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Desolates 3. Viertel kostet EnBW Ludwigsburg den Sieg

Desolates 3. Viertel kostet EnBW Ludwigsburg den Sieg

Die Basketballer der EnBW Ludwigsburg unterlagen am Samstagabend in Trier mit 80:85. Dabei verspielten die Mannen von Trainer Markus Jochum eine 15-Punkte-Führung zur Halbzeit (47:32). Binnen 10 Minuten machte eine aufopferungsvoll kämpfende Trierer Mannschaft den Rückstand wett (31:14 im 3. Viertel) und gewann das Spiel zweier direkter Konkurrenten im Kampf um Platz 8 am Ende verdient.
Ludwigsburg erwischte einen sehr schwachen Tag von der Dreipunktelinie (1/17), während bei Trier Barry Stewart in der zweiten Hälfte regelrecht heißlief und gleich vier Mal von jenseits der 6,75-m-Linie einnetzte. TBB-Aufbauspieler Dru Joyce (18 Punkte, 8 Assists) und John Bynum (14 Punkte, 7 Rebounds) machten zudem ein sehr gutes Spiel für die Moselstädter. Bei den Schwaben stach Johannes Lischka (19 Punkte, 10 Rebounds) heraus, der vor den Augen von Bundestrainer Frank Menz ein exzellentes Spiel ablieferte.

Rund 25 mitgereiste Fans der Ludwigsburger heizten die Arena Trier bereits vor dem Spiel richtig ein und spornten ihre Gelben Riesen zu einem Blitzstart an. Allen voran EnBW-Center John Bowler, der 10 Punkte in Folge erzielte und Triers Coach Henrik Rödl beim Stande von 10:2 zu einer frühen Auszeit zwang. Seine Worte schienen die richtigen gewesen zu sein, denn in den folgenden Minuten legten die Trierer eine 14:0-Lauf aufs Parkett und gingen mit einer 19:14-Führung in die ersten Viertelpause. Markus Jochum wechselte durch und brachte seine „Bankspieler“ Johannes Lischka, Siim Vene, Rick Rickert und David McCray. Alex Harris war der einzige „Starter“ im zweiten Viertel. In dieser Formation spielten die EnBW’ler einen exzellenten Basketball. Ein sehenswerter Dunking mit Foul von Vene, beherzte Aktionen am Korb von Rickert, starke Offensivaktionen von Lischka, unwiderstehlicher Zug zum Korb von Harris und sehr gute Team-Defense führten zu einem 29:14-Lauf, ehe Kapitän Jerry Green mit zwei Freiwürfen den Schlusspunkt in der ersten Hälfte setzte (47:32).

Das dritte Viertel begann für die Barockstädter denkbar schlecht. John Bynum und der bis dahin blasse Barry Stewart verkürzten unmittelbar nach dem Start der zweiten Halbzeit auf 36:47. Zwei Dreier von Stewart besorgten gar das 44:52, ehe Johannes Lischka, Toby Bailey und Jerry Green wieder für eine 13-Punkte-Führung sorgten (59:46). Henrik Rödl bat sein Team zur Auszeit. Kurz vorher knickte EnBW-Shooting-Guard Alex Harris mit dem Knöchel um, und musste ausgewechselt werden. Trier nutzte die Gunst der Stunde und startete einen unglaublichen Lauf. Innerhalb von 3 ½ Minuten verkürzten die Mannen um Kapitätn Dragan Dojcin auf 60:61. Die letzte Aktion gehörte John Bynum, der per Dreier die ersten Trierer Führung seit dem zweiten Viertel besorgte (63:61) und die Arena Trier damit in ein Tollhaus verwandelte. Aufbauspieler Dru Joyce, der glänzend Regie führte, nahm den Schwung zu Beginn des letzten Viertels gleich mit und erhöhte durch zwei Korbleger auf 67:61. EnBW-Kapitän Jerry Green beendete den 20:2-Lauf der Trierer und verkürzte auf 63:67. Doch Trier hatte nun deutlich an Selbstvertrauen gewonnen, Barry Stewart traf seinen vierten Dreier des Spiels zum 70:63 und ebnete so die Siegesstraße für sein Team. Alex Harris kehrte trotz verletztem Knöchel wieder aufs Parkett zurück und Ludwigsburg kämpfte sich dank seiner Punkte 1:33 vor dem Ende noch einmal bis auf 72:76 heran. Doch Dru Joyce und Co. behielten an der Freiwurflinie die Nerven und fuhren mit dem 85:80 über Ludwigsburg ihren 14. Saisonsieg ein.

Die Gelben Riesen haben in Trier eine große Chance vertan sich in den Playoff-Rängen weiter festzusetzen. In der Tabelle der Beko BBL steht Ludwigsburg nun zusammen mit Göttingen, Bremerhaven und Tübingen punktgleich auf Platz 8. Binnen einer Woche treten Jerry Green, John Bowler und Co. nun gegen Bonn (13.03., 17:00 Uhr Arena Ludwigsburg), Bremerhaven (18.03., 19:30 Uhr Arena Ludwigsburg) und in Bayreuth (20.03.) an. Tickets für die Spiele in der „Woche der Wahrheit“ gibt es wie immer unter www.enbw-ludwigsburg.de.

Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Markus Jochum:
"Glückwunsch an Trier für einen Sieg, der am Ende auch verdient war. Es ist bitter, solch ein Spiel zu verlieren, wir haben heute zu schlecht aus der Distanz getroffen. Die Antworten auf das Trierer Spiel, speziell in der zweiten Hälfte, haben wir heute nicht gefunden. Zum Ende haben wir den Trierern entscheidende Offensiverebounds gestattet, die zu offenen Dreiern führten. Es war ein Spiel auf Playoff-Niveau, es lastete viel Druck auf beiden Mannschaften. Diesen Druck konnte Trier zum Ende besser kompensieren".

TBB-Coach Henrik Rödl:
"Es war heute ein besonderes Spiel für uns, in der Halbzeit 15 Punkte zurückzuliegen und das Spiel dennoch zu gewinnen, zeugt von einer großen Stärke unserer Mannschaft. Es ist sehr erfreulich, wie sich beide Mannschaften während der Saison entwickelt haben. Trotzdem müssen wir weiter hart arbeiten, müssen unter dem Korb die Wege zu machen, wenn der Gegner aus der Distanz nicht trifft. Lob von mir an Barry Stewart, der nach null Punkten in der ersten Halbzeit, wichtige Dreier in der zweiten Halbzeit traf. Ein unglaubliches Spiel lieferte John Bynum ab, der die Mannschaft mit sich riss, überall seine Hände hatte, reboundete, selbst wichtige Punkte markierte und als tolles Geschenk den Sieg mit der Mannschaft feiern konnte".

Die Viertel im Überblick: 19:14, 13:33, 31:14, 22:19

Zuschauer: 3.204

Scorer EnBW Ludwigsburg:
Lischka (19 Punkte), Harris (17), Bowler (12), Rickert (10), Green (8), Vene (6), McCray (4), Zavackas (2), Bailey (2), Koch (n.e.), Konietzke (n.e.)

Scorer TBB Trier:
Joyce (18 Punkte), Stewart (17), Bynum (14), Evans (14), Zwiener (7), Dojcin (7), Zirbes (4), Picard (2), Clay (2), Karamatskos (n.e.), M’Baidanoum (n.e.)

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