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Brose Baskets in einer eigenen Liga: Eine Bamberger Basketball-Demonstration

Brose Baskets in einer eigenen Liga: Eine Bamberger Basketball-Demonstration

Am Ende klatschten die 3.061 Zuschauer in der ENERVIE Arena freundlich Applaus. Das ist eher ungewöhnlich, wenn die Heimmannschaft gerade mit 76:106 (33:49) verloren hat. Doch Phoenix Hagen hatte es ja versucht, aber die Brose Baskets zeigten ganz einfach, warum sie derzeit das Nonplusultra der Beko BBL sind.
Die Gastgeber mussten auf Max Rockmann (Pferdekuss am Oberschenkel) verzichten. Phoenix freute sich über eine 13:10-Führung (7.) und bekam anschließend demonstriert, was eine internationale Top-Mannschaft ausmacht.
Chris Fleming wechselte auf einen Schlag Brian Roberts, Predrag Suput und Nationalcenter Tibor Pleiß ein. Und so, wie 2,15 m-Mann Pleiß seine Gegenspieler körperlich überragte, taten es ihm seine Teamkollegen auf dem Parkett spielerisch gleich.

Die Oberfranken, die am Mittwoch noch in der Euroleague in Moskau antraten und verloren, machten sich über P.J.Tucker auf und davon und setzen sich auf 29:15 ab (14.). Brandon Brooks und Zygimantas Jonusas schlugen mit drei Distanzwürfen ein letztes Mal für Phoenix zurück (24:31, 16.); danach konnten sich die Brose Baskets kontinuierlich absetzen. 13 Ballverluste bis zur Pause waren einfach zu viel, um mehr als ein 33:49 zu erreichen.

Insbesondere im dritten Viertel konnten die Feuervögel die Gäste defensiv gar nicht mehr stoppen. Bamberg erhöhte durch Tucker auf 83:58 und baute diesen Vorsprung im Schlussviertel bis auf 106:76 aus. Am Ende kamen Dominik Wilkins, Thomas Reuter und Max Kramer zu Kurzeinsätzen gegen den Double-Gewinner. Kramer krönte seinen Beko BBL-Einstand mit einem rustikalen Block gegen Karsten Tadda wenige Sekunden vor dem Ende. Dafür gab es Applaus – wie auch für den Auftritt beider Teams. Niemand konnte den Feuervögeln böse sein ob der klaren Niederlage. Bamberg spielt derzeit in einer anderen Liga als der Rest – und das beeindruckte auch die Hagener Basketballfans. Am nächsten Samstag gegen Trier sollte das aber bitte wieder anders aussehen!

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: "Glückwunsch an Bamberg. Ich bin froh, dass wir das schwere Auftaktprogramm mit Berlin, Bayern und Bamberg jetzt hinter uns haben. Wir haben zwei Siege, darauf müssen wir nächste Woche gegen Trier aufbauen. Auf dieses Spiel werden wir uns gut vorbereiten. Die Niederlage heute geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir hatten einfach zu viele Ballverluste und auch unsere Freiwurfquote war schwach. Aber selbst wenn wir einen idealen Tag erwischen, haben wir kaum eine Chance."

Chris Fleming: "Wir haben die letzten Spiele von Phoenix gesehen und haben Respekt gehabt. Hagen hat ein emotionales Publikum, die Mannschaft ist insbesondere in eigener Halle stark. Wir wollten den schnellen Spielstil von Hagen stoppen, das ist uns gut gelungen. Hagen hatte auch gute Phasen, in denen sie gut geworfen haben. Aber wir hatten immer eine Antwort. Nach dem Rückschlag in Moskau war das sehr wichtig für uns."

Phoenix Hagen: Jonusas (21/4), Brooks (17/2), Hasquet (13/1), Seward (7, 10 Reb.), Carter (6/1), Kruel (5), Crowe (5/1), Wilkins (2), Reuter, Blackwood, Spohr, Kramer.

Brose Baskets: Tucker (22/1), Jenkins (13/1), Roberts (13/1, 7 Ass.), Slaughter (11), Gavel (10/2), Jacobsen (9/1), Suput (9), Tadda (9/1), Pleiß (8), Neumann (2), Schmidt.

Stationen: 8:10 (5.), 15:17 (10.), 21:31 (15.), 33:49 (20.), 40:65 (25.), 58:83 (30.), 67:94 (35.), 76:106 (40.).

Zuschauer: 3.061
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