic hatte „DC“ vor dem Gastspiel bei ZSKA kurzerhand ins Flugzeug zurück nach Litauen gesetzt, nachdem der Guard nach durchzechter Nacht in Moskau total betrunken zur Mannschaft gestoßen war. Am vergangenen Samstag gab der serbische Trainer dem psychisch mittlerweile wohl wieder stabilisierten 35-Jährigen in der litauischen Liga nun eine neue Chance. Beim 81:60 über Triobet stand Collins 17 Minuten auf dem Parkett und machte seine Sache gar nicht einmal so schlecht, obwohl unübersehbar war, dass er einige Trainingseinheiten verpasst hat.

Vor dem Schlüsselspiel in Bamberg setzt Trifunovic offenbar auch darauf, dass Collins seit seiner dortigen „unehrenhaften“ Entlassung im Januar 2007 mit den Bambergern noch eine Rechnung offen hat und dementsprechend gewillt ist, sich für eine Rehabilitation zusammenzureißen. Das Comeback von DC Collins in der Stechert Arena ist eine weitere Unwägbarkeit vor dem Bamberger Schlüsselduell mit den Litauern, die trotz aller Turbulenzen und Rückschläge mit fünf litauischen Nationalspielern und Routiniers wie Marko Popovic oder Sonny Weems (erschoss die Brose Baskets im Hinspiel mit 22 Punkten fast im Alleingang) ein Gegner bleiben, der an einem guten Tag allemal das Zeug hat, den Bambergern am die TOP16-Party am Donnerstag zu verderben.

Zalgiris Kaunas im Stenogramm
Guards
: Mantas Kalnietis (21 min, 7 p, 3 as, 2 rb, 1 st), Marko Popovic (23 min, 12 p, 2 as, 2 rb), Tomas Delininkaitis (11 min, 4 p, 1 as, 1 rb), DeJuan Collins (10 min, 5 p und 2 as in der Hinrunde), Vytenis Lipkevicius (8 min, 1 as, 1 rb, 1 st).
Forwards: Sonny Weems (31 min, 18 p, 6 rb, 1 as, 1 st), Paulius Jankunas (21 min, 7 p, 5 rb, 1 as, 1 st), Mindaugas Kuzminskas (10 min, 4 p, 1 rb), Povilas Butkevicius (seit zwei Wochen im Team).
Center: Robertas Javtokas (23 min, 6 p, 4 rb, 1 bs), Tadas Klimavicius (19 min, 3 p, 4 rb), Milovan Rakovic (16 min, 7 p, 3 rb).
Headcoach: Aleksandar Trifunovic (44, SRB, seit Oktober 2011 Headcoach, 25:29 Siege in der Euroleague).

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