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Chancenlos in Oldenburg

Chancenlos in Oldenburg

Die WALTER Tigers Tübingen haben das erwartet schwierige Auswärtsspiel bei den EWE Baskets Oldenburg klar mit 69:91 (40:47) verloren. Gegen das ehemalige Team von Tigers-Kapitän Louis Campbell liefen die Tübinger von Beginn an einem Rückstand hinterher und hatten gegen die stark aufspielenden Oldenburger nie so richtig den Hauch einer Chance. So musste Tigers-Cheftrainer Igor Perovic seinem Trainerkollegen und Freund Predrag Krunic nach der Partie zu einem verdienten Sieg gratulieren. „Oldenburg war heute einfach die bessere Mannschaft.
Sie haben mit mehr Intensität gespielt und sehr gut von außen getroffen. Da ist es schwierig, in das Spiel zu kommen. Zudem waren meine Spieler meistens nur zweiter Sieger und immer einen Schritt zu langsam“, bilanzierte Perovic auf der anschließenden Pressekonferenz. Bester Punktesammler der Schwaben war Campbell. An seiner ehemaligen Wirkungsstätte gelang dem 32-Jährigen immerhin ein ordentliches Spiel. 16 Punkte, drei Rebounds, drei Assists, ein Block und ein Steal standen am Ende für ihn auf dem Statistikzettel zu Buche, jedoch konnte auch er die klare Niederlage seiner Farben nicht verhindern. Spielentscheidend war die gute Oldenburger Quote von außen. 13 von 23 Würfe (57%) fanden das Ziel durch die Tübinger Reuse. Die gleiche Quote konnte die Donnervögel auch in der Summe aller Würfe aus dem Feld aufweisen. Wohingegen die Schwaben diesbezüglich nur eine Quote von 37% erreichen konnten. Die Raubkatzen haben nun freilich wenig Zeit lange, über diese Schlappe nachzudenken, bereits in 72 Stunden steht die nächste Partie gegen einen Tabellennachbarn auf dem Programm. Gegen die TBB Trier (30.12.2011 – 20 Uhr – Paul Horn-Arena) wollen die Tigers unbedingt gewinnen, um sich in der Tabelle weiter Luft nach unten zu verschaffen.
Baskets mit Glanzstart

Die Partie in der EWE Arena begann denkbar schlecht für die Gäste. Bereits nach vier Spielminuten führte die Mannschaft von Baskets-Trainer Predrag Krunic mit 17:4. Der Gastgeber legte einen furiosen Start hin und die Tigers hatten in den ersten Minuten zumeist das Nachsehen. Nur drei Spieler der Norddeutschen waren für diese 17 Zähler zuständig. Kapitän Rickey Paulding (acht), Ronald Burrell (sechs) und Kenny Hasbrouck (drei). Diese drei Oldenburger sollten der Perovic-Truppe auch im weiteren Verlauf immense Probleme bereiten. Nach dem guten Start der Huntestädter kamen die Gäste besser ins Spiel und verkürzten bis zur neunten Minuten auf 20:23 – die Tübinger waren wieder in Schlagdistanz. Doch der eingewechselte Milan Majstorovic traf mit einem Dreier mitten in das Tübinger Herz zum 26:20. Baskets-Spielmacher Bobby Brown erhöhte wenige Sekunden später auf 28:20. Schon waren die Oldenburger wieder mit knapp unter zehn Punkten in Führung. In den Schlusssekunden des ersten Abschnitt traf Josh Young zum 22:28-Viertelende.waren wieder in Schlagweite. Doch der eingewechselte Milan Majstorovic traf mit einem Dreier mitten in das Tübinger Herz zum 26:20, Baskets-Spielmacher Bobby Brown erhöhte wenige Sekunden später auf 28:20. Schon waren die Oldenburger wieder mit knapp unter zehn Punkten in Führung. In den Schlusssekunden des ersten Abschnitt traf Josh Young zum 22:28-Viertelende.

Die zweiten zehn Minuten der Partie gestalten sich insgesamt sehr ausgeglichen. Die Tübinger lagen zwar weiterhin im Rückstand, verhinderten aber, dass sich der Favorit in diesem Spiel frühzeitig entscheidend absetzen konnte. Über die Spielstände 34:30 (14.) und 43:38 (18.) aus Sicht der Hausherren, ging es mit 47:40 für die Baskets in die Halbzeitpause. Vor allem Campbell, Pavelas Cukinas und Reggie Redding spielten sich im zweiten Viertel einige Male positiv ins Szene. Nach zwei frühen Fouls im ersten Viertel kam der 23-jährige Redding nie richtig in die Begegnung und konnte seine guten Leistungen aus den letzten Spielen nicht überholen. Allerdings: Mit Paulding hatte der Small Forward auch einen deutlich stärkeren Gegenspieler wie zuletzt. Bitter: Die Schwaben ließen zwei Freiwürfe in dieser Phase leichtfertig liegen, sodass ein noch geringerer Rückstand zur Halbzeit möglich gewesen wäre.

Vorentscheidung im dritten Viertel

Nach dem Seitenwechsel demonstrierten die Oldenburger ihre Stärke und wollten die beiden Niederlagen gegen ratiopharm ulm und die Artland Dragons vergessen machen. Burrell eröffnete das dritte Viertel nach wenigen
Sekunden mit einem erfolgreichen Dreier zum 50:40 (21.). Diesen konterte Campbell im Gegenzug zum 43:50. Center Adam Chubb musste in der 22. Minute sein viertes Foul hinnehmen und nahm fortan auf der Bank Platz –
so erhielt Jannik Freese wieder einmal eine Chance sein Können unter Beweis zu stellen. Insgesamt griff Krunic mehr auf seine Bankspieler zurück wie in den letzten Begegnungen. Majstorovic, Dominik Bahiense de Mello, Freese und Sead Sehovic bekamen ausreichend Spielzeit, um sich zu präsentieren. Freese und de Mello konnte ihre Chance jedoch nicht nutzen und blieben beide ohne Zähler. Paulding war es in der 25. Minute, der den Vorsprung wieder auf über zehn Punkte anwachsen ließ – 60:48. In der Folgezeit gelangen Hasbrouck und Majstorovic drei wichtige Dreier und die Gastgeber konnten den Vorsprung auf 17 Zähler erhöhen – 71:54 stand es nach 29 Minuten. Der bärenstarke Hasbrouck erhöhte sogar noch auf 73:54, mit diesem Zwischenstand ging es in die letzten zehn Minuten - das Spiel war praktisch entschieden. Der Oldenburger Shooting Guard war mit 23 Punkten Topscorer der Begegnung und blieben jenseits der 6,75 Meter Linie ohne Fehlwurf (vier/vier).

Im Schlussabschnitt verwalteten die Donnervögel gekonnt den Vorsprung und ließen nichts mehr anbrennen. Paulding erhöhte mit zwei Dreiern in Folge zur 80:61-Führung (34.) für seine Mannschaft. Topscorer Hasbrouck war es dann auch vorbehalten, den größten Vorsprung während des Spiels zu erzielen. In der 38. Minute traf er zum 87:64. Die Tübinger wirkten am Ende müde und aufgrund des deutlichen Rückstands auch entsprechend resigniert. Nach 40 Spielminuten stand die 69:91-Niederlage bei den Norddeutschen fest.

Dschungelgeflüster:

Dopingkontrolle: Zum ersten Mal in dieser Spielzeit mussten sich drei Spieler der WALTER Tigers Tübingen einer Dopingkontrolle unterziehen. Campbell, Vaughn Duggins und Tyrone Nash mussten auf Tübinger Seite zur Kontrolle, bei den Oldenburgern wurden Brown, Chubb und Paulding nach dem Losverfahren gezogen. Während Campbell seinen Urin schnell abgeben konnte, mussten die beiden Rookies diverse Getränke zu sich nehmen, damit sie endlich eine gültige Probe abgeben konnten. Um exakt 23.07 Uhr bestieg dann Nash als Letzter den Tübinger Mannschaftsbus, bevor es auf die Heimreise nach Tübingen ging.

Schon vergessen?: Nur eine Randnotiz und nicht weiter tragisch. Wer einen genauen Blick auf die Oldenburger Anzeigetafel genommen hatte, der musste feststellen, dass das Oldenburger Kampfgericht ihren ehemaligen Spieler
Campbell falsch geschrieben hatte. „Campell“ stand auf der Spielerübersicht, gerade die Oldenburger hatten doch in der letzten Saison ausreichend die Gelegenheit, „Campbell“ richtig zu schreiben. Die Zuschauer begrüßten den dreifachen Familienvater bei der Vorstellung jedoch mit einem warmen Beifall.

Fan des Tages: Für den kleinen Jonas fiel Weihnachten und Geburtstag sprichwörtlich auf einen Tag. Als Fan des Tages durfte der Kleine die Oldenburger Spieler beim Einlaufen abklatschen und erlebte das Spiel vor, während und nach dem Spiel hautnah in der Nähe seiner Lieblinge. Dass seine Baskets am Ende noch so deutlich gewonnen haben, machte das tolle Erlebnis dann perfekt.

Einzelkritik: Nur wenige Minuten nach der Abfahrt zitierte Perovic seine Spieler immer wieder einzeln nach vorne und zeigte ihnen die gemachten Fehler auf dem Laptop auf. Von der Kritik blieben nur Campbell, Cukinas und Ruben Spoden verschont. Zudem forderte er seine Schützlinge auf, sich mit vollster Konzentration auf das Spiel gegen die Trierer vorzubereiten.

Tipp vom Kollegen: Kaum war die Pressekonferenz beendet, nahm Krunic neben seinem Trainerkollegen Perovic Platz. Krunic lauschte konzentriert den Worten von Perovic, der über die Stärken und Schwächen der LTi Gießen
46ers berichtete. Gegen die Hessen müssen die Oldenburger ebenfalls bereits in 72 Stunden antreten. Gegen einen direkten Tabellennachbarn wünschen sich die Tübinger natürlich einen Sieg des heutigen Gegners.

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