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Den Wölfen die Beute weggeschnappt

Den Wölfen die Beute weggeschnappt

Die Gelben Riesen zeigten am Samstagabend beim Auswärtsspiel gegen den MBC in der Stadthalle Weißenfels mal wieder ihre zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit lagen die Mannen von Markus Jochum zeitweise schon mit 19 Punkten zurück (23:42) und die Hausherren bestimmten das Spiel in allen Belangen. Die mitgereisten EnBW-Fans fühlten sich schon an das Auswärtsspiel in Tübingen erinnert, doch dieses Mal kamen Jerry Green und Co. wie ausgewechselt aus der Kabine.
Im dritten Viertel dominierten die Schwaben (28:15) und verkürzten den Rückstand auf 62:63. Die letzen knapp vier Minuten des Spiels waren dann mindestens so spannend, wie die Verlängerung letzte Woche gegen ALBA BERLIN. Mit einem sagenhaften 14:2-Lauf drehten die Barockstädter das Spiel von 67:75 zum Endstand von 81:77. Alle fünf Starter der EnBW punkteten zweistellig (Zavackas 18, Bowler 16, Harris 13, Bailey 13, Green 10), während beim MBC Richard Shields (23) und Ronald Ross (19) zusammen für mehr als die Hälfte der Punkte ihres Teams sorgten.

Für Jerry Green war es die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, in der Saison 2002/2003 war Weißenfels seine erste Station als Profi und für den MBC war es das bereits dritte Spiel, in dem sie ohne ihren erkrankten Head Coach Björn Harmsen auskommen mussten (Entzündung der Bauchspeicheldrüse). Den besseren Start erwischten die Ludwigsburger (5:0), doch der MBC suchte zu Beginn vor allem das Spiel 1 gegen 1 und hatte damit Erfolg. Ex-Ludwigsburger Ronald Ross und Flügelspieler Richard Shields zogen ein ums andere Mal zum Korb und sammelten zusammen im ersten Viertel bereits 18 Punkte. Mit 28:21 gingen die ersten 10 Minuten verdient an die Wölfe. Die Verteidigung der Gelbe Riesen hatte zu große Löcher und der MBC ging deutlich aggressiver zu Werke. Das wurde im zweiten Durchgang zunächst nicht viel besser. Beim Stande von 23:30 legten die Weißenfelser einen 13:0-Lauf aufs Parkett und spielten sich so eine 19-Punkte-Führung heraus (43:23). Ein Dreier von Siim-Sander „Vene, vier Punkte von Rick Rickert und ein Korb von Donatas Zavackas ließen die EnBW Ludwigsburg bis zur Halbzeit wenigstens wieder bis auf 34:48 herankommen.

Die zweite Halbzeit eröffnete Richard Shields mit fünf Punkten in Serie, womit er die 19-Punkte-Führung wieder herstellte (53:34). Alex Harris konterte mit einem schönen Korb mit Foul, Toby Bailey versenkte zwei Dreier in Serie, Donatas Zavackas tat es ihm gleich und Jerry Green erzielte seinen zweiten Feldkorb der Partie – insgesamt ein Lauf von 19-2 für die Barockstädter, was die Wölfe-Führung bis auf 55:53 zusammenschrumpfen ließ. Kapitän Jerry Green nahm nun das Heft immer mehr auch selbst in die Hand und leitete das Spiel erneut exzellent, was auch seine sieben Assists bestätigen. Sein Wahnsinns-Dreier aus dem Lauf heraus, mit Ablauf der 24-Sekunden Uhr, hielt sein Team in Schlagdistanz (58:60), ehe der erneut glänzend aufgelegte John Bowler den Schlusspunkt des dritten Viertels setzte (62:63). Die Gelben Riesen hatten viel Kraft gelassen und in nur einem Viertel das Spiel wieder offen gestaltet. Der MBC war zu Beginn des Schlussviertels etwas frischer und konnte mit einem 6:0-Lauf wieder bis auf 62:69 davonziehen. Donatas Zavackas per Dreier (65:69) und John Bowler per Dunking (67:71) stemmten sich weiter gegen die drohende Niederlage. Sascha Leutloff erzielte 3:50 Minuten vor Ende per Korbleger das 75:67 und Markus Jochum nahm seine letzte Auszeit. Er schickte seine ersten Fünf geschlossen aufs Feld und die beendete das Spiel in nahezu perfekter Manier. Ein Dreier mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr von Alex Harris läutete einen 14:2-Lauf der Schwaben ein. John Bowler besorgte sieben Sekunden vor Ende die erste Ludwigsburger Führung (79:77) seit Beginn des Spiels. MBC-Trainer Myrolybov nahm seine letzte Auszeit und ließ den Topscorer der Partie, Richard Shields, die letzte Aktion des Spiels ausführen. Shields zog beherzt zum Korb, hatte relativ freie Bahn…und verfehlte. Toby Bailey schnappte sich den Rebound und „eiste“ das Spiel an der Freiwurflinie zum 81:77 Endstand.

Mit dem 12. Saisonsieg haben sich die Ludwigsburger wieder ganz eng in den Kreis der Playoff-Aspiranten gespielt. Zusammen mit Bonn, Bremerhaven und Trier, die alle ebenfalls 12 Siege aufweisen steht die EnBW Ludwigsburg momentan auf Platz 10 der Tabelle der Beko BBL. Am kommenden Sonntag treten die Gelben Riesen vor heimischem Publikum gegen Phoenix Hagen an, die Telekom Bonn heute ein Bein stellen konnten. Spielbeginn ist um 17:00 Uhr in der Arena Ludwigsburg. Tickets gibt es wie immer unter www.enbw-ludwigsburg.de.

Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Markus Jochum:
"Ich muss dem MBC ein riesen Kompliment aussprechen, da er eine riesen Energieleistung gebracht hat und uns somit in der ersten Halbzeit die Hölle bereitet hat. Wir haben uns dabei aber auch kaum gewehrt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns besser auf den MBC eingestellt und haben die Würfe besser getroffen. Am Ende haben die Nerven entschieden und wir haben glücklich, aber nicht unverdient gewonnen".

MBC-Coach Anatoly Mirolybov:
"Es ist hart, dass wir das dritte Mal so knapp verloren haben. In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut, haben eine gute Mannschaftsleistung erbracht. In der zweiten Hälfte hat Ludwigsburg das Tempospiel gut rausgenommen und wir haben uns zu sehr auf die Offense konzentriert. Dadurch kam Ludwigsburg zu vielen einfachen Punkten. Die Mannschaft hat aber sehr hart gekämpft und dadurch ist solch ein Ergebnis sehr hart".

Die Viertel im Überblick: 28:21, 20:13, 15:28, 14:19

Zuschauer: 2.300

Scorer EnBW Ludwigsburg:
Zavackas (18 Punkte), Bowler (16), Harris (13), Bailey (13), Green (10), Rickert (6), Vene (5), McCray (0), Lischka (0), Konietzke (n.e.), Koch (n.e.)

Scorer Mitteldeutscher Basketball Club:
Shields (23 Punkte), Ross (19), Radinovic (12), Pilcevic (5), Grünheid (5), Gilbert (4), Leutloff (4), Dramicanin (3), Bernard (2), Vogt (n.e.), von Fintel (n.e.)

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