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Dem Favoriten einen beherzten Kampf geliefert

Dem Favoriten einen beherzten Kampf geliefert

Tigers-Cheftrainer Igor Perovic war trotz der 77:86 (33:44)-Niederlage beim FC Bayern München sehr stolz auf seine Mannschaft: "Das Team hat mit unglaublich viel Herz gespielt und sich im vierten Viertel nach hohem Rückstand wieder herangekämpft. Auch spielerisch haben wir uns im Vergleich zum ersten Spiel deutlich gesteigert. Dennoch haben wir das Spiel verloren und stehen mit leeren Händen" fasst der 37-Jährige die Leistung bei den Münchenern zusammen. Gegen das bayerische Starensemble, bei welchem Nationalspieler Robin Benzing, Bastian Doreth und Neuzugang Chevon Troutman noch fehlten, lieferte die junge Tübinger Mannschaft einen tollen Kampf ab und musste sich erst in der entscheidenden Schlussphase geschlagen geben. Herausragende Spieler bei den Gastgebern war Ex-Tigers-Spieler Aleksandar Nadjfeji (16 Punkte) und Je`Kel Foster (15). Auf Tübinger Seite zeigten vor allem die jungen Spieler um Vaughn Duggins (16), Reggie Redding (14), Josh Young (13) und Tyrone Nash (zwölf) gute Leistungen. Vor 4244 Zuschauern im Audi Dome war der Sieg der Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann aber zu keiner Zeit wirklich gefährdet, die spielerische Klasse sowie die Erfahrung konnten die Schwaben nicht kompensieren.
Die Perovic-Truppe lag nur ein einziges Mal in der Partie in Führung. Nash erzielte nach 100 Sekunden den ersten Korb der Begegnung zum 2:0 für den Außenseiter. Die Bayern begannen jedoch nervös und musste satte vier Spielminuten warten, bis der Oldie Darius Hall zum 2:2 ausglich und mit einem Bonusfreiwurf seine Farben mit 3:2 in Front brachte - diese Führung sollte die Bayern bis zum Spielende nicht mehr hergeben. Nach einem 7:0-Lauf führten die Bauermänner Mitte des ersten Viertels mit 7:2, drei Minuten später stand es sogar 13:6. Vor allem Hall war der Mann des ersten Abschnitts und erzielte starke sieben Zähler. Die Gäste ließen sich jedoch nicht vorzeitig abschütteln und gingen mit einem 12:17-Rückstand in den zweiten Abschnitt. Bis dato überzeugte Vaughn Duggins mit sechs Zählern für die Tübinger Mannschaft. Kapitän Louis Campbell versuchte zu spielen, tat sich gegen die intensive Verteidigung des Gegners aber schwer und weilte fortan länger auf der Ersatzbank.

Kein anderes Bild im zweiten Viertel. Nach 16 Minuten führte der Favorit mit 27:20 - die Perovic-Truppe lag noch immer in Lauerstellung und hielt weiter gut mit. Nach zwei Dreiern von Josh Young und Duggins kämpften sich die Neckarstädter bis auf 26:27 heran (17.). Bauermann nahm die Auszeit und die Schwaben witterten wieder Morgenluft. Doch fortan ließen die Gäste zu viel leichte Punkte zu und erlaubten es den Bayern sich wieder etwas abzusetzen. Vor allem Nadjfeji zeigte mit seiner ganzen Klasse die Grenzen von Adnan Hodzic und Co. auf. Insgesamt acht Punkte erzielte der 34-Jährige im zweiten Abschnitt und brachte sehr viel Ruhe und Sicherheit in das Spiel der Heimmannschaft. 60 Sekunden vor der Halbzeitpause führten die Bayern mit 40:31 - zur Halbzeitpause stand es 33:44 aus Sicht der Schwaben. Exemplarisch die letzten Sekunden der ersten Halbzeit. Foster schloss in der Schlusssekunde erfolgreich mit einem Korbleger - die Tigers konnten nur zuschauen und den kräftigen Guard der Münchener nicht stoppen.

Nach dem Seitenwechsel nahm der Bayern-Express weiter an Fahrt auf und vergrößerte von Minute zu Minute den Vorsprung. Über den Spielstände 48:38 (22.) und 57:44 (26.) gingen die Hausherren mit einem komfortablen 66:50-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Besonders Demond Greene, Ben Hansbrough und Nadjfeji drückten dem Bayern-Spiel ihren Stempel auf. Auf Tübinger Seite konnten sich Hodzic, Young und Duggins ein ums andere Mal gut in Szene setzen. Insgesamt aber merklich zu wenig, um dem FC Bayern ernsthaft Paroli zu bieten.

Im Schlussabschnitt vergrößerte die Bauermann-Truppe weiter konsequent ihren Vorsprung. Nach 34 Zeigerumdrehungen lagen die Tübinger bereits mit 55:75 im Hintertreffen. Die circa 15 Tübinger Anhänger musste eine Klatsche an der Isar befürchten, doch weit gefehlt. Die WALTER Tigers Tübingen kämpften eindrucksvoll und legten in den kommenden 180 Sekunden einen starken 14:0-Lauf hin - die Bayern führten nur noch mit 75:69. Um den Sieg nicht zu gefährden schickte Bauermann seine erfahrenen Leute wie Nadjeji, Foster, Jonathan Wallace und Steffen Hamann zurück auf das Spielfeld. Mit Erfolg: Nadjfeji und Foster sicherte mit den wichtigen Punkten in der Schlussphase den 86:77-Erfolg der Bayern. Nationalspieler Hamann lieferte mit vier Punkten und satten zehn Assists eine gute Leistung ab, insgesamt kam der Gegner auf 25 Assists, die Tübinger auf 15 Vorlagen. Das Reboundduell ging dafür an die Schwaben (34:29). Von der Freiwurflinie offenbarten die Neckarstädter wie in vergangenen Spielzeiten große Schwächen und ließen viele einfache Punkte leichtfertig an der Linie liegen (6/13, 46%).

Dennoch lässt sich auf diese zweite Niederlage im zweiten Spiel aufbauen - eine weitere Leistungssteigerung war klar zu sehen. In der Liga geht es nun jedoch knallhart weiter, am Sonntag (18 Uhr - Paul Horn-Arena) erwarten die Perovic-Schützlinge mit den Brose Baskets Bamberg den aktuellen Deutschen Meister und Pokalsieger im heimischen Dschungel. Der Tübinger Übungsleiter sprach nach der Partie seinen Mannen Mut zu: "Wir müssen in jedem Spiel einen Schritt nach vorne machen und uns weiter verbessern. Gegen Bamberg haben wir erneut nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden auch gegen einen übermächtigen Gegner alles aus uns herausholen", so Perovic abschließend.

Dschungelgeflüster:

Verspätung: Die Partie des dritten Spieltags wurde zehn Minuten später angepfiffen. Grund: Der Mittlere Ring war "zu" und viele Zuschauer fanden sich erst kurz vor Spielbeginn im weiten Rund ein.
Buspanne: Auf der Autobahn A8 am Rasthof Gruibingen machten die Tigers zunächst Pause für das Mittagessen. Bei der Weiterfahrt streikte jedoch der Bus, trotz aller Versuche konnte der Bus nicht mehr wieder in Betrieb genommen wurden. Innerhalb von 50 Minuten stand jedoch ein Ersatzfahrzeug der Firma Hahn zur Verfügung, sodass man doch noch rechtzeitig in München kam. Grund für die Panne: Eine Sicherung in der Motorsteuerung hatte sich verabschiedet.

Wiedersehen: Sie begrüßten sich herzlich und hatten beide ein breites Grinsen in ihrem Gesicht. Die Rede ist von Tyrone Nash und Ben Hansbrough. Die beiden spielten bis zuletzt am US-College Notre Dame und hatten dort eine erfolgreiche Zeit. Nash freute sich seine alten Weggefährten wiederzusehen: "Er ist ein Topspieler und super Typ. Von ihm wird man noch einiges in der Liga sehen und hören", so Nash über den Bruder des NBA-Profis Tyler Hansbrough. Ein zweites Wiedersehen gab es mit dem Ex-Tigers-Akteur Nadjfeji, der mit 16 Punkten der Topscorer der Bayern war. Mit seiner ganzen Routine war er ein wichtiger Erfolgsgarant für die Münchener.

Platzwunde: Louis Campbell (Leiste) und Nicolai Simon (Kapselriss im Finger) gingen ersatzgeschwächt in die Partie. Dazu bekam Center Velimir Radinovic einen Ellenbogen von Gegenspieler Ruben Boumtje Boumtje am unteren Kinn ab und blutete recht stark. Physiotherapeutin Diana Fröschke konnte de Wunde stoppen, Radinovic wenig später sogar weiterspielen.

Promis: Erneut begleiteten einige Promis das Spiel des FC Bayern München. Neben Fußball-Profi Bastian Schweinsteiger, Ex-Hochspringer Carlo Thränhardt war auch erneut Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer im Audi Dome.

Medieninteresse: Der FC Bayern zieht nicht nur die Zuschauer, sondern bekanntlich auch die Medien. Bei der anschließenden Pressekonferenz in der Spielstätte der Olympischen Spiele von 1972 waren weit über 30 Pressevertreter anwesend. Darunter Michael Körner, Kommentator von SPORT1.

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