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Der zweite Sieg im zweiten Spiel

Der zweite Sieg im zweiten Spiel

ratiopharm ulm gewinnt vor 3.000 Zuschauern mit 84:79 (38:36) gegen die Artland Dragons. Der hart umkämpfte Erfolg ist der zweite in Folge.
In der Pressekonferenz im Anschluss an den 84:79-Erfolg über sein Ex-Team aus Quakenbrück brachte Thorsten Leibenath den Sieg auf einen Nenner: "Der Schlüssel lag sicher darin, dass wir mit weniger Ballverlusten auskamen und im Gegenzug Artland zu 20 Turnovern gezwungen haben", so ratiopharm ulms Head-Coach über ein von der ersten Sekunde an hart umkämpftes zweites Saisonspiel. Dass ratiopharm ulm sich vor der begeisterten Kulisse einer ausverkauften Kuhberghalle gegen den Vorjahreshalbfinalisten durchsetzen konnte, hatte aber auch entscheidend damit zu tun, dass gleich sechs Ulmer (Swann, Günther, Betz, Esterkamp, Watts, Bryant) zweistellig punkteten. "Das war heute eine starke Teamleistung", so Leibenath über den zweiten Ulmer Sieg in Folge.

Genauso wie das erste Viertel endete (20:18), verliefen auch die ersten zehn Minuten - nämlich extrem spannend. Zwei Teams auf Augenhöhe lieferten sich von Beginn an einen taktisch anspruchsvollen Schlagabtausch. Die höchste Führung erspielte sich dabei ratiopharm ulm in der 9. Minute, als Isaiah Swann zum 18:15 traf. Swann war es auch, der mit zehn Punkten im ersten Viertel die Anfangsphase prägte. Ansonsten auffällig: Eine von Nervosität und intensiver Verteidigung beeinflusste Wurfquote aus der Distanz: Ulm 14, Quakenbrück 25 Prozent.

Erst als Sebastian Betz in der 13. Minute von jenseits der 6,75-Meter-Linie traf, änderte sich das und ratiopharm ulm konnte sich erstmals etwas absetzen (24:18). Den Dreier von Johannes Strasser beantwortete Dane Watts prompt zum 30:25 (15.). Das Spiel hatte mittlerweile an Tempo gewonnen, an Spannung und Klasse jedoch nichts eingebüßt. Kein Ball wurde verloren gegeben und die Punkte teilweise, wie von Per Günther zum 34:27 (17.), auf spektakuläre Weise erzielt. Einen entscheidenden Vorteil konnte sich allerdings kein Team erarbeiten (34:34, 19). Den 38:36-Halbzeitstand erzielte Artlands Anthony Hilliard mit einem Solo über das ganze Feld und mit Ablauf der Spielzeit (38:36).

Der 6:0-Lauf, den ratiopharm ulm zu Beginn der zweiten Halbzeit hinlegte, hatte da schon Seltenheitswert. Mit viel Energie und vier Punkten von Big John Bryant überraschten die Gastgeber die Drachen und zwangen sie nach nicht einmal zwei gespielten Minuten zur Auszeit. Doch Bryant ließ sich auch durch die taktische Unterbrechung nicht stoppen: die Punkte zum 47:36 erzielte der 2,11-Meter-Hüne ebenfalls. Doch die Drachen konterten den 9:0-Lauf umgehend, nämlich mit zwei Dreiern (47:41, 24.). Der Dreier von Steve Esterkamp in der 26. Minute brachte nur kurzzeitig Erleichterung, da Darren Fenn seinen dritten Distanzwurf in diesem Viertel zum 51:47 versenkte.

Als Anthony Hilliard in der 27. Minute vier schnelle Punkte in Folge erzielte, wechselte die Führung erstmals (51:53). Ein Steal von David Holston gegen Per Günther mit anschließend verwandeltem Korbleger brachte die Drachen mit 54:57 in Front. Doch Günther machte seinen Fehler umgehend wett und lieferte die Punkte zum Ausgleich in Folge ab (57:57, 28.). Als Sebastian Betz nach einem technischen Foul gegen Adam Hess drei von vier Freiwürfen zum 60:59 (30.) versenkte, war die Spannung in der ausverkauften Kuhberghalle zum Greifen.

Doch die Ulmer hatten ihre Energie noch lange nicht verbraucht: Das bewiesen sie zu Beginn des vierten Viertels: Mit einem 10:0-Lauf und einem hyperenergischen Betz eröffneten sie das Schlussviertel (70:59, 33.). Wild gestikulierend trieb Coach Leibenath sein Team zum Schlussspurt: Und seine Mannen verstanden ihn. In der 37. Minute versenkte Isaiah Swann das 79:70. Doch es wurde noch einmal spannend: Durch einen 6:0-Lauf kamen die Drachen 13 Sekunden vor dem Ende auf 82:79 heran. "Mit der Entscheidungsfindung in der Offensive bin ich noch nicht zufrieden. Das spannende Ende hätte sicher nicht sein müssen", kommentiert Leibenath das Finale. Dass Sebastian Betz nach dem 84:79-Endstand und mit 11 Punkten und 6 gezogenen Fouls zum BAUHAUS Spieler des Tages bestimmt wurde, überraschte Leibenath dagegen nicht. "Ich hatte gestern noch ein Gespräch mit ihm, in dem ich Sebastian gesagt habe, wie wertvoll er für das Team ist, wenn er mit dem nötigen Selbstbewusstsein spielt. Das hat er heute gezeigt."

Für ratiopharm ulm spielten: Isaiah Swann (16), Tommy Mason-Griffin (6, 4 Assists), Per Günther (10), Sebastian Betz (11), Femi Oladipo (dnp), Antonio Anderson (dnp), Michael Wenzl (dnp), Marcel Heberlein, Steve Esterkamp (12), Dane Watts (10, 8 Rebounds), Keaton Nankivil (8), John Bryant (12, 7 Rebounds, 3 Assists).
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