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Doppelspieltag im Playoff-Endspurt

Doppelspieltag im Playoff-Endspurt

Nach über einwöchiger Spielpause sind die Basketballer von ALBA BERLIN heiß auf den Endspurt in der Punktrunde der Beko BBL. In den kommenden drei Wochen sind noch fünf Spiele zu absolvieren. Theoretisch ist für die Albatrosse dabei im besten Fall noch der zweite Platz möglich, was eine sehr gute Ausgangsposition für die entscheidende Saisonphase wäre. Im schlimmsten Fall droht immer noch das Verpassen der Endrunde.
Dem Team von Trainer Muli Katzurin fehlt allerdings nur noch ein Sieg, um die Playoff-Teilnahme auch rechnerisch niet- und nagelfest zu machen. Die erste Chance, sich die Playoff-Teilnahme vorzeitig zu sichern, bietet sich am Donnerstag (7. April, 19:30 Uhr) auswärts in Quakenbrück bei den Artland Dragons. 48 Stunden später treffen die Berliner am Samstag (9. April, 20 Uhr) in der heimischen o2 World auf die LTi Gießen 46ers.

ALBA-Trainer Muli Katzurin hofft dabei, dass sein Team in der vom Pokal-TOP4 erzwungenen Spielpause nicht den zuletzt gefundenen Rhythmus verloren hat. "Eine solch lange Pause ohne Pflichtspiel ist generell nicht optimal." Zudem waren zuletzt diverse Spieler angeschlagen, was die Vorbereitung auf die nächsten Spiele spürbar behinderte.

"Die freie Woche, in der wir oft nicht einmal zehn Spieler im Training zur Verfügung hatten, hat uns deshalb nicht sonderlich weitergebracht. Aber immerhin konnten wir die Woche nutzen, um einige Blessuren auszukurieren", blickt Katzurin trotzdem ohne Groll zurück, zumal er am Montag sein Team bis auf den über Rückenbeschwerden klagenden Immanuel McElroy schon wieder komplett zusammen hatte: "So können wir jetzt immerhin bis zum Donnerstag wieder richtig arbeiten."

Donnerstag: Brisantes Duell bei den Artland Dragons

Das Hauptaugenmerk wird dabei zunächst voll auf das Gastspiel bei den Artland Dragons gerichtet sein, in dem viel Brisanz steckt. Die Quakenbrücker unterstrichen am Wochenende beim TOP FOUR um den Beko BBL-Pokal mit starken Auftritten einmal mehr die Einschätzung, dass die Dragons in dieser Saison unbedingt zu den Teams zu zählen sind, die um den Meistertitel mitspielen werden.

Um ein Haar hätten die Dragons dabei am Pokalwochenende in Bamberg sogar dem Gastgeber und späteren Pokalsieger Brose Baskets in dessen eigener Halle die Show gestohlen. Die Quakenbrücker unterlagen den Bambergern im Halbfinale nach einem harten und dramatischen Schlagabtausch erst in der Verlängerung.

Qualifiziert für das Pokal-TOP4 hatten sich die Quakenbrücker vor zwei Monaten in einem ebenso dramatischen Spiel in eigener Halle mit einem 84:80-Sieg über ALBA BERLIN und es versteht sich von selbst, dass die Berliner jetzt in der Bundesliga-Begegnung nur zu gerne den Spieß umdrehen würden. Für Muli Katzurin war das damals das erst dritte Auswärtsspiel als ALBA-Headcoach und er hat die heiße Atmosphäre in der Artland Arena nicht vergessen: „Das wird ein hartes Auswärtsspiel in einem echten Hexenkessel.“

In spielerischer Hinsicht erwartet der Israeli aber ein ganz anderes Spiel: „Zum einen war das damals ein Pokalspiel, was immer etwas Spezielles ist. Zum anderen fehlte den Quakenbrückern mit Bryan Bailey einer ihrer wichtigsten Spieler und wir traten damals noch ohne Taylor Rochestie und Miroslav Raduljica an.“ Die Karten sind somit auf beiden Seiten neu gemischt.

Schlüsselspieler im Team von Trainer Stefan Koch sind in der Defensive der bereits erwähnte Bryan Bailey, der mit großer Vielseitigkeit auch als Spielmacher in der Offensive Akzente setzen kann, und in der Offensive der wieselflinke US-Spielmacher Tyrese Rice und der auch aus der Distanz extrem korbgefährliche US-Center Darren Fenn.

Obwohl jeder Gegner um die Korbgefährlichkeit dieser beiden US-Amerikaner weiß, glänzen sie in schöner Regelmäßigkeit als Topscorer – Tyrese Rice in bisher 32 Quakenbrücker Saisonspielen (BBL und Pokal) allein 16x, Darren Fenn 10x. Mit Robert Kurz, Nathan Peavy und Adam Hess bilden drei athletische Flügelspieler, die alle Dreierquoten von über 40 Prozent aufweisen, aber auch innen gefährlich sind, eine schlagkräftige Alternative in der Quakenbrücker Offensive.

Artland Dragons: Resultate der letzten fünf Wochen
05.03. Artland – NYP Braunschweig 91:75 (S) 25. Spieltag Beko BBL
09.03. Artland – BBC Bayreuth 88:68 (S) 19. Spieltag Beko BBL
13.03. Eisbären Bremerhaven – Artland 82:013 (S) 26. Spieltag Beko BBL
18.03. LTi Gießen 46ers – Artland 53:62 (S) 27. Spieltag Beko BBL
26.03. W. Tigers Tübingen – Artland 57:75 (S) 29. Spieltag Beko BBL
02.04. Brose Bamberg – Artland 101:93 (N) BBL-Pokal, Halbfinale
03.04. Skyliners Frankfurt – Artland 56:90 (S) BBL-Pokal, um Platz 3

Gesamtbilanz gegen Quakenbrück
12 Siege – 8 Niederlagen (in Berlin 6–4)
BBL: 12-3 / Playoff: 0-3 / Pokal 0-2
Höchster Sieg: 90:78 am 24. Januar 2009 in Quakenbrück (BBL)
Höchste Niederlage: 71:93 am 27. Mai 2007 in Berlin (Playoff)

Samstag: Lieblingsgegner Gießen zum 31. Mal in Berlin

Nach der Rückkehr aus Quakenbrück am Freitag bleibt den Albatrossen nicht viel Zeit zur Vorbereitung des nächsten Heimspiels am Samstag Abend gegen die LTi GIESSEN 46ers, die allein schon deshalb ein unangenehmer Gegner sein könnten, weil sie am Tabellenende noch um den Klassenerhalt kämpfen und deshalb nichts zu verschenken haben.

Wie immer bei einer solchen schnellen Spielabfolge kommt bei ALBA den Assistenztrainern die Aufgabe zu, den übernächsten Gegner zu analysieren, solange Headcoach Katzurin und das Team sich noch auf den nächsten Gegner konzentrieren müssen.

ALBAs Assistenztrainer Boban Mitev hat dabei einen Gegner beobachtet, der viele gute Einzelspieler im Team hat und sein Spiel auf die Qualitäten dieser Spieler aufbaut: „Gießen sucht das Spiel 1-gegen-1 und einfache Punkte aus Pick&Roll-Situationen. Vielleicht werden sie versuchen, uns mit einer Zonenverteidigung zu irritieren, aber darauf werden wir uns vorbereiten.“

Gießens neuer US-amerikanischer Headcoach Steven Key, der im Januar den glücklosen Vladimir Bogojevic (zog sich in Gießen auf seine Position als Sportdirektor zurück) abgelöst hat, zieht alle Register um die Bestleistung aus seinem Team herauszukitzeln. In den letzten Spielen wirbelte er sogar die gewohnte Startaufstellung total durcheinander.

Dass mit Jannik Freese an der Seite des routinierten Elvir Ovcina nun ein zweiter Center startet und auf dem Flügel der junge Tim Schwartz vom Ende der Bank in die erste Fünf aufgerückt ist, ändert aber nichts daran, dass im Gießener Team die Routiniers Michael Jordan (33, Spielmacher), Maurice Jeffers (32, Flügel) und Elvir Ovcina (34, Center) nach wie vor den Ton angeben.

Aber auch die zehn Jahre jüngeren US-Amerikaner Ryan Brooks, Anthony Smith und Zachery Peacock (der Power Forward glänzte im 77:85 verlorenen Hinspiel gegen ALBA für Gießen mit 17 Punkten und 10 Rebounds) punkten unter dem Strich zweistellig und machen die Gießener damit zum sicher unberechenbarsten Team in der Abstiegszone.

Ein Auswärtssieg in Berlin würde gleichwohl Basketball-Geschichte schreiben, denn die Gießener sind fast schon aus Tradition ALBAs Lieblingsgegner: Von allen Bundesligisten weisen die Hessen die schwächste Bilanz gegen ALBA auf. In den letzten 15 Jahren hat Gießen von insgesamt 37 Spielen gegen ALBA nur eines gewonnen (98:96 in Gießen am 11. Oktober 2003).

Gießens Gesamtbilanz gegen ALBA steht bei 8:53 Siegen, wobei die 46ers in Berlin von 30 bisherigen Gastspielen in Bundesliga, Playoffs und Pokal nur ein einziges Spiel gewonnen haben (97:92 in den Playoffs 1996). Von den bisherigen 21 Punktspielen in Berlin haben die 46ers kein einziges gewonnen.

LTi GIESSEN 46ers: Resultate der letzten fünf Wochen
05.03. Gießen – Skyliners Frankfurt 62:81 (N) 25. Spieltag Beko BBL
12.03. Gießen – Tigers Tübingen 82:64 (S) 30. Spieltag Beko BBL
18.03. Gießen – Artland Dragons 53:62 (N) 27. Spieltag Beko BBL
20.03. Eisbären Br’haven – Gießen 79:65 (N) 28. Spieltag Beko BBL
05.04. BG Göttingen – Gießen -:- (?) 29. Spieltag Beko BBL

Gesamtbilanz gegen Gießen
53 Siege – 8 Niederlagen (in Berlin 29–1)
BBL: 39-4 / Playoff: 9-4 / Pokal 5-0
Höchster Sieg: 92:54 am 10. Oktober 2007 in Berlin (BBL)
Höchste Niederlage: 75:86 am 20. März 1992 in Gießen (Playoff)

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