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Der Meister wackelt

Der Meister wackelt

ratiopharm Ulm unterliegt den Brose Baskets Bamberg mit 59:64 (34:33). Mit einer kämpferischen Höchstleistung bringen die Ulmer den Meister an den Rand einer Niederlage.
Am Ende ist es doch nichts aus der Sensation geworden: Bamberg gewinnt auch das 29. Bundesligaheimspiel in Folge. Allerdings hatte der amtierende Meister und Pokalsieger für diesen Erfolg mächtig zu kämpfen: Denn bis zur 35. Minute führte der klare Außenseiter mit 56:54. Warum es für die ganz große Überraschung letztlich nicht reichte, erklärt Head-Coach Thorsten Leibenath so: "Mit 18 Ballverlusten sind uns in Bamberg fast so viele Fehler unterlaufen wie in den ersten beiden Spielen zusammen." Außerdem seien die Bamberger deutlich häufiger an die Freiwurflinie gelangt (20 zu 9 Mal). "Deshalb haben sie verdient gewonnen", so Leibenath, der seinem Team dennoch eine "ansprechende Leistung" attestierte.

Die zeigten die Ulmer von der ersten Minute an: Vor 6.700 Zuschauern startete sie mit ganz viel Tempo gegen den Deutschen Meister: Nach einem 8:0-Run lagen die Gäste nach dem dritten Dreier von Isaiah Swann in der 7. Minuten mit 11:6 in Front. Wenngleich die Bamberger bis zum Ende des 1. Viertels auf 18:15 verkürzten, war der erste Teil der Taktik, nämlich den Anfangsdruck der Oberfranken zu stoppen, aufgegangen.

Doch das "defensivstärkste Team der Liga" (Leibenath) kam natürlich zurück - und wie: 8 Ulmer Ballverluste zu Beginn des 2. Viertels zeugten von der Aggressivität, die der Meister an den Tag legte. Und auch offensiv fanden die Bamberger mit zunehmender Spieldauer immer mehr zu ihrem Rhythmus. 22:20 hieß es in der 14. Minute und es sah zunächst so aus, als ob das Überraschungsmoment der Ulmer aufgebraucht wäre. Doch dem war nicht so: In der 15. Minute war es zunächst Swann, der mit einem Dreipunktspiel die Führung zurückeroberte (25:23), ehe Big John auf 32:27 (19.) erhöhte. "Dafür, dass John die letzten drei Tage im Bett lag und nicht trainieren konnte, hat er eine beeindruckende Leistung gebracht", lob Leibenath seinen Big Man. Die hauchdünne 34:33-Halbzeitführung war umso erstaunlicher, da die Gäste in den ersten 20 Minuten lediglich einmal an der Freiwurflinie gestanden hatten (Bamberg neun Mal). Während für Ulm Isaiah Swann mit 14 Punkten herausragte, war es auf Bamberger Seite Casey Jacobsen, der sein Team mit 8 Punkten (2 Dreiern) zur Halbzeit im Spiel hielt.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehört dann aber den Gasgebern: Mit einem 5:0-Lauf setzen sie sich zunächst ab, ehe zwei Ulmer Dreier (Watts, Swann), den 40:38-Zwischenstand markieren (23). Doch jetzt drückten die Oberfranken erst richtig aufs Tempo: acht unbeantwortete Bamberger Punkte führten in der 27. Minute zur 45:40-Führung. Als Bamberg sich in der 29. Minute auf 50:44 absetzen konnte, versenkte Swann seinen 20. Punkt bzw. seinen 5. Dreier zum 47:50. Das 3. Viertel verlor ratiopharm ulm dennoch mit 13:21 (Stand: 47:54).

An die Chance einer Sensation glaubten die Ulmer trotzdem: Und zwar zu Recht, wie ein Dunking von John Bryant (50:54) in der 32. Minute verdeutlichte. Eine 6:0-Serie der Gäste - während der Big John ganz nebenbei seinen 12 Rebound abgegriffen hatte - ermöglichte die 56:54-Fürhung in der 35. Minute. Doch die Bamberger Schlussoffensive sollte erst noch komm: 4:15 Minuten vor dem Ende schloss Julius Jenkins mit einem Dreier zum 56:61 einen Bamberger 7:0-Lauf ab. Wenngleich Steven Esterkamp 29 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 59:63 verkürzte, hält die Bamberger Heimserie weiter - nun schon seit über zweieinhalb Jahren (Juni 2008).

Für ratiopharm ulm spielten: Isaiah Swann (22 Punkte, 5 Dreier), Tommy Mason-Griffin, Per Günther (3, 7 Assists), Sebastian Betz, Femi Oladipo, Michael Wenzl (dnp), Marcel Heberlein (dnp), Steve Esterkamp (6, 4 Assists), Dane Watts (12, 7 Rebounds), Keaton Nankivil (5, 9 Rebounds), John Bryant (11, 15 Rebounds), Rocky Trice.

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