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Die Zähne gezogen – 75:86-Niederlage gegen Trier

Die Zähne gezogen – 75:86-Niederlage gegen Trier

Das hatten sich die gut 2800 Zuschauer in der Paul Horn-Arena sicherlich anders vorgestellt. Die gut organisierten Trierer zeigten den Tigers wie im Hinspiel die Grenzen auf und sorgten nach den ersten beiden Heimsiegen in 2011 gegen Berlin und Bonn für Ernüchterung bei den Schwaben. Entsprechend enttäuscht war Tigers-Cheftrainer Igor Perovic nach dem Spiel: „Das war eine herbe, aber verdiente Niederlage. Trier hat das Spiel kontrolliert, wir haben nur das erste Viertel gut gespielt. Heute hat uns die Energie aus den Spielen gegen Berlin und Bonn gefehlt.“
Nach einer Gedenkminute für den am 10. Januar 2011 verstorbenen ehemaligen Präsidenten des Basketballverbands Baden-Württemberg, Gerhard Ohme, konnte das Spiel gestartet werden. Die ersten Punkte erzielten zwar die Gäste aus der Moselstadt, anschließend nahmen jedoch die Tigers das Heft in die Hand und gingen schnell mit 6:2 in Führung. Auffallend bis zu diesem Zeitpunkt war vor allem die Reboundüberlegenheit der Hausherren. Beim Stande von 15:7 nach gut fünf Minuten nahm TBB-Trainer Henrik Rödl seine erste Auszeit. Die bisher in der Saison so starke Verteidigung der Gäste wurde bis dahin von den Tigers um Bane Ratkovica ein ums andere Mal mustergültig ausgehebelt. Zwar taten sich die Tigers nach der Auszeit etwas schwerer, dennoch konnten sie den Vorsprung bis zum Ende des ersten Spielabschnitts behaupten (21:17). Vor allem Joe Herber (sieben Punkte) und Anatoly Kashirov (acht Punkte) trugen bis dahin die Offensive der Schwaben.

Den Schwung des ersten Viertels konnten beide Teams nicht mit in den zweiten Abschnitt nehmen. Fünf Minuten lang passierte auf beiden Seiten recht wenig. Die Tigers zeigten große Schwächen beim Rebound und gewährten den Gästen viele Wurfversuche. Beim Stand von 25:23 nahm Perovic eine Auszeit, die aber erst einmal wirkungslos blieb. Die Tigers leisteten sich gleich darauf einen Turnover und gewährten den Gästen erneut mehrere Würfe in einem Angriff. Perovic brachte nun den im ersten Viertel starken Kashirov. Doch auch im nächsten Angriff wurde der Ball verdaddelt. Da Triers Scharfschützen nicht gerade den besten Tag erwischten, blieb das Spiel eng – auf der Anzeigetafel tat sich aber reichlich wenig. Die wenigen Tübinger Punkte erzielte in dieser Phase Kashirov an der Freiwurflinie. Beim Stand von 28:27 nahm Perovic in der 18. Minute eine weitere Auszeit – doch das Spiel der Tiger blieb weiter schwach. Kurz vor der Pause kassierte ausgerechnet Kashirov Foul Nummer drei – zudem ging es mit einem 32:35-Rückstand in die Pause, die die Tiger nötig hatten.

Im dritten Viertel startete Kenny Williams für Kashirov – Perovic wollte kein frühes viertes Foul seines Centers riskieren. Die Tigers kamen viel aggressiver aus der Kabine und attackierten wieder vermehrt den Korb. Diese Strategie stellte sich als erfolgreicher heraus als das Dreierwerfen im zweiten Viertel. Da die Tigers zudem in der Verteidigung bissiger agierten, konnte der Rückstand bereits nach kurzer Zeit ausgeglichen werden. Auf Trierer Seite hielt nun vor allem Dru Joyce dagegen und erzielte acht Punkte in Folge. Beim Stande von 43:49 (27. Minute) sah sich Perovic gezwungen, seine Tigers in einer Auszeit neu ordnen. Joyce ließ sich jedoch nicht beirren und streute einen weiteren Dreier ein – seine Punkte elf, zwölf und 13 in diesem Viertel. Angeführt vom Ex-Ulmer bauten die Trierer ihren Vorsprung bis zur Viertelpause bis auf sechs Zähler aus (50:56).

Ein gelungener Hakeem-Olajuwon-Gedenkmove von Philip Zwiener und ein Airball von Dane Watts eröffneten das Schlussviertel nicht gerade vielversprechend. Acht Minuten vor dem Ende wuchs der Rückstand erstmals in den zweistelligen Bereich (50:60). Ein Dreier von Radovan Markovic sorgte dann wieder für etwas Hoffnung bei den Tigers, doch es sollte nur ein kurzes Strohfeuer sein. Ein bärenstarker Zwiener hatte eine gute Antwort parat, ehe ein Tübinger Turnover dazu führte, dass sich Watts ein sehr zweifelhaftes unsportliches Foul einhandelte. Trier bedankte sich und zog wieder auf 53:63 davon, während die Tiger nun wieder Schwächen von der Linie zeigten. Das Spiel der Tiger drohte nun zu zerfallen – Trier erspielte sich viele freie Würfe, weil die Defense der Hausherren stets den berühmten Schritt zu langsam war. Vier Minuten vor dem Ende war das Spiel nach einem Dreier von Dragan Dojcin zum 59:73 entschieden – selbst einfache Korbleger wollten nun nicht mehr gelingen. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Rödl beim Stand von 61:75 noch eine Auszeit, nach der die Tiger noch einmal einen 5:0-Lauf hinlegten. An der ersten Heimniederlage im neuen Jahr änderte das aber auch nichts mehr.

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