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Couragierter Auftritt bleibt unbelohnt

Couragierter Auftritt bleibt unbelohnt

Die LTi GIESSEN 46ers zeigten am Freitagabend im Heimspiel gegen die Artland Dragons eine couragierte Vorstellung, konnten vor 3385 Zuschauern in der Sporthalle Ost aber leider nur in der Verteidigung an die gute Vorwochenvorstellung gegen Tübingen (82:64) anknüpfen. Eine unterdurchschnittliche Trefferquote der Mittelhessen bei den Feldwürfen (36 Prozent) führte am Ende einer kampfbetonten Begegnung zu einer 53:62 (13:14/34:31/44:44)-Niederlage gegen den Tabellenvierten.
Bis in die 38. Minute hinein schnupperten die LTi 46ers an einer Überraschung. 51:52 stand es zu diesem Zeitpunkt aus Sicht des Heimteams. Was dann passierte, beschrieb LTi 46ers-Cheftrainer Steven Key in der anschließenden Pressekonferenz wie folgt: „In den letzten zweieinhalb Minuten haben wir zu kopflos gespielt und als Team gegen die gemischte Zonen-/Mann-Mann-Verteidigung der Dragons nicht klar genug entschieden, ob wir von Innen oder von Außen abschließen wollen. So kam es zu fünf oder sechs Angriffen, die wir mit einem wilden Wurf beenden mussten.“

Artland nutzte die am Ende zu fahrige Spielweise der Hausherren, um spielentscheidend bis auf 59:51 (bei einer Restspielzeit von 48 Sekunden) davonzuziehen. So blieb am Ende nur die Zufriedenheit über die abermals gute Vorstellung in der Defensive. Die LTi 46ers hielten den Pokalsieger von 2008 auf einer Feldwurftrefferquote von 40 Prozent. In dieser Saison hatten die Gießener ihre Gegner ein Spiel zuvor nur zweimal (zu Hause gegen Bonn und gegen Düsseldorf) mit einer noch schlechteren Wurfausbeute beenden lassen. Key: „Insgesamt haben wir heute im Angriff von Außen nicht so gut getroffen wie in der Vorwoche gegen Tübingen. Unsere Defense war gut. Wir haben nur 62 Punkte zugelassen, obwohl Artland im Schnitt 81 Punkte pro Spiel erzielt.“

Während Steven Key personell aus dem Vollen schöpfen konnte, musste Dragons-Cheftrainer Stefan Koch wie schon am letzten Wochenende beim 103:82-Sieg in Bremerhaven auf den Einsatz von Darren Fenn (Rückenbeschwerden) und Alexander Seggelke (Bronchitis) verzichten.

Den besseren Start erwischten die Gastgeber: Zachery Peacok hängte Ex-NBA-Akteur Robert Kurz in den ersten vier Minuten schnell zwei Fouls an und Anthony Smiths krachender Dunking nach einem Ballgewinn von Michael Jordan brachte die Halle wenig später erstmals zum Beben (8:3/5.). Danach war allerdings auch der Motor der Gäste auf Betriebstemperatur gekommen. Die Koch-Truppe übernahm durch erfolgreich abgeschlossene Fastbreaks die Führung (8:9/6.) und schraubte diese zu Beginn des zweiten Viertels weiter nach oben (18:24/14.).

Mit einer Auszeit von Steven Key endete die kurzzeitige Gäste-Überlegenheit. In den folgenden Minuten verzückte das Team aus der Lahnstadt seine Fans durch eine aggressive Defense und gelungene Offensivaktionen. Ein Dunking von Peacock nach feinem Pass von Elvir Ovcina, zwei Dreipunktetreffer von Anthony Smith, jeweils kurz vor Ablauf der 24-Sekunden-Angriffsuhr, und starke Angriffsaktionen von Maurice Jeffers führten zur 34:31-Halbzeitführung des Tabellen-15. Unglücklich nur, dass sich Zack Peacock bereits in der 19. Minute sein viertes persönliches Foul eingehandelt hatte. Der Power Forward kehrte erst im letzten Viertel auf das Feld zurück.

Auch nach der Pause präsentierten sich die Hausherren kämpferisch, kein Ball wurde verloren gegeben. Nach dem 39:40 (25.) sorgte Moe Jeffers mit fünf Punkten in Folge für eine Vier-Punkte-Führung seiner Farben (44:40/27.). So hätte es nach dem Geschmack der Zuschauer weitergehen können, doch in der Folge gelang es den LTi 46ers zu selten, das eigene Angriffsspiel konsequent durchzusetzen.

Neun Spielminuten lang war der Korb für die Hausherren wie vernagelt, es fehlte an einem sicheren Schützen von Außen, kein Wurf fiel durchs gegnerische Netz. Durch die gut stehende Verteidigung blieb die Begegnung trotzdem weiterhin spannend (44:48/35.). Der Dreier von Michael Jordan in der 36. Minute sorgte für den ersten Korberfolg der 46ers nach einer gefühlten Ewigkeit (47:48). Mit erfolgreich abgeschlossenen Eins-gegen-Eins-Aktionen hielten Zack Peacock und Moe Jeffers ihr Team im Spiel (51:52/38.), ehe ein Dreier von Tyrese Rice zum 55:51 (38.) aus Dragons-Sicht den Anfang vom Ende aller Gießener Siegeshoffnungen bedeutete.

Punkteverteilung LTi 46ers: Smith (15 / 2 Dreier), Freese (2), Perl (1), Mädrich (0), Schwartz (2), Ovcina (5), Brooks (0), Griffin (0), Peacock (8), Jordan (7/1), Jeffers (13/1).

Beste Werfer Artland Dragons: Rice (15/1), Bailey (13/1), Peavy (11/1).

Für die LTi 46ers geht es schon am kommenden Sonntag (20. März 2011) mit einem Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven weiter. Die Partie beginnt um 15.30 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven. Die Eisbären mussten sich am heutigen Freitagabend bei der EnBW Ludwigsburg mit 70:74 geschlagen geben. Das Team von Coach Doug Spradley steht nach dieser Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoffplätze unter Zugzwang. Angesichts von nunmehr vier Punkten Rückstand auf den achten Rang ist ein Sieg im Heimspiel gegen die LTi 46ers für den Playoff-Halbfinalisten des Vorjahres ein Muss, wenn die Chance auf die Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde gewahrt werden soll. Das Hinspiel in der Sporthalle Gießen-Ost endete mit einem 83:79-Erfolg der Seestädter, nachdem die LTi 46ers in der 27. Minute noch eine 13-Punkte-Führung (62:49) inne gehabt hatten. Die LTi 46ers begeben sich am Samstag auf die Reise in den Norden Deutschlands.

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