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Der Gala folgt ein Arbeitssieg – 84:73 Erfolg gegen Bremerhaven

Der Gala folgt ein Arbeitssieg – 84:73 Erfolg gegen Bremerhaven

Beim dritten Auftritt vor heimischem Publikum feierte die EnBW Ludwigsburg am Samstagabend den dritten Sieg. In einer hart umkämpften Partie gegen die Eisbären Bremerhaven behielten die Barockstädter am Ende mit 84:73 (40:43) die Oberhand, nachdem die Mannschaft von Head Coach Markus Jochum fast die gesamte Spielzeit über in Rückstand gelegen hatte und die Partie erst durch einen 20-5 Zwischenspurt in den Schlussminuten für sich entscheiden konnte. Donatas Zavackas avancierte dabei mit 19 Punkten zum Topscorer des EnBW-Teams, das nach drei Siegen aus den ersten vier Spielen nun auf dem dritten Tabellenplatz der Beko BBL steht.
Beflügelt von der Galavorstellung am Mittwochabend machten die Ludwigsburger Kobjäger im Duell mit den Eisbären aus Bremerhaven zunächst da weiter wo sie gegen Oldenburg aufgehört hatten und kamen durch einen Distanztreffer von Donatas Zavackas zur ersten Führung. Die Gäste aus Norddeutschland, die aufgrund einer Schulterprellung auf Leistungsträger Torrell Martin verzichten mussten, machten jedoch schnell klar, dass sie nicht in die ARENA Ludwigsburg gekommen waren um den Barockstädtern die zwei Punkte da zu lassen. Ganz im Gegenteil. Die Eisbären machten der zu Beginn noch ziemlich löchrigen EnBW-Defense von Anfang an ordentlich Beine und erspielten sich, angeführt von Christopher McNaughton und Terrell Everett, eine 10:15 Führung, was Head Coach Markus Jochum nach fünf Minuten als Anlass zu seiner ersten Auszeit nahm. Neben der laschen Verteidigung mahnte der Ludwigsburger Trainer besonders die fünf Ballverluste seiner Mannschaft an, die es den Barockstädtern schwer machte in der Anfangsphase zu seinem Rhythmus in der Offensive zu finden. Die Einwechslung von Alex Harris, der heute erneut von der Bank kam, brachte etwas neuen Schwung in die Angriffsbemühungen der Hausherren, da Anthony Smith die Schwächen in der Defensive jedoch weiter ausnutzen konnte, blieb Bremerhaven am Drücker und ging mit einem 22:28 Vorsprung aus den ersten zehn Minuten.

Hier brachte Kurt Looby nun Stabilität in die Verteidigung der Gastgeber und setzte mit zwei Blocks innerhalb weniger Sekunden eine eindeutige Botschaft an die Adresse der Eisbären. Die Nachricht schien angekommen zu sein, blieb Bremerhaven in den ersten dreieinhalb Minuten doch ohne Punkt, während Johannes Lischka von der Dreierlinie erfolgreich war um auch die Zuschauer wieder voll ins Spiel zu bringen. Zwar kassierte Looby kurz darauf sein drittes persönliches Foul und Ludwigsburg verpasste es die Durststrecke der Gäste entscheidend zu nutzen, die Partie hatte nun jedoch Fahrt aufgenommen und die EnBW’ler gingen an beiden Enden des Feldes mit deutlich größerer Intensität zu Werke. Der besonders aggressive Lischka, der bei seiner Auswechslung mit Sonderapplaus bedacht wurde, verkürzte zwischenzeitlich auf 31:33, Bremerhaven konnte seinen Vorsprung bis zur Halbzeit allerdings weiter verteidigen, sodass es beim Stand von 40:43 in die Pause ging. Gut ein Drittel ihrer Punkte hatten die Jochum-Schützlinge bis dahin von der Freiwurflinie erzielt (14/19), während die Feldwurfquote von 44 % noch Raum zur Verbesserung bot.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs machten sich die Hausherren das Leben dann erneut durch Ballverluste unnötig schwer, die Eisbären hingegen kamen hellwach aus der Kabine und schraubten ihre Führung prompt weiter nach oben. Schon nach zwei Minuten sah sich Trainer Jochum beim Stand von 42:51 gezwungen seine zweite Auszeit zu nehmen. Auch Donatas Zavackas schien es nun zu bunt zu werden und so brachte der Veteran seine Mannschaft mit fünf Punkten in Serie im Alleingang wieder auf Tuchfühlung. John Bowler komplettierte anschließend einen 7-0 Run der Hausherren zum 51:53, ehe Gästetrainer Doug Spradley den Lauf der Gäste durch eine Auszeit erfolgreich unterbrechen konnte und das EnBW-Team letztlich mit einem 58:61 Rückstand in den Schlussabschnitt startete.

Hier war es erneut Looby, der dieses Mal per Dunking das erste Highlight setzte und die ohnehin schon lautstarke Unterstützung der Ludwigsburger Fans damit noch einmal ein paar Dezibel höher schraubte. Es blieb zunächst jedoch dabei, dass die Bremerhavener immer die passende Antwort parat hatten und so nach einem Dreier von Terrell Everett sechs Minuten vor dem Ende mit 64:68 in Führung lagen. Zavackas trieb die Barockstädter mit seinem unermüdlichen Einsatz aber weiter nach vorne und brachte sein Team unter großem Jubel der Zuschauer mit zwei Treffern aus der Distanz zum ersten Mal seit den Anfangsminuten wieder in Front. Alex Harris, Jerry Green und Kurt Looby konnten den Vorsprung anschließend weiter vergrößern, ehe Mark Dorris per Dreipunktspiel zum 79:73 vollendete. Der amerikanische Guard komplettierte damit 90 Sekunden vor dem Ende einen 15-5 Zwischenspurt der Gastgeber, der durch vier Freiwurftreffer von Harris und Green sogar noch weiter ausgebaut wurde und somit eine Minute vor Schluss beim Stand von 83:73 die Vorentscheidung gefallen war. Alex Harris war es schließlich überlassen mit einem weiteren erfolgreichen Freiwurf für den Endstand zu sorgen, ehe das EnBW-Team nach Spielende noch minutenlang auf dem Parkett der ARENA Ludwigsburg verweilte um sich von seinen Fans gebührend feiern zu lassen. Der Doppelspieltag vor heimischem Publikum war also ein voller Erfolg und machte Lust auf mehr. Den nächsten Auftritt in der ARENA Ludwigsburg haben die Barockstädter am 29. Oktober um 19.30 Uhr gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Das war heute ein ganz wichtiger Sieg, haben wir nach schwachem Beginn doch einen Weg gefunden dieses Spiel noch zu drehen. Wir haben die gesamte Spielzeit über hart gearbeitet und sind letztlich durch unsere Intensität in der Verteidigung ins Spiel gekommen, davon haben wir in den letzten Minuten profitiert.“

Headcoach Eisbären Bremerhaven Doug Spradley:
„Glückwunsch an Markus Jochum und seine Mannschaft. Ludwigsburg hat heute zum richtigen Zeitpunkt seinen besten Basketball gespielt und daher am Ende verdient gewonnen. Mit der Leistung meines Teams bin ich über 30 Minuten recht zufrieden, im letzten Viertel hat uns jedoch etwas die Kraft und die Ruhe gefehlt um mit der Intensität der EnBW mitzuhalten.“

Die Viertel im Überblick: 22:28 18:15 18:18 26:12

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Zavackas (19), Bowler (16, 6 Rebounds), A.Harris (13), Dorris (10), Lischka (9, 7 Rebounds), Green (8, 4 Assists), Looby (4, 3 Blocks), McCray (3), T.Harris (2), Koch (n.e.), Olden (n.e.)

Scorer Bremerhaven:
McNaughton (16), Peacock (12), Everett (10, 5 Rebounds), A.Smith (10, 4 Assists), M.Smith (10), Brewer (6, 8 Assists), Cain (4), Canty (3), Raffington (2), Pluskota (n.e.)
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