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Der Super-Knaller zum Jahresausklang

Der Super-Knaller zum Jahresausklang

Das Jahr 2011 klingt für Braunschweigs Basketballfans mit einem Gaumenschmaus aus. Am morgigen Freitag, 30. Dezember, gibt der Tabellenzweite ratiopharm ulm – der aktuell attraktivste Gegner in der Beko BBL – seine Visitenkarte beim Fünften New Yorker Phantoms in der Volkswagen Halle ab (Spielbeginn: 19:30 Uhr). Mit einem Sieg könnten die Korbjäger von der Oker noch näher an das Quartett aus Quakenbrück, Bamberg, Ulm und Berlin heranrücken.
Den Playoffplatz würden die Braunschweiger, die die vergangenen vier Heimspiele gegen Ulm gewonnen haben, weiter mit Beton ausgießen – und die Pokalrunden-Teilnahme ist ebenfalls zum Greifen nahe. Den Stellenwert der Partie verdeutlicht auch Phantoms-Trainer Sebastian Machowski: „Wir haben natürlich ein wichtiges Spiel vor uns. Wir können die Pokalrunde aus eigener Kraft erreichen. Wenn wir die nächsten drei Spiele gewinnen, sind wir sicher dabei“, so Machowski. „Das Team will es. Alle Spieler brennen darauf, morgen gegen Ulm gleich den ersten Step zu machen.“

An keinem Beko BBL-Standort hat sich zu dieser Saison so viel getan wie bei ratiopharm ulm. Der Umzug vor rund zwei Wochen aus der in die Jahre gekommene Kuhberg-Halle in die hypermoderne ratiopharm arena. Ein höherer Etat. Neue Spieler. Neues Klublogo.

Und ein neuer Trainer: Ulm und Thorsten Leibenath, früher Coach der Artland Dragons und der LTi GIESSEN 46ers – das scheint offenbar sehr gut zusammenzupassen. Der gebürtige Leverkusener bewies ein gutes Händchen bei den Spielerverpflichtungen. Der bei den Eisbären Bremerhaven sehr lange wegen einer schweren Knieverletzung pausierende Steven Esterkamp fand nach seinem Wechsel über die Zwischenstation ProA in den südlichen Zipfel der Bundesrepublik zu alter Stärke zurück. Die meisten der Braunschweiger Basketballfans werden sich noch daran erinnern: Der 1,96 Meter große US-Profi trug einst das Trikot der SG Braunschweig. Im neuen orangefarbenen Dress kommt Esterkamp auf einen Schnitt von 10 Punkten.

Als positiv zu bewerten sind auch die Sommer-Transfers der US-Profis Isaiah Swann (Maccabi Rishon/Isreael) und Dane Watts (zuletzt Hyeres-Toulon/Frankreich). Letzteren kennen die Basketballfans aus seinen Spielzeiten bei EnBW Ludwigsburg und den WALTER Tigers Tübingen. Swann ist mit rund 15 Punkten pro Partie aktuell der Ulmer Topscorer, Watts liefert einen knapp zweistelligen Schnitt ab.

Im Jahr eins nach Robin Benzing, der sich dem FC Bayern München anschloss, lehrten jedoch auch die Kadermitglieder der Vorsaison den Gegnern das Fürchten. Allen voran der Herrscher der Bretter: John Bryant. Mit 9,8 Rebounds pro Spiel führt der bullige 2,11-US-Amerikaner diese Statistik nicht nur im eigenen Klub sondern auch in der Liga mit großem Vorsprung an. Ganz nebenbei markiert der 127-Kilo-Mann im Durchschnitt 14 Zähler.

Einen riesigen Schritt nach vorne gelang bereits in der Vorsaison Aufbauspieler Per Günther. In Ulm zum Nationalspieler gereift – und mit viel Spielzeit ausgestattet – ist der 23-Jährige einer der Dreh- und Angelpunkte des ratiopharm-Spiels. Den Sprung vom US-Collegebasketball in eine der besten Ligen Europas schaffte Powerforward Keaton Nankivil (7,6 Punkte), der vorher für die University of Wisconsin auflief. Roderick Trice gehört als weiterer Ulmer Leistungsträger bereits zu den etablierten US-Legionären der Beko BBL.
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