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Die Sensation ist erneut zum Greifen nah

Die Sensation ist erneut zum Greifen nah

Die Eisbären Bremerhaven sind in den Playoffs der Beko Basketball Bundesliga erneut nur haarscharf an einer faustdicken Überraschung vorbei geschrammt. Im zweiten Viertelfinale gegen Titelverteidiger Brose Baskets unterlagen die Seestädter in eigener Halle knapp mit 84:88 (44:47). Damit steht es in der „Best of Five“-Serie 2:0 für den Favoriten aus Bamberg. Weiter geht es am kommenden Sonntag mit Spiel drei in der Bamberger Stechert-Arena.
Wie schon in Partie Nummer eins erwies sich der Underdog aus Bremerhaven auch beim zweiten Aufeinandertreffen als ebenbürtig. Während sich die Gäste erneut auf ihre beeindruckende Trefferquote von der Dreierlinie verlassen konnten (11 Treffer in den ersten 20 Minuten), lagen die Vorteile der Hausherren vor allem in der Bamberger Zone. Bremerhaven hatte überraschend die Lufthoheit (18:13 Rebounds) und punktete über Craig Callahan, Sean Denison und Terrell Everett konstant aus der Nahdistanz. Auch von der Dreierlinie lief es für die bissigen Eisbären bestens. 5 von 9 Versuchen in der ersten Hälfte saßen. Hätte nicht Bambergs Reyshawn Terry mit Ablauf des 2. Viertels einen Dreier getroffen, wären beide Teams mit einem Unentschieden in die Kabinen marschiert. So aber lag Bamberg nach 20 Minuten knapp mit 47:44 vorn.

Das sollte sich im dritten Spielabschnitt ändern, denn die Eisbären legten - frenetisch angetrieben von den 3110 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven - noch einmal zu. Besonders Nationalspieler Philipp Schwethelm und Center Sean Denison stellten den Favoriten vor Probleme. Ein furioser 11:4-Lauf der Hausherren in der Schlussphase des 3. Viertels brachte die Stimmung im Eisbärenkäfig zum Kochen. Bremerhaven führte bereits deutlich mit 65:56, ehe Brian Roberts per Buzzerbeater auf 65:58 verkürzte. Der Beginn der erwarteten Aufholjagd?

Nein, denn auch in den ersten zwei Minuten des Schlussabschnitts strotzten die Eisbären vor Selbstvertrauen. Ein Dunking des starken Denison, der neben seinen 19 Punkten auch noch 10 Rebounds, 3 Assists, 4 Steals und 3 Blocks beisteuerte, und ein Dreier von Scharfschütze Schwethelm (6/9 Dreier) schraubten den Bremerhavener Vorsprung wieder auf 8 Punkte hoch. Die Eisbären waren obenauf, hatten die Sensation bereits dicht vor Augen. Das sollte sich nach der folgenden Auszeit der Brose Baskets jedoch schlagartig ändern.

Im Stile einer Spitzenmannschaft konterte Bamberg eiskalt mit einem 8:0-Lauf zum 72:72. Was die Gastgeber auch versuchten, die Dreierschützen der Baskets trafen weiter hochprozentig aus der Distanz. So kam es, wie es kommen musste. Während Bremerhaven in der Crunchtime verkrampfte und zu viele Chancen ungenutzt ließ, setzten sich die Gäste wie schon beim Auftakt in Bamberg entscheidend ab. Ein Dreier von Anton Gavel zum 83:76 war aus Eisbären-Sicht der Anfang vom Ende. Zwar steckten die Gastgeber nie auf und waren 9 Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal bis auf 3 Zähler an den Baskets dran. Den Sieg jedoch trugen erneut die Brose Baskets davon.

Punkteverteilung Eisbären: Drevo 13, Allen 8, Schwethelm 20, Callahan 11, Everett 8, Denison 19, Brewer 5

Beste Werfer Bamberg: Gavel 21, Roberts 19, Terry 15, Jacobsen 12
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