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Drachen am Rande der Niederlage

Drachen am Rande der Niederlage

ratiopharm Ulm verliert bei den Artland Dragons mit 87:91 (43:48) und schrammt nur knapp an einer gehörigen Überraschung vorbei.
Seine Enttäuschung konnte Dr. Thomas Stoll nach der 87:91-Niederlage gegen die Artland Dragons nicht ganz verbergen. Wohl wissend, dass man einem bärenstarken Play-off-Team auf eigenem Feld bis zum Schluss Paroli bieten konnte, sagte der Ulmer Manager: "Wir haben sehr ordentlich gespielt, es aber leider wieder nicht geschafft, uns gegen ein Topteam durchzusetzen." Dabei hatte ratiopharm Ulm durch eine tolle Teamleistung auch ohne große Hilfe von Big John Bryant, der hart zu kämpfen und nicht seinen besten Tag hatte, eine gute Chance auf den ersten Ulmer Sieg in der Drachenhöhle.

Wenngleich es danach zunächst nicht unbedingt aussah: Am 21. Spieltag der Beko BBL-Saison 2010/11 dauerte es einige Zeit, bis das Taylor-Team bereit für den nächsten Anlauf auf die Artland Arena war. Um genau zu sein gut fünf Minuten. Dann erst hatten die Gäste nach einem schwachen Start (4:13) die Herausforderung angenommen. Nach einem Block von Rocky Trice legte ratiopharm Ulm zwischen der 5. und 7. Minute einen 7:0-Lauf hin (11:13) und gestaltete ab diesem Zeitpunkt das erste Viertel ausgeglichen (22:25).

In der 13. Minute erzielte dann Per Günther mit seinem ersten Geburtstagspunkt das 28:29. Dass die Ulmer den Drachen allerdings so nah auf die Pelle gerückt waren, hatte vor allem mit Rocky Trice zu tun. Der Shooting Guard war überall auf dem Feld zu finden und hatte bereits nach etwas mehr als 11 Minuten 9 Punkte erzielt. Die erste Ulmer Führung zu markieren blieb aber Lee Humphrey vorbehalten. Mit einem Dreier netzte er in der 14. Minute zum 33:31 ein. Und diese Führung gaben die Ulmer auch bis zur 19. Minute nicht mehr her. Erst als Adam Hess vier Punkte in Folge gelangen (41:44) bat Coach Taylor kurz vor der Pause noch einmal um die Auszeit. Beim Stand von 43:48 gingen die Teams dann in die Kabine, sehr zur Zufriedenheit von Taylor. Denn ein Fünf-Punkte-Rückstand bei den favorisierten Drachen ist umso respektabler, zieht man in Betracht, dass die beiden besten Ulmer Scorer (Benzing 5, Bryant 3) bis dato noch nicht zum Zuge gekommen waren.

Auch in der zweiten Halbzeit war es zunächst Rocky Trice, der kaum zu stoppen war: Mit seinem 14. Punkt - einem Dreier - markierte er in der 22. Minute das 50:50. Zwar unterlief Benzing zwei Minuten später sein drittes Foul, dafür trug sich nun Coleman Collins zweimal in Folge in die Scorerliste ein (54:51, 24.). Vier Minuten später war der Vorsprung allerdings wieder dahin, und Coach Taylor beantragte die taktische Unterbrechung. Mit einer 5-Punkte-Serie hatten sich die Drachen auf 59:65 (28.) davongeschlichen.

Als noch 8:39 Minuten auf der Spieluhr verblieben waren, lagen die Drachen dann erstmals zweistellig in Front (65:75). An eine Ulmer Überraschung beim Tabellenvierten war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. Doch Rocky Trice stemmte sich gegen die Niederlage. Nach einem Offensivrebound erzielte er das 70:76 (35.) Kurz darauf erhielt die Aufholjagd einen herben Dämpfer: John Bryant kassierte zunächst sein fünftes Foul und bekam im Anschluss sogar noch ein technisches Foul aufgebrummt. "Dazu kann ich nichts sagen, weil der Grund dafür von der Bank nicht erkennbar war", kommentiert Manager Stoll die kritische Situation.

Dennoch verkürzte Benzing mit seinem ersten Dreier vier Minuten vor dem Ende auf 75:80. Zwei Minuten später der nächte Benzing-Dreier (80:86). Die dramatischen Schlussminuten eröffnete Per Günther mit einem Steal plus anschließend verwandeltem Korbleger (82:86). "Dann haben wir es aber nicht geschafft, Artland entscheidend zu stoppen", beschreibt Manager Stoll die Schlussphase und liefert die Erklärung gleich mit. "In solchen Situationen merkst du eben den Unterschied zwischen hochdotierten Allstars und einem jungen Team." Letztlich lief den Ulmern die Zeit davon. Das 85:89 erzielte Günther als noch 16 Sekunden zu spielen waren, den 87:91-Endstand tippte Collins mit der Schlusssekunde durch die Reuse.

Übrigens: Den Direktflug von Memmingen nach Bremen - der zuletzt mehrfach der Auftakt einer starken Ulmer Auswärtsleistung war - wird so nicht mehr angeboten. Sehr zum Ärger von Coach Taylor.

Für Ulm spielten:
Günther (14), Betz (7), Walton (2), Sonderleiter (6), M. Wenzl (2), Benzing (18), Humphrey (3), Trice (18, 5 Assists, 10 Rebounds), Collins (11), Bryant (6).

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