FB Twitter Instagram YouTube Google+
Der Norden triumphiert über den Süden

Der Norden triumphiert über den Süden

Beim Beko BBL ALLSTAR Game in der Arena Trier hat sich die Auswahl des Nordens vor 5.738 Basketball-Fans mit 114:104 (Halbzeit 57:63) gegen den Süden durchgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Koch hat damit den Spieß nach dem Seitenwechsel umgedreht und das ...
image_1295729484107.jpeg... traditionelle Kräfteverhältnis beim jährlichen Treffen der Besten wieder gerade gerückt. Im vergangenen Jahr hatte noch der Süden triumphiert. Der Sieg der Nord-ALLSTARS bei der diesjährigen Auflage war der 17. im 20. Vergleich. Zum „Most Valuable Player“ wurde Kyle Hines von den Brose Baskets gekürt, der zusammen mit Philip Zwiener (je 15 Punkte) auch bester Korbjäger der Süd-Auswahl war. Für den Norden war Torrell Martin mit 19 Punkten am erfolgreichsten.

Die ALLSTARS aus Nord und Süd hatten jede Menge Spielfreude mit in die Arena nach Trier gebracht, das war von der ersten Sekunde an zu spüren. Speziell aus der Distanz zeigten sich die Akteure vor fast ausverkauftem Haus sehr treffsicher. So beispielsweise auch in der 8. Minute, als zunächst Marcus Goree den Norden mit 25:22 in Führung gebracht hatte, der Süden aber postwendend in Person von DaShaun Wood ausgleichen konnte. Im Kräftemessen von jenseits der 6,75-Meter-Linie hatte im ersten Viertel aber eindeutig die Nord-Auswahl die Nase vorn: Sieben von neun Dreiern fanden ihr Ziel und bescherten der Mannschaft von Coach Stefan Koch eine 37:32-Führung nach zehn Minuten. Topscorer zu diesem Zeitpunkt war Derrick Allen mit neun Zählern.

Ähnlich furios ging es im zweiten Viertel weiter. Hüben wie drüben blieb das Tempo enorm hoch, sowohl der Norden als auch der Süden gaben Vollgas. Entsprechend hoch fiel der Score aus: Jimmy McKinneys Dreier (16. Minute) verkürzte den Vorsprung der Nord-ALLSTARS auf 51:52. Zwei Minuten später sollte die Stunde von Kyle Hines schlagen. Der Amerikaner, von Bambergs Fans der Einfachheit halber „Karl-Heinz“ gerufen, glich mit einem krachenden Dunking zunächst zum 55:55 (18.) aus. Es sollte der Auftakt einer kleinen Serie sein, denn Hines markierte acht der letzten zehn Punkte des Südens bis zur Halbzeit. Zwischendurch setzte der US-Boy auch noch mit einem Block gegen Goree ein Zeichen in der Defensive. Derrick Allen war es vorbehalten, für den Norden auf 57:63 zur Halbzeit zu verkürzen.

Sichtlich motiviert kam der Norden nach der Pause aus der Kabine. Julius Jenkins und Marcus Goree konnten schnell den Rückstand verkürzen (64:66, 22.), ehe Kyle Hines – wer sonst – erneut dagegen hielt und die Führung für den Süden wieder leicht ausbauen konnte (68:64, 23.). Doch die Nord-ALLSTARS hatten Morgenluft gewittert: Zunächst glich Lou Campbell zum 68:68 aus, kurz darauf besorgte Emmanuel McElroy per Dreier die erste Führung für den Norden nach langer Zeit (71:68). Goree setzte anschließend ebenfalls aus der Distanz noch einen drauf, und sein Dreier sollte Teil eines trockenen Zwischenspurts des Nordens sein, der rund zwei Minuten vor Schluss des dritten Viertels in einen komfortablen 83:71-Vorsprung gipfelte. Erst Lokalmatador Philip Zwiener, der vor eigenem Publikum besonders motiviert war, konnte den Run des Nordens jetzt stoppen (83:73). Unbeeindruckt davon zeigte sich Torrell Martin: Der Bremerhavener legte vier schnelle Punkte nach, und schon sahen sich die Nord-ALLSTARS wieder einer klaren Führung ausgestattet (87:73). Beim Stand von 88:73 für den Norden ging es schließlich in den finalen Abschnitt.

Hier ging es zunächst so weiter, wie es im Viertel zuvor aufgehört hatte: Elvir Ovcina konnte mit einem Dreier zum 77:90 zunächst verkürzen, doch sollte Torrell Martin auf der anderen Seite direkt mit einem Drei-Punkte-Spiel den alten Vorsprung wieder herstellen (93:77). Kurz darauf war es soweit: Mark Dorris, Guard in Diensten von Phoenix Hagen, knackte die Hunderter-Marke und brachte den Norden mit 101:81 (34.) in Front. Der Sieg der Nord-ALLSTARS sollte fortan nicht mehr in Gefahr geraten. Zwiener sorgte mit sieben Punkte in Serie zum Ende der Partie zwar noch einmal für Ergebniskosmetik, am verdienten Sieg des Nordens war jedoch nicht mehr zu rütteln.

Stimmen:

Jan Pommer (Geschäftsführer Beko BBL): „Der diesjährige Beko BBL ALLSTAR Day war eine sehr stimmungsvolle, harmonische Veranstaltung. Wir haben ein flottes, lebhaftes Spiel gesehen, das sicherlich durch tolle Offensivaktionen, aber auch eine gute Portion Engagement in der Verteidigung geprägt war. Torrell Martin hat im Spiel mit einigen spektakulären Einlagen dort weitergemacht, wo er im Slam-Dunk-Contest aufgehört hat. Sein ins Haar rasierter Beko-Schriftzug war ebenfalls sehr innovativ. Das NBBL-Spiel hat seinen Teil dazu beigetragen, den Beko BBL ALLSTAR Day zu einer runden Veranstaltung zu machen. Mit Kyle Hines gab es beim Hauptevent, der Partie der Profis, einen würdigen MVP. Ich möchte aber auch nicht vergessen, den Verantwortlichen in Trier für die Ausrichtung und hervorragende Betreuung des Events zu danken.“

Per Günther (ratiopharm Ulm): „Das Spiel als auch die restlichen Programmpunkte haben mir gut gefallen. Ich denke, dass die Stimmung ähnlich der in Bonn war. Aus deutscher Sicht ist natürlich schön, dass nicht nur im Süden, sondern beim Beko BBL ALLSTAR Game insgesamt viele junge Deutsche vertreten waren. Die optischen Highlights hat sicher Torrell Martin mit seinen Dunks geliefert.“

Chris Ensminger (Telekom Baskets Bonn): (lacht) „Wir haben verloren, was soll ich sagen? Im Ernst, es war eine schöne Veranstaltung. Und egal ob auf dem Feld, auf der Bank oder in der Kabine … wir hatten alle viel Spaß. Ursprünglich wollte ich gern einen linkshändigen Dreier einstreuen, aber die Jungs haben mich auf dem Flügel einfach nicht isoliert.“

Stephan Koch (Artland Dragons): „Ich freue mich, dass ich heute mit einer angenehmen Gruppe von Spielern arbeiten konnte. Im Vormittagstraining haben wir uns zur Einstellung auf das Spiel nur ein wenig gedaddelt, eine Runde H.O.R.S.E. gespielt und kurz zwei Dinge angesprochen, wie wir uns in der Verteidigung gegen Pick-and-Roll verhalten. Aber im Endeffekt ist es nicht entscheidend, ob man gewinnt oder verliert, sondern dass man den Fans eine gute Show bietet und Spaß am Spiel hat. Trier ist mit einer schönen Halle ein toller Austragungsort gewesen. Atmosphäre entsteht dadurch, dass Spieler und Zuschauer nah beieinander sind – das ist hier definitiv der Fall.“

image_1288779294890.png

image_1288779294890.png Bildergalerie Beko BBL ALLSTAR Day

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport