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Das Glück des Tüchtigen

Das Glück des Tüchtigen

Der Fluch ist gebannt. ratiopharm ulm gelingt nach fast 14 Jahren erstmals wieder ein Sieg in Ludwigsburg. Dane Watts, der in 34:40 Minuten Einsatzzeit 13 Punkte und 11 Rebounds ablieferte, sichert mit seinem wichtigsten Korb des Abends in letzter Sekunde das 76:77. "Glücklich bin ich über den Sieg", stellte ein erleichterter Head-Coach Thorsten Leibenath fest. "Aber nicht über die Art und Weise." Denn trotz einer 14-Punkteführung (57:71) in der 35. Minute, war der vierte Auswärtserfolg der Saison erst mit dem letzten Wurf amtlich. "Richtig gut haben wir nur 15 Minuten gespielt - am Ende hatten wir sicher etwas Glück", bilanziert Leibenath.
Für ein Derby, bei dem es immer um mehr geht, als nur um die zwei Punkt in der Tabelle, begann das Spiel in der mit 3.546 Zuschauern gefüllten Arena Ludwigsburg erstaunlich offensiv-orientiert. 13:14 stand es nach knapp sieben gespielten Minuten als Rocky Trice sein Team in Front brachte und die Führung zum siebten Mal gewechselt hatte. Und so abwechslungsreich das Spiel schon zu Beginn war, so intensiv griff Leibenath auf seine Bank zurück. Neun Spieler hatte der Ulmer Head-Coach bereits nach zehn Minuten eingesetzt (17:18).

Und die "zweite Fünf", die es im Konzept des Trainers ja eigentlich gar nicht gibt, hielt auch den Beginn des zweiten Viertels ausgeglichen: Gemeinsam mit dem einzig verbliebene Starter (John Bryant) verteidigten Tommy Mason-Griffin, Rocky Trice, Sebastian Betz und Keaton Nankivil bis zur 13. Minute die 22:24-Führung. Und "Spitz auf Knopf" ging es auch weiter. Allein die Ludwigsburger Überlegenheit von jenseits der 3-Punkteline machte den Unterschied (6/12 - 2/7). Als dann noch eine Serie von Ballverlusten hinzukam, setzten sich die Gastgeber kurzzeitig ab (40:30, 17.). Doch nicht einmal 120 Sekunden später hatten sich die Ulmer dank einer 8:0-Serie wieder in Reichweite gebracht (40:38). Zur Halbzeit war dann wieder alles offen (42:40). Auffällig bis dato: Die optimale Freiwurfquote (10/10), das ausgeglichen Scoring (acht Spieler punkten) und die unproblematische Foulverteilung (nur Bryant und Swann mit 2 Fouls). Fouls). Einzig die erneut ausbaufähige Dreierquote (2/10) gab Grund zur Sorge.

Doch die Halbzeitstatistiken waren nur eine Momentaufnahme. Einerseits eröffnete Swann den zweiten Durchgang mit einem Distanzwurf (42:43), anderseits kassierte Big John in der 23. Minute bereits sein drittes und viertes Foul. Doch auch ohne ihren effektivsten Spieler kämpften die Ulmer weiter, konterten eine 0:7-Serie (49:45, 23.) und gingen nach einem Dreier von Kapitän Esterkamp in der 26. Minuten mit 49:52 in Führung. Als Per Günther auch noch ein Dreipunktspiel vollendete, hatten die Gäste 10 unbeantwortet Punkte in Serie und die höchste Führung erzielt (49:55). Sieben weitere Punkte sollten folgen, ehe Ludwigsburg in der 29. Minute das 51:62 bzw. die ersten Zähler seit dem 49:45 (23.) erzielte. ratiopharm ulm gewann dieses Viertel dank eines 17:0-Lauf mit 22:9. "Die Grundlage dieser starken Phase haben wir aber in der Verteidigung gelegt", erklär Leibenath die insgesamt neun Ballgewinne seiner Mannschaft - allen vier gelangen Steve Esterkamp.

Im vierten Viertel verteidigte ratiopharm ulm seine 11-Punkte-Führung bis in die 35. Minute (60:71) zunächst sehr souverän. Doch was dann folgte, war nichts für schwache Nerven. "Wir haben unsere Aggressivität verloren und wollten den Vorsprung nur noch verwalten", ärgert sich Leibenath. Eine 0:5-Serie brachte die Ludwigsburger zurück ins Spiel (64:71, 37.) und John Bowler, der ohne seinen Widerpart, den mit vier Fouls belasteten John Bryant, freie Bahn hatte, brachte sein Team 2:35 Minuten vor dem Ende auf drei Punkte heran (70:73). 47 Sekunden vor dem Ende war das Spiel an Dramatik kaum mehr zu überbieten: Donatas Zavackas erzielte per Freiwurf den 74:74-Ausgleich, ehe Steve Esterkamp einen von zwei Freiwürfen vergab, was Jerry Green mit dem 76:75 bestrafte. 21 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit war Ludwigsburg also erstmals seit der 24. Minute (49:47) wieder in Führung gegangen. Doch der letzte Angriff gehörte den Ulmern, die diesen in einer dem Verlauf des Spiels angemessenen Art abschlossen: Dreier Trice, Offensivrebound Watts und Tip-in Watts mit Ablauf der letzten Sekunde (76:77). Damit gewinnt ratiopharm ulm erstmals seit dem 3. März 1997 wieder in Ludwigsburg.

ratiopharm ulm spielten:
Isaiah Swann (16, 3 Dreier), Tommy Mason-Griffin, Per Günther (8), Sebastian Betz (2), Femi Oladipo (dnp), Michael Wenzl, Marcel Heberlein (dnp), Rocky Trice (8), Steve Esterkamp (14, 4 Steals), Dane Watts (13, 11 Rebounds), Keaton Nankivil (9), John Bryant (8).

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